Samstag, 22. August 2020

Good-bye Phil May

 Am 15. Mai starb* in England Phil May, Lead-Sänger der PRETTY THINGS, an den Folgen einer Hüft-OP. Die Band mit ihrem wüsten Rhythm'n Blues-Sound, prägte in den 60-er Jahren einen Teil meines Musik-Geschmacks, mit Stücken wie "Honey I need", "Don't bring me down", "Come see me", "Cry to me" (besser als die Version der Rolling Stones!), "Midnight to six men", "Oh, Baby Doll",  "Defecting grey"...  Ich besitze noch eine Single von ihnen von 1967, "Children", da waren sie schon auf einem psychedelischen Trip, aber immer noch originell und authentisch. 

 

1974 sah ich die Pretty Things LIVE in der Hamburger Fabrik - war aber enttäuscht. Ich war vernarrt in ihre im Studio produzierte Musik - LIVE kamen sie nicht ganz so rüber. °° Phil May war ein ekstatischer, ausdrucksstarker Sänger, wohl das krasseste Gegenstück zu einem Opern-Impresario, aber auch Schlagerstar. - ein Anti-Stern eher. Mit dem Aufkommen des Punk wurden exzessive Bühnen-auftritte und aggressiver Gesang und Gegröhle quasi normal. Phil May und seine Band waren u.a. Vorläufer des Punk und Hardrock. Sie verkörpertenen Gefühl und Musik-Begeisterung pur, zerschlugen die Werte der klassischen und gut-bürgerlichen Musik-Kultur. Sie bleiben mir eine Inspiration. 

                                                                                                                                 traurig             °RS°

             * Danke für Hinweis, GOOD TIMES-Magazin!

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