In kleinem Kreis -außer Tom Seidel nahmen 7 weitere Personen an der Runde teil- ging es eine gute Stunde hin und her. Manchmal drehten sich Argumente auch im Kreis bzw.: Es wurde aneinander vor-bei geredet. Das Motto lautete "Bilder-Abstraktes-Chaos".
"Bilder" waren ALLE ausgestellten Exponate. Einige waren "abstrakt" gemalt, mit technischen Hilfs-mitteln exakt vorstrukturiert. Der Künstler verglich zwei seiner Exponate mit Flaggen. ° Nun ist die Sache "Abstraktes" jedoch weitaus komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Jedes professionell gemalt Bild enthält, behaupte ich, auch "Abstraktes" bzw. abstrakte Maßstäbe im Bildaufbau, in der Farb-Komposition -Farb-Rhythmus. Selbst sog. "fotorealistische" Bilder enthalten Abstrakta.Am besten gefiel mir -was natürlich auch Geschmackssache ist- eine Wand mit naiven bzw. scheinbar naiv gemalten Bildern. Ich nannte sie "literarisch", weil sie alle -unterschiedliche- Geschichten erzäh-len. Diese Bilder sind perspektivisch ungenau. U.a. dies macht m.E. ihren Charme aus. Sie erinnern an Werke der l'art brut, der "Rohen Kunst", womit Werke von Außenseitern und sog. "Geisteskranken" gemeint sind.
Chaotisch war die Veranstaltung von Anfang an. Völlig unüberschaubar wurde das Chaos aber erst, als der Künstler Namen wie Hegel, Nietzsche u.a. große Philosophen in die Runde warf. Ich hätte mir gerne mehr Konzentration auf die Exponate gewünscht, für mich "das Eigentliche" in diesem Künstler-Gespräch - neben dem Schöpfer der Bilder selbstverständlich. Als dann Tom Seidel auch noch sein großes musikalisches Vorbild J.S.Bach ins Gespräch einbrachte, fiel die Runde auseinander. Es gab einige sehr interessante und gute Beiträge. Ich habe in meinem Leben an schätzungsweise 20 oder 30 "Künstler-Gesprächen" teilgenommen, einige davon auch geleitet.
Chaotisch war die Veranstaltung von Anfang an. Völlig unüberschaubar wurde das Chaos aber erst, als der Künstler Namen wie Hegel, Nietzsche u.a. große Philosophen in die Runde warf. Ich hätte mir gerne mehr Konzentration auf die Exponate gewünscht, für mich "das Eigentliche" in diesem Künstler-Gespräch - neben dem Schöpfer der Bilder selbstverständlich. Als dann Tom Seidel auch noch sein großes musikalisches Vorbild J.S.Bach ins Gespräch einbrachte, fiel die Runde auseinander. Es gab einige sehr interessante und gute Beiträge. Ich habe in meinem Leben an schätzungsweise 20 oder 30 "Künstler-Gesprächen" teilgenommen, einige davon auch geleitet.
Es braucht Struktur, auch Vor-Strukturierung.
Mit dieser Meinung stehe ich im Widerspruch zu mancher Haltung, die sogar einige Kreative selber zum Ausdruck bringen. Ihrer Meinung nach sind Galerie-Gespräche u.ä. "reine Schwafelei". Ich dagegen denke, daß, auch wenn Exponate und Künstler-Innen im Mittelpunkt stehen, es durchaus anre-gend und interessant sein kann, über Bild und Künstler zu sprechen. Mit Respekt selbstverständlich. Ich lerne immer wieder. Auch an diesem Abend.
Raimund Samson


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