Posts mit dem Label lernen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label lernen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. April 2026

Willi Dittmann Gedenken

Willi Dittmann, 15.5.1905 - 1.2.1945, war ein Soldat der Deutschen Wehrmcht. Er verweigerte 1943

den Dienst und wurde im darauf folgenden Jahr in Le Mans zum Tode verurteilt.  Anfang Februar 1945 wurde er hingerichtet. Sein Enkel  Jörg Arp und andere Aktivisten pflegen seine und die Grabstätte weiterer Männer, die dem Terror-Regime widerstanden und mit ihrem Leben dafür bezahlten.
Die Grabstätte liegt auf dem Ohlsdorfer Friedhof bei der Kapelle 9.
Weitere Informationen finden Sie unter   https://willidittmann.de/          O.L.M.O.e.V.  

Stolperstein für Willi Dittmann, 24. April 2009

Dokumentation über Deserteure, November 2013

Wehrmachtjustiz: „Rücksichten auf den Einzelnen haben zurückzutreten“, Januar 2019

Soldat – Kind – Zwangsarbeiterin – Deserteur (Biografie von Willi Dittmann: Seiten 153-163)

Verlesung der Opfernamen bei der ersten Gedenkfeier am 5. Juni 2010

Dranbleiben
an der eigenen Geschichte
Es gibt immer
etwas zu lernen
- auch wenn ich älter werde                                                Raimund Samson



 





Montag, 16. März 2026

Künstler-Gespräch Tom Seidel

In kleinem Kreis -außer Tom Seidel nahmen 7 weitere Personen an der Runde teil- ging es eine gute Stunde hin und her. Manchmal drehten sich Argumente auch im Kreis bzw.: Es wurde aneinander  vor-bei geredet. Das Motto lautete "Bilder-Abstraktes-Chaos".

"Bilder" waren ALLE ausgestellten Exponate. Einige waren "abstrakt" gemalt, mit technischen Hilfs-mitteln exakt vorstrukturiert. Der Künstler verglich zwei seiner Exponate  mit Flaggen. ° Nun ist die Sache "Abstraktes" jedoch weitaus komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Jedes professionell gemalt Bild enthält, behaupte ich, auch "Abstraktes" bzw. abstrakte Maßstäbe im Bildaufbau, in der Farb-Komposition -Farb-Rhythmus. Selbst sog. "fotorealistische" Bilder enthalten Abstrakta.
Am besten gefiel mir -was natürlich auch Geschmackssache ist- eine Wand mit naiven bzw. scheinbar naiv gemalten Bildern. Ich nannte sie "literarisch", weil sie alle -unterschiedliche- Geschichten erzäh-len. Diese Bilder sind perspektivisch ungenau. U.a. dies macht m.E. ihren Charme aus. Sie erinnern an Werke der l'art brut, der "Rohen Kunst", womit Werke von Außenseitern und sog. "Geisteskranken" gemeint sind.
Chaotisch war die Veranstaltung von Anfang an. Völlig unüberschaubar wurde das Chaos aber erst, als der Künstler Namen wie Hegel, Nietzsche u.a. große Philosophen in die Runde warf. Ich hätte mir gerne mehr Konzentration auf die Exponate gewünscht, für mich "das Eigentliche" in diesem Künstler-Gespräch - neben dem Schöpfer der Bilder selbstverständlich. Als dann Tom Seidel auch noch sein großes musikalisches Vorbild J.S.Bach ins Gespräch einbrachte, fiel die Runde auseinander.  Es gab einige sehr interessante und gute Beiträge. Ich habe in meinem Leben an schätzungsweise 20 oder 30 "Künstler-Gesprächen" teilgenommen, einige davon auch geleitet. 
Es braucht Struktur, auch Vor-Strukturierung.
Mit dieser Meinung stehe ich im Widerspruch zu mancher Haltung, die sogar einige Kreative selber zum Ausdruck bringen. Ihrer Meinung nach sind Galerie-Gespräche u.ä. "reine Schwafelei". Ich dagegen denke, daß, auch wenn Exponate und Künstler-Innen im Mittelpunkt stehen, es durchaus anre-gend und interessant sein kann, über Bild und Künstler zu sprechen. Mit Respekt selbstverständlich. Ich lerne immer wieder. Auch an diesem Abend. 
                                                                                                      Raimund Samson




Montag, 29. Dezember 2025

Über Bob Dylan

Und noch ein Buch, das ich nicht bis zu Ende las: "Bob Dylan" von Tino Markworth. Erschienen in der Reihe rororo  monographien, d.h. in der legendären Taschenbuch-Sparte des hochangesehenen Verlags. °° Dylans Songs habe ich oft gemocht, zB "Like a rolling stone", "Rainy day women # 12 and 35", "I want you", "Just like a women", "Lay lady lay", also Lieder aus den 60-er Jahren.  Einen seiner berühmtesten Songs, " Blowin in the wind", mochte ich nie. Das ist natürlich auch Geschmackssache. Ich brauche einen besonderen Kick, um FAN zu sein.  

Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, ich hielte das Buch für schlecht geschrieben oder un-interessant. Im Gegenteil! Ich werde zB in den Darlegungen darauf gestoßen, daß Dylan ein Dichter, Künstler, Musiker, Maler ist, der im Laufe seiner Anfang der 60-er Jahre begonnenen Karriere sich immer wieder neu erfunden habe. D.h., er hat immer wieder die soziale Rolle, in die er seine Songs, Auftritte, Austellungen packte, leicht oder, je nach Ansichtsweise, stark verändert. Dies drückt sich im Statement von Joni Mitchell so aus: "Bob ist überhaupt nicht authentisch. Er ist ein Plagiator, und sein Name und seine Stimme sind unecht. Alles an Bob ist ein Schwindel" -Los Angeles Times 22.4.2010 --- Diese Meinung überrascht mich. Es wird aber etwas, vielleicht sogar viel, Wahres daran sein. Es ist natürlich nicht entscheidend, um Musik und Texte zu mögen. Der englische Musiker-Sänger van Morrison behauptete 1986, Dylan sei "der größte lebende Dichter". Diese Behauptung ist m.E. Blödsinn. Sie wird auch dadurch nicht wahrer, daß Dylan 2016 den Literatur-Nobelpreis erhielt.  °°°° Ob Plagiator - Genie - großer Dichter oder welche Attribute sonst noch auf Bob Dylan gemünzt werden: Ich für meine Person kann von dem Mann einiges lernen. Und irgendwann lese ich das Buch vielleicht zu Ende und finde dann die Situation, in der B.D. vom jüdischen zum katholischen Glauben konver-tierte.     rororo monografie isbn 978 3499 505607   2011,  8,99 € 

                                                                                                                    Raimund Samson


 

Montag, 3. September 2018

Von FJ Strauß lernen ...

Am 3. Oktober jährt sich zum dreißigsten Mal der Todestag von Franz  Josef Strauß. Kein Politiker und Staatsmann polarisierte nach dem Krieg wie dieser Mann. Viele Politiker sind längst in Verges-senheit geraten - ganz anders ER ...


Meine Geschichte mit Strauß beginnt ca. 1977 in Hamburg. Wir, d.h. Teilnehmer eines linken Demonstrationszuges, marschierten im Schrittempo über den Jungfernstieg und brüllten Parolen. Eine davon war "Hätten sie Strauß abgetrieben, wär uns viel erspart geblieben!" Ich war mit Leuten vom KB (= Kommunistischer Bund) unterwegs. Strauß-Gegner waren wir alle - es gab in meinem Freundes- und Bekannten-Kreis nicht einen, der Strauß gelten ließ. Er war DER FEIND schlechthin. Ich brüllte alle von KB-Einpeitschern vorgegebenen Parolen mit - aber bei dieser blieb mir die Wut im Halse stecken. Ich war gegen den CSU-Mann, aber Abtreibung? - lehnte ich ab. Irgendwie war es peinlich. Ich wollte dazugehören - aber nicht um jeden Preis... Ich war schon damals gegen Abtreibung. So kam der erste Riß in meine linke Polit-Geschichte. Er führte jedoch nicht dazu, daß ich das Lager wechselt und mich "rechts" orientierte. Ich blieb "links", begann mich aber aus politischen Zusammenhängen heraus zu ziehen.
Mehr als 40 Jahre später, um manche Lebens-Erfahrung reicher, fange ich an, mich intensiv mit dem 1915 geborenen Politiker Franz Josef Strauß zu beschäftigen. Die Biografie von Horst Möller (2015) bietet dazu reichlich Gelegenheit. 


Auf mehr als 700 Seiten, zuzüglich 100 Seiten Anmerkungen, Stichwort- und Literaturverzeichnis wird von dem Geschichts-Professor Möller ein Lebenslauf nachgezeichnet, der an Genauigkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Minutiös wird die gesamte politische Karriere von FJ Strauß (1915-88), die unmittelbar nach dem Krieg begann, nachgezeichnet, mit allen Facetten. Der Landespolitiker, der Bundestagsredner, Weltpolitiker (FJS war der erste hiesige Politiker, der in China offiziell empfagen wurde und u.a. Mao traf...). Ich lese das Buch mit Begeisterung - trotz seiner Länge wird mir nicht langweilig. In der Öffentlichkeit ist vor Allem das Bild des Berserkers präsent, der verbal über die Strenge schlug.  Daran ist einiges wahr, aber wahr ist auch, daß dieser unbändige Mann stets auch zur Versöhnung bereit war. Er war nicht nur dem Wortlaut nach Christ. Er wurde jahrzehntelang mit öffentlichen Haßbekundungen, Verleumdungen und boshaften Intrigen eingedeckt. Es gelang nicht, ihn zur Strecke zu bringen. Aber selbst mit seinem "Lieblings-Feind" Augstein (SPIEGEL-Hrsg.), der etliche Male sein Magazin nutzte, um den bayrischen Politiker heftigst zu attackieren und bloß zu stellen, trank Strauß auch schon mal Whiskey. Die permanenten Querelen gingen nicht spurlos an FJS vorüber. Er war ständig mit Verleumdungs- und Widerspruchsklagen befasst - bzw. ließ eine Anwaltskanzlei für sich arbeiten, die Jahrelang eine Pauschale von 36.000 DM erhielt. Also GELD - hatte Strauß. Reichlich. Natürlich versuchte man ihn auch über diese Schiene zu desavouieren. Biograf Horst Möller hat auch diesbezügich genau recherchiert. In keiner Phase konnten Strauß Widerrechtlichkeiten bei seinen Einnahmen nachgewiesen werden. Er hatte bedeutende Nebenein-nahmen durch Immobiliengeschäfte, als Testamentsvollstrecker u.a. - alles im legalen Rahmen. 


Er war ein "Arbeitstier", ein leidenschaftlicher Politiker, der keine Angst vor Gefühlen hatte und sie fast überall zum Ausdruck brachte - ohne Sachverhalte zu verzerren. Auch wenn er bisweilen über die Stränge schlug. Er war ein äußerst akribisch und genau planender Mann. °° Als Redner war er genial. Man soll mit dem Wörtchen "Genie" sparsam umgehen, gerade bei Politikern, aber auf den Redner Franz Josef Strauß trifft es m.E. zu. Er hielt in seinem Leben tausende von Reden, stets sachbezogen - und gleichzeitig unterhaltsam. Er bezog sein Publikum mit ein. Er brauchte kein Papier, von dem er ablas - er war in der Lage, aus dem Stegreif komplizierte Sachverhalte zu erklären, auf eine kontroverse Art, die eine seltene Professionalität hatte. 

Es gibt AfD-Fans, die meinen, Strauß würde heute ihre Partei wählen. Ich glaube das nicht. Natürlich würde Strauß die AfD ernst nehmen, auch als Konkurrenz für die CSU, aber er würde auch die Schwachstellen der AfD kennen und nennen. Er würde klar machen, daß die AfD aufgrund der katastrophalen Migrations-Politik der Regierung stark geworden ist - aber damit noch längst nicht in der Lage wäre, selber zu regieren; d.h.: Auf manchen Gebieten der Politik hat die AfD weder Erfahrung noch Kompetenz vorzuweisen. 
Aber das ist natürlich nur meine Interpretation.
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit Franz Josef Strauß auseinander zu setzen. Man kann auch von ihm lernen, eine Menge sogar - zB Politik ist ARBEIT. Tägliche Arbeit. FJ Strauß hat sich ständig weiterentwickelt, seine Kompetenz erweitert, sein ganzes Leben lang. Er hat sehr viel gelesen. 
Auch wenn das Buch von Möller sehr umfangreich ist: Ich kann es wärmstens empfehlen. 
                                                                                                                    °° Raimund Samson °°
                                                                                                                

Freitag, 16. März 2018

Wem nützt die Antifa ?

Zuletzt hörte ich bei den Montags-Demos mehrmals, die Antifa werde "bezahlt". Von "45 € pro Stunde und Person" war die Rede bzw. von "72 € pro Einsatz". Woher kommen die Gerüchte? Auf Facebook kursierten mal Kopien von Rechnungen; die Runde machte auch ein Plakat-Foto "Aus-zahlung für Antifa", befestigt neben einem Zelt linker Gegen-Demonstranten. Ich habe Sinn für Humor, lasse mich aber ungern ins Bockshorn jagen. Ich kann mir vorstellen, daß einzelne Kader aus DGB, die LINKE, Jusos u.ä. Geld bekommen für ihre Teilnahme an Kundgebungen - es ist für sie "Arbeitszeit". Daß jedoch pauschal Honorare fließen für Demos "gegen Rechts", glaube ich nicht. Wer mich eines Besseren belehren möchte, gerne. Bitte mit schlüssigen Beweisen.


Vor 40 Jahren war ich selber in dem Alter der heutigen "Antifaschisten". Ich war super-radikal, linksextrem, nahm in Hamburg an konspirativen Treffs u.ä. teil und brüllte wilde Parolen.
Meine politischen Motive waren eher zweitrangig, ich rückte sie jedoch in den Vordergrund. - Ich hatte persönliche Probleme, neigte zu Depressionen und suchte nach Gemeinschaft, Spaß, Sinn in radikalen linken Polit-Gruppen. "Links" zu sein war für mich Ausdruck von Intelligenz...
Die jetzige Situation ist anders als in den 70-ern, aber ich versuche, sie zu verstehen. Ich versuche auch zu kapieren, was durchgeknallte Demonstranten antreibt. Denn ich sehe Parallelen zu meiner damaligen Haltung.
Ich denke, daß etliche Krakeeler "gegen rechts" allen Ernstes glauben, daß ihnen auf der anderen Seite der Polizei-Absperrung Untermenschen gegenüber stehen, die man zu Recht als "Nazis", "Rassisten" etc niederbrüllen darf.
Dialoge oder Diskussionen mit diesen Leuten bringen nichts - ich habs versucht.
Die eigentlichen Nutznießer des linken Meinungs-Terrors sind die etablierten Parteien CDU, SPD, Grüne, LINKE ..., denn aufgrund der Gewalttätigkeit der "Antifa" trauen viele Bürger sich nicht zu den Kundgebungen.
Diese Leute sind Fußvolk des Establishments und verrichten m.E. die Drecksarbeit für Leute wie Hr. Maas, Ralf Stegner, Frau Kipping, Claudia Roth, ja selbst für Frau Merkel ... 
Die Repräsentanten des Systems wollen sich nicht die Hände schmutzig machen.
Wir sollten nicht über Zahlungen an einzelne Demonstranten streiten, sondern genau beobachten, wem die "Antifa" mit ihrem Terror zuarbeitet. Wir sollten analysieren, wer gewalttätige Übergriffe bagatellisiert, beschwichtigt oder komplett unter den Tisch kehrt. Hierbei spielen neben bestimmten Politikerinnen die GEZ-Medien und System-Presse eine entscheidende Rolle. 

     Und wir?
       Wir versuchen GEGENÖFFENTLICHKEIT zu schaffen. Auch wenn, u.a. mit Hilfe des NetzDG, versucht wird, Verwirrung zu stiften, Nachrichten zu unterdrücken und den Widerstand zu lähmen...
                                         Es gibt eine Menge zu lernen. 
                                                                                            
p.s. Ich fand einen sehr guten Beitrag zum Thema Finanzierung extremer Gruppierungen. Wir sehen, daß einseitig Millionen-Summen durch die Bundesregierung in den "Kampf gegen rechts" investiert werden. Zur Untersuchung bzw. Abwehr linker gewalttätiger Gruppen gibt es keine Fördergelder. Einen Beweis dafür, daß "Antifa"-Leute Honorare für die Teilnahme an Demos bekommen, fand ich nicht.  
                                                                                       °° RS °°      
 

Donnerstag, 8. März 2018

Lernen - trotz NetzDG

Das "NetzwerkDurchsetzungsGesetz", kurz NetzDG, entfaltet sich immer weiter in den "social media", sprich: Facebook, Twitter u.a. 
Ich werde auf facebook praktisch täglich damit konfrontiert, daß Beiträge von mir blockiert werden. Sie verwenden nicht das Wort "Zensur", sondern blockieren meine Beiträge als "Spam" (= Abfall). 


Im Dezember flog ich mindestens 5x, im Januar 8 x (am 5., 9., 12., 15., 19., 22., 25., 29.), im Februar 3 x (1., 5., 8.) bei FB raus - Begründung:  "Wir haben verdächtige Bewegungen in deinem Facebook-Konto festgestellt und es aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt.           Wahr-   scheinlich konnte dein Konto gehackt werden, weil dein Passwort auf einer Website eingegeben wurde, die wie Facebook aussieht. Diese Art des Angriffs ist als "Phishing" bekannt. Weitere Informationen erhältst du in unserem Hilfebereich.    In den nächsten Schritten begleiten wir dich durch eine Sicherheitskontrolle, damit dein Konto gesichert werden kann und du dich wieder dort anmelden kannst." -


Ich wurde aufgefordert, ein "Neues Paßwort" einzugeben. Manchmal ging das problemlos, manch-mal war mein neues Paßwort aber angeblich dem älteren "zu ähnlich" (selbst wenn es komplett an-ders war) und wurde nicht akzeptiert. Ich gab dann also noch ein andere Paßwort ein ... 2
Mit zur Sicherheitskontrolle gehörte das Löschen kürzlich gemachter "Gefällt mir"-Angaben, Beiträ-ge und Kommentare, die du nicht auf Facebook haben möchtest". Um diese Prozedur zu beschleu-nigen, klickte ich meistens "Alle auswählen" an.  3
16 x (seit ich anfing, mir Notizen zu machen) flog ich also raus - und entwickelt schließlich eine Routine darin, die Sicherheitskontrollen zu durchlaufen. Nach 5 Minuten konnte ich meist wieder weitermachen.
Nach dem 8.2. war dann Schluß mit diesem angeblichen oder tatsächlich "Phishing".
Ich kann es nicht beweisen, vermute aber, daß diese regelmäßige Prozedur von Leuten des NetzDG  verursacht wurde. Sie haben sich in Facebook eingenistet und wissen, was zu tun ist, um den jew. User (in diesem fall mich) mit vorübergehenden Rauswürfen zu nerven.
Die ist natürlich nur EINE Möglichkeit, einen User zu blockieren, aus dem Rhythmus zu bringen, wütend zu machen, zu verwirren. 
Den Maas-ianerinnen geht es m.E. vor allem darum, Verwirrung zu stiften und Kontakte von FB-Usern zu unterbinden, zu blockieren -- am besten gegeneinander auszuspielen.
Ich bin nicht unbedingt typisch für FB-User, von denen hunderttausende, wenn nicht Millionen in Deutschland durch das NetzDG teilweise zur Weißglut gebracht werden.
°°° Ich habe die Möglichkeit, auf meiner Google-Blogseite mit Posts über Blockieren, Zensieren u.ä. Aktivitäten des NetzDG aufmerksam zu machen. An mein Google-Konto kommen Maas Zöglinge icht heran - ich hoffe, das bleibt auch so. 

Ich fordere alle FB-User auf, die diesen Post lesen, TROTZ ALLER BEHINDERUNGEN und verständlichem ÄRGER bei FB zu bleiben.
Versucht zu verstehen, was hier vor sich geht.
FB ist gezwungen, aufgrund drastischer Strafandrohungen, das NetzDG gewähren zu lassen oder ihm teilweise sogar zuzuarbeiten --- Trotzdem bleibt es für mich eine kostbare Errungenschaft, auf FB weiter eigene Videos, Texte, Collagen u.ä. posten zu können.
    Auch in der Abwehr gegen ZENSUR und DENUNZIANTENTUM spielt KREATIVITÄT
     eine wichtige Rolle!! 
              Zumindest ich LERNE eine Menge aus diesen Querelen und Ärger. 
                                                                                                                                        °° RS °°



Montag, 16. Oktober 2017

6,2 % für die AfD


6,2 % für die AfD -nicht viel, aber auch nicht wirklich schlecht. Die Euphorie nach dem hervorragen-
den Ergebnis bei der BuTaWahl verfliegt allmählich. Alltag kehrt ein. Die AfD wird mehr und mehr ein Teil deutscher politischer Normalität - auch wenn die anderen Parteien sich verhalten, als befänden sie sich in einem Kindergarten. Niemand will im Bundestag neben der AfD sitzen... In Niedersachsen sind sie die kleinste Fraktion - aber auch die hat Aufgaben. Und kann lernen. MUSS lernen. Und der Öffentlichkeit zeigen, was echte, glaubwürdige Opposition ist. ° Diese AfD wird auch Fehler machen; bei IHR wartet die gesamte Journaille darauf, daß sie sich "selbst zerlegt". Die Medien legen jedes Wörtchen auf die Goldwaage, berichten mit Riesen-Schlagzeilen über Parteiaustritte, interne Grabenkämpfe u.ä. Dabei passiert bei der AfD nur, was es in jeder demokratischen Partei gibt. °° Die drängendsten Probleme sind in diesem Land nach meiner Einschätzung: a) sich verschärfende soziale Ungleichheit; die immer weiter auseinander klaffende "Schere zwischen arm und reich"; besondere Brisanz erhält das Problem durch den b) ungebremsten Zustrom von Bürgerkriegs- und Wirtschafts-Flüchtlingen, die gigantische Geld- und Arbeits-Ressourcen in Deutschland verschlingen. CDU, SPD, Grüne, die Linke beschwichtigen: "wir schaffen das".  Große, in die Millionen gehende Bevölkerungs-Gruppen fühlen sich übergangen bzw. an den Rand gedrängt. Wut und Empörung machen sich breit. Die Regierung und die ihr dienenden Mainstream-Medien "lösen" das Problem kurzerhand, indem sie den Gegnern der Asylpolitik das moralische Recht für Protest abspricht und sie zu "Pack", "Rassisten" und "Nazis" abstempelt. c) Deutschland wird zu einem Eldorado für Gesinnungsschnüffler und Denunzianten. Früher wurde Meinungs-Terror von den Nazis ausgeübt, später von den Machthabern in der DDR. Auch die heutigen Einschränkungen der Meinungsfreiheit kommen von links. Das sog. Netz-DG = Netzwerk-Durchsetzungs-Gesetz ist ein SPD-Produkt. Aber machen wir uns nichts vor: Die Kritik, die von anderen Parteien daran geübt wurde, hatte kaum mehr als Alibi-Charakter. 
Die beinahe stoische Ruhe, mit der die AfD tägliche Ausgrenzung, Anfeindungen, Verleumdungen, verbale und tätliche Angriffe uswusw wegsteckt, läßt sie immer stärker werden und über sich hinauswachsen. Wenn sie diese Gelassenheit beibehält und ihre weitere Entwicklung auch als LERNEN begreift, wird sie für immer mehr Bürger attraktiv. 
  wir werden sehn ...
                                     °° RS °°  

Sonntag, 31. Januar 2016

Linke Faschisten - 1975

                         
1974-75 war ich Mitglied der Hamburger "Schwarzen Hilfe", einer Gefangenen-Hilfsorganisation, die sowohl "politische" als auch "normale" unpolitische Häftlinge betreute. Als ich merkte, daß die SH eine Rekrutierungs-Gruppe für die RAF (Rote Armee Fraktion) wurde, trat ich aus. --- Es waren bei mir, aber auch bei vielen anderen Leuten aus der linken Ultra-scene, persönliche Motive, in die politische Extremismus-Szene zu gehen oder unterzutauchen. --- Jeder Mensch macht Fehler - und einige haben schwer dafür bezahlt. --- Ein Lebenskünstler lernt aus ALLEM, was ihm widerfährt. Auch aus eigenen und den Fehlern anderer ...
                                                                                 *RS* 

Mittwoch, 25. Februar 2015

Kochkurs mit Colin

                          
Eine in angenehmer Atmosphäre organisierte Veranstaltung.
Ich nahm als Assistent von Colin an dem "Kochkurs für Gesundes Essen" in den Räumen von "Leben mit Behinderung" teil.
                                     *RS"

Freitag, 20. Februar 2015

Ein ganzes Leben lang


Blühen - Lernen ein ganzes Leben lang - Gefällt mir - verändern - §§§ - Wilhelmsburg - feelfalt - TagebuchCollage - Zeichnung von Ingeborg und Anni -
                                                                                              *Raimund*

Donnerstag, 28. November 2013

Ist Glück lernbar?


Die Mittwoch-Ausgabe (27.11.) der MoPo enthält einen zweiseitigen Bericht über ein Schul-Projekt in Barmbek. „Wir lernen „Glück“ in der Schule“ lautet die Schlagzeile. Fotos zeigen einen nüchtern-besonnen dreinblickenden Abteilungsleiter sowie einige Schülerinnen, „glück-lich“ (?) lächelnd bzw. grinsend. Es gibt ein oder mehrere „Dankbarkeits“-Tagebücher, in die Kinder regelmäßig schreiben, in der ganzen Schule hängen an verschiedenen Stellen „selbstgemachte Abreißzettel“, auf denen Komplimente stehen. Diese Zettel werden von Schülern an Schüler weitergegeben, um ihnen eine Freude zu machen. Macht so etwas glücklich? Vorübergehend sicher, stelle ich mir vor, wer freut sich nicht über ein überraschendes Kompliment? Die MoPo zitiert den Abteilungsleiter Björn Lengwenus: „Die Schule bringt den Schülern alles bei. Nur nicht, wie man lebt. Das müssen wir ändern“. Hört sich gut an. Nur: „Glück“ zu lernen und/oder Lebenskunst ist nicht dasselbe. ** Das  Magazin „Hamburg macht Schule – Zeitschrift für Hamburger Lehrkräfte und Elternräte“ brachte bereits im April einen Bericht „Glück macht Schule – Unterricht für geglücktes Leben“. Danach gibt es das Unterrichtsfach „LebensArt“ bereits seit dem Herbst 2012 in der Barmbeker Stadtteilschule. Im Rahmen einer Schulreform wurde, entnehme ich dem Artikel, zum Schuljahr 2009/2010 eine „Didaktik der Lebenskunst“ implementiert. Auch das hört sich wiederum gut, sogar besser als „Schulfach Glück“. „LebensArt“ bzw. Lebenskunst würde bedeuten, das gesamte Leben zu sehen, also auch das nicht geglückte bzw. „unglückliche“. Um von dieser Sichtweise auf das GANZE die Perspektive und Lernziele u.a. auf Glücklichsein zu richten. *  Ich maße mir kein Urteil. Klar scheint mir zu sein, daß das gelingen eines LebensArt-Projektes den Lehrkräften einiges abverlangt. Hier ist Kreativität gefragt und, fast stärker noch, Empathie.  Es gibt LehrerInnen, die dazu begabt sind. Es gibt offenbar auch Schulleiter, die bereit sind, etwas auszuprobieren. Dem Artikel in „Hamburg macht Schule“ entnehme ich, daß es in der Hansestadt ein „Netzwerk“ zum „Unterrichtsfach Glück“ gebe, in dem insgesamt 5 Schulen ihre Erkenntnisse zum Thema austauschen. * * * „Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Schauen wir uns an, was passiert, wenn jungen Menschen zu ihrem Glück verholfen wird.  Vielleicht kann man die Kinder und Jugendlichen, die das Fach „LebensArt“ belegen, in fünf oder zehn Jahren fragen, ob und wieweit es ihnen half, im Leben tatsächlich glücklich zu sein (oder zu werden). * LebensKunst ist vielleicht das größte und kostbarste, das Mensch lernen kann.  RS
     

Dienstag, 30. Juli 2013

Paschzahl-Entschleunigung



Was heißt das: "Paschzahl-Entschleunigung"? :::: Die Organisatoren der Performances beziehen sich auf das Datum der Aktion. Die in dem Film gezeigten Szenen entstanden am 6.6. (Kiel) und 5.5. (Hamburg).  * Mir hat's Spaß gemacht, mitzuwirken. * Gewaltfreie Änderung der Gesellschaft. Bei sich selber anfangen. *Auf www.visionisten.de und auf der facebook-Seite von Bench Smith gibt es weitere Informationen ...  **RS**    

Freitag, 14. Dezember 2012

Thema Bloggen Matussek


Von der Harburger Bahnhofsinsel zurück zu einer öffentlichen Figur, einem Medien-Menschen und Schriftsteller, der seit einigen Jahren für Furore sorgt. Ich drückte in den vergangenen Wochen bereits ein paar Mal bei diesem Thema auf meine Senftube. Matthias Matussek  kreiiert/e auf und mit SPIE-GEL ONLINE ein eigenes Format als Video- Blogger. Er ist dauerpräsent im Fernsehen, Internet und in Printmedien. Mit seinen gefilmten Blogs setzt er Standards. Das ist höchst inter-essant. Ich finde spannend,  mich mit der persona und seinen rollenspielerisch in Szene gesetzten Botschaften ausein-ander- und zusammen zu setzen. Nicht nur wegen seinem Unterhaltungs-Wert, sondern auch weil es hier etwas zu lernen gibt. * In einem Beitrag gibt er 4 Kriterien für gelungenes Bloggen preis, nämlich: 1. Ein THEMA, 2. GOETHE/ SCHILLER, 3. INDISKRETION, 4. der EKLAT. Diese Auflistung ist eine Mischung aus ironischem Statement und ernst Gemeintem. Zumindest ein Thema dominiert alle Video-Blogs. Selbstverständlich gehören zum „erfolgreichen Bloggen“ nicht unbedingt Goethe und Schiller. Da es Matussek aber, so meine ich, um den spielerischen Umgang bzw. die Entlarvung eines altmodischen Bildungsbegriffs geht, führt er unsere Dichter- und Denker-Figuren an, baut sie in einige Blogs ein. Er tut dies auf höchst vergnügliche Art. Vielleicht sind Goethe und Schiller aber auch bereits passe für ihn, selbst wenn man die Videos im Internet noch findet. Die Indiskretion ist zweifellos wich-tig, denn natürlich interessiert sich der moderne Blog-Zuschauer, kolportiert Matussek,  eher für die Unterwäsche, die Shakespeare getragen haben mag, als dafür, daß irgendwo ein unbekanntes Sonett des Dramatikers entdeckt werden könnte. Womit M. Recht hat – wenn er von der Mehrheit der TV-Zuschauer ausgeht und nicht von der marginalen Gruppe der Shakespeare-Kenner. Für Eklats sorgt SPIEGEL-Online regelmäßig, zumindest für inszenierte, d.h. im Vorhinein abgesprochene und somit künstlich hervorgerufene. Was zweifellos legitim und „im Sinne der Erfinder“ ist. * Es kommt darauf an, Routine zu entwickeln, aber gleichzeitig nicht oder nicht zu sehr schablonenhaft zu werden. Mit dem Problem schlägt sich bekanntlich der große Altmeister der modernen, niveauvollen Fernseh-Unterhaltung herum: Harald Schmidt.  Man darf sich den Mann nicht zu oft ansehen. Je mehr Schablone ich gewahr werde, desto mehr bin ich enttäuscht.   *RS*