Mittwoch, 26. August 2026

Konzert 30.August Petrus-Kirche HH-heimfeld

Am Sonntag, 30. August, spielen Tom Seidel (Kirchenorgel) und Raimund Samson (Steirische Har-monika) in der St.Petrus-Kirche in HH-Heimfeld eigene Kompositionen, Improvisationen und ein paar Volkslieder-Standards.      °°° Beide Musiker haben Spaß am Experiment. 


Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr 15. Zuvor findet, bis ca. 19 Uhr, ein Gottesdienst statt.Wir freuen uns über interessierte Besucher,  Hörerinnen und Hörer.                                         

                                                   Raimund Samson

Veranstaltung am 3. September, HH UKE Psychiatrie


 

Hiermit lade ich alle Leser und leserinnen meines Blogs zu einer Veranstaltung in der Hamburger Uni-Klinik-Eppendorf ein. Lars (Guitarre) und ich (Harmonka) spielen Lieder und erzählen zum Thema psychische Erkrankung. Der Ort, die Psychiatrie in Hamburgs zentralem Krankenhaus, scheint dafür wie geschaffen. Ich bin gespannt, in positiver Weise, und freue mich auf das event

                                                                                                                               Raimund Samson

Georgine Kellermann "Der lange Weg zu mir selbst"

 

Das Buch ist leicht verständlich, mir als Leser gut nachvollziehbar geschrieben mit der Lebens- und Leidens-geschichte der Protagonistin Georgine Kellermann. Sie wurde 1957 geboren. Es war ein langer, spannender und, so empfinde ich, ehrlich erzählter Weg, wie aus Georg Georgine wurde. Der Untertitel des Buchs lautet "Meine Befreiung als Trans*frau nach über 60 Jahren". Es hat so garnichts von der oft marktschreierischen Exzentrik mancher LGBTQ-Aktivisten, die ihrem Ärger und Wut über angebliche oder tatsächliche Ungleich-Behandlung lautstark Luft verschaffen. Und wenn doch? Wäre es mir fast egal. Georgine kommt sympathisch ubd unaufdringlich "rüber". Und ich frage mich: Weshalb gibt es heute oftmals Probleme seitens eines nicht kleinen Teils der Bevölkerung mit "queeren", "binären" und anderen Menschen, die zur LGBTQ-Community gezählt werden. L= lesbisch, G= gay (schwul), B= bisexuell, T= transgender , Q= queer. Meine Definitionen fand ich auf der Website www.desired.de/lifestyle/was-bedeutet-lgbtq/  °° Die Probleme, die wir heute haben, kommen m.E. daher, daß staatlicherseits hunderte Millionen € ausgegeben werden. Jahr für Jahr wird gigantisch investiert, um die Ideologie der LGBTQ medienstark zu verbreitern, diesbezüglich Arbeits-plätze zu schaffen, das ganze Land mit entsprechenden Netzwerken zu überziehen. Wer Kritik daran übt, daß hier Gelder ausgegeben werden, die anderswo fehlen, wird als "Nazi", "Reaktionär", "dumm" etc. abgetan und an den Pranger gestellt. Schade. °° Georgin Kellermanns Buch empfehle. 27 Seiten, Ullstein, 2024
                              Raimud Samson 
 

Montag, 13. April 2026

"Kein Rassismus" 2

Ein Gast gesellt sich zu mir, während der Öffnungszeit im Habibi-Atelier. In einer Mischung aus Empö-rung und Staunen fragt er, weshalb denn "solche" Bilder überhaupt noch aufgewahrt werden.  Damit meint er die -mehr als 2 m hohe- Darstellung von 3 Speerwerfern. Ich kann die Frage nicht beantwor-ten.  Aber ich bin sensibel hinsichtlich der Aufbewahrung bzw. Zerstörung von Kunstwerken. Grund-sätzlich finde ich Bilder und Skulpturen erhaltenswert. Auch wenn sie meinem Geschmack nicht ent-sprechen.

Der Mann steigert sich in eine Schimpfkanonade. In der Vergangenheit kritisierte er mich, weil ich großformatige Bilder malte. "Wer kauft denn sowas?" und: "Wer hat denn Platz für sowas?" Ich erwi-derte: Ich machte mir beim Malen keine Gedanken darüber, wer "sowas" kauft, sondern probiere aus, ob es mir gelänge, ein großes Bild zu malen. °° Für meinen Gesprächspartner sind die 3 Speerwerfer aus den 30-er oder 40-er Jahren "Nazi-Kunst". 'Ist das Bild gefährlich?', frage ich. Der Mann achaut verdutzt. "War das Bild DAMALS gefährlich?" setze ich nach. "Ja natürlich" erwidert der Aufgebrachte, "alle Kunst, welche von den Nazis gefördert wurde, ist gefährlich. "Bist du sicher?" gebe ich zurück. Mein Gegenüber fährt nun schweres Geschütz auf. "Aber Arno Breker war doch ein Lieb-ling von Adolf Hitler, "das war doch die reinste Nazi-Kunst". Ich sehe keinen Grund zu widerspre-chen. Nur: die "3 Speerwerfer" sind nicht von Breker. 
Ich sage nun: "Arnold Breker war doch ein Mensch, oder!" - "Nein" erwidert mein Gegenüber. "Er war kein Mensch. Wie auch die Nazis. Und auch die Künstler, die für sie arbeiteten". Ich widerspreche. Der Mann ist nun so empört, daß er umdreht und, ohne mich eines Blickes zu würdigen, das Atelier verläßt.  °°° Ich forsche im Internet über den Nazi-Künstler Breker. Und ich finde sehr gut recherchierte Infor-mationen unter:  https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/arno-breker/   °°° Natürlich kann man, nach ästhetischen Kriterien, unterschiedlicher Ansicht sein über Kunst. Auch der Geschmack spielt eine wichtige Rolle.  °° Generell finde ich gefährlich, Menschen, die eine ideologisch abweichen-de politische Meinung vertreten, den Status des Menschseins abzusprechen. Es darf keinerlei Rechtfer-tigung oder Verharmlosung von Nazi-Verbrechen geben. Aber die Täter waren Menschen. Männer vor Allem. Dumme, böse, schlechte Menschen. Aber immrhin: Menschen. °° Es gibt viele gute, spannende Bücher zu dem Thema. Ich las vor einigen Jahren "Männerphantasien" von Jürgen Theweleit. 
Rassismus gab es schon lange VOR den Nazis.  

                                                                                                    Raimund Samson
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"Kein Rassismus"

Im Habibi-Atelier im 1.Stock der Arkaden, des Einkaufszentrums nahe der S-Bahn Harburg-Rathaus, findet vom 20.März bis zum 24.April eine Ausstellung statt. Motto: "Kein Rassismus". Es sind wohl an die 100 oder mehr Exponate. Die meisten von ihnen haben mit dem Slogan "Rassismus" nichts zu tun - von daher stimmt denn auch das Motto "Kein Rassismus".    °° Die Vermischung unterschiedlichster

Stil- und Ausdrucksarten und -techniken mit politisch tendenziösen Darstellungen, wirkt verwirrend. Unter das Motto "Kein Rassismus" lässt sich praktisch ALLES  subsumieren!!
Von dem Tattoo-Künstler und Maler Vlady finden sich Bilder von bestechend professioneller Qualität. Sie passen exakt unter das Motto "Kein Rassismus". Ich weiß nicht, wie diese Bilder entstanden sind. Handgemalt? Oder am PC entstandene Ausdrucke von Bild-Dateien? Oder eine Mischung aus beidem?
Die obigen vier Gemälde sind von 2 unterschidlichen Künstlerinnen. "Kein Rassismus" wird hier von den Macherinnen nicht als x-beliebiger Slogan aufgefasst, sondern ernsthaft behandelt. Maryam ist eine im H-Atelier tätige Kreative. Ihre 3 Blder beziehen sich vor Allem auf die Situation Farbiger in den USA. Auf dem Bild in der Mitte, das einen Menschen in einer Badewanne zeigt, bedeckt mit Eiswür-eln, steht -auf der Abb. oben nicht erkennbar- das Wort ICE geschrieben, die Abkürzung für das US-  Imgrationas and Customs Enforcement. Auf den linken Bldern wird -meine Interpretation- das Thema Marginalisierung, Ausgrenzung von Farbigen Menschen dargestellt. Die Parolen "Kein Rassis-mus? Protest gegen Rassismus!" wurden vom Autor dieses Blogs hinzugefügt. °° Das rechte Bild ist für mich die selbstbewusst-positive Darstellung afrikanischer weiblicher Schönheit.
3 Bilder von einem-r Maler-in. Das linke erinnert an Dali-Landschaften; das mittlere könnte einen schwer gepanzerten Mann -Polizist? Soldat? Sportler?- in einer -angedeutet- Menschenmenge darstel-len. Das rechte Bild zeigt ein kopfüber in zerpflügtem Boden steckendes Kreuz. Vielleicht stammt der oder die Malerin aus der Ukraine?
2 verschiedene Künstler-Innen, die in verblüffend "wahrer" Weise den Slogan "Kein Rassismus" wi-derspiegeln.  
Auch diese beiden Gemälde eines jungen Künstlers lassen ihre Verbindung mit dem Ausstellungs-Motto kaum erahnen. Oder sind die -weißen!!- Badenden eine sublime Provokation?  Auf einigen der folgen-den Bilder wird, interpretiere ich, in "engagierter" kritischer Weise die reduzierte Sichtweise auf Frau als Sexual-Objekt thematisiert. Die beiden rechten sw-Zeichnungen/Drucke sind Vergrößerungen. 

Im Folgenden einige Bilder-Bild-Collagen bzw. -Assemblagen mit ziemlch eindeutiger Tendenz: Pro-test gegen Unterdrückung farbiger Menschen. Wahrscheinlich bezogen auf die Situation in den USA, wo weißer Rassismus immer noch häufig vorkommt. °°


Ich erinnere an den gewaltsamen Tod von George Floyd, einem Schwarzen, der brutal von Polizisten festgenommen und, vor laufender Kamera, durch massiven Druck auf seinen Hals erstickt wurde. °° Ich hatte, unter Hinweis auf das Thema dieser Bilderschau, eine Collage angefangen zum Thema George Floyd. Dabei hatte ich ein komiches Gefühl. Bei Auftragsarbeiten ertappe ich mich nämlich dabei, möglichen Betrachtern gefallen zu wollen. Solche Bilder werden fast immer schlecht. Sie gefallen vielleicht anderen - aber mir selber nicht. Ich möchte "authentisch" sein. 

                                                                                                    Raimund Samson 

p.s.  Mein obiger Artikel  beinhaltet rein subjektiv Eindrücke und Gedanken. Die Ausstellung ist weitaus umfassender, als ich hier zeigen kann.  Ich möchte in einem weiteren Artikel eine Problematik aufzeigen, die sich m.E. beim Thema "Kein Rassismus" ergibt.


 
 

 


Sonntag, 5. April 2026

Willi Dittmann Gedenken

Willi Dittmann, 15.5.1905 - 1.2.1945, war ein Soldat der Deutschen Wehrmcht. Er verweigerte 1943

den Dienst und wurde im darauf folgenden Jahr in Le Mans zum Tode verurteilt.  Anfang Februar 1945 wurde er hingerichtet. Sein Enkel  Jörg Arp und andere Aktivisten pflegen seine und die Grabstätte weiterer Männer, die dem Terror-Regime widerstanden und mit ihrem Leben dafür bezahlten.
Die Grabstätte liegt auf dem Ohlsdorfer Friedhof bei der Kapelle 9.
Weitere Informationen finden Sie unter   https://willidittmann.de/          O.L.M.O.e.V.  

Stolperstein für Willi Dittmann, 24. April 2009

Dokumentation über Deserteure, November 2013

Wehrmachtjustiz: „Rücksichten auf den Einzelnen haben zurückzutreten“, Januar 2019

Soldat – Kind – Zwangsarbeiterin – Deserteur (Biografie von Willi Dittmann: Seiten 153-163)

Verlesung der Opfernamen bei der ersten Gedenkfeier am 5. Juni 2010

Dranbleiben
an der eigenen Geschichte
Es gibt immer
etwas zu lernen
- auch wenn ich älter werde                                                Raimund Samson



 





Samstag, 4. April 2026

Gedenkmarsch für Opfer des Nazi-Regimes

1945 wurden, zum Ende des Krieges, KZ-Häftlinge in Hamburg und Umgebung auf einen Gewalt-marsch gezwungen, bei dem viele von ihnen ums Leben kamen. Dieses Marsches zu gedenken, finden am 12. und 13. April Veranstaltungen statt. Dabei werden auch Teile der seinerzeit gegangenen Strecke zu Fuß bewältigt.  

Weitere Informationen - einige Stationen und Uhrzeiten sind noch in Planung- auf  :::
                                                                                             Raimund Samson