Kulturjournalismus, in Bildern denken, Gegenöffentlichkeit, Experiment, Schutzengel
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Samstag, 24. Januar 2015
Günter Abramowski -am fenster-
Wieder bastle ich rund um ein Gedicht von Günter Abramowski ein Filmchen ---
*RS*
Sonntag, 19. Mai 2013
Butendiek - Festival
Die drei Ateliergemeinschaften Fährstieg 4-6
veranstalteten vom 14. – 18. Mai „5 Tage Kunst, Aktion, Workshops, Musik und
Feierreiherei zwischen Diek un Stroom“ – in Hochdeutsch: es wurde
gebastelt, gefeiert, theoretisiert, „Kunst“ gemacht, Konzerte veranstaltet. Auf
der breiten Palette dessen, was wir für „kreativ“ halten, wurde einiges
geboten. Und zwar für Kopf und Bauch, Leib & Seele. Ich stieß am
dritten Tag auf das BUTENDIEK-Festival, Untertitel: „Bröckelnder Backstein nah am
Wasser gebaut“, womit die Topografie nicht schlecht umschrieben ist.
Ich durfte noch am Workshop „VIDEOART AND
PERFORMANCE (Praxis) teilnehmen, obschon ich den Theorie-Part zuvor
versäumte. Fünf Teilnehmer nahmen mit viel Spaß, unter heftigem Röcheln und konvulsivi-schen Zuckungen einige Takes auf zu einem Trash-Drehbuch mit dem Inhalt: Ego-Shooter metzelt vier Zombies nieder,
wird am Ende aber selber Zombie = Halbtoter. Der Schnitt am Laptop
funktionierte leider nicht, sodaß ich den Leser_innen keine Schnappschüsse vom
sensationellen acting bieten kann – aber wer weiß: das RIALTO-Kino bietet demnächst noch reichlich Gelegenheit, nach Behebung der technischen
Probleme den bösen Streifen der sensationslüsternen Masse vorzustellen. Auf der
Pro-gramm-Liste fanden sich neugierig machende Veranstaltungen wie KONTAKTIMPRO-WORK-SHOP,
DARKROOM-PERFORMANCE, INTERAKTION IM ÖFFENTLICHEN RAUM (wech-selweise in der
„Aula Fährschule“, in „Renees Zimmer & draußen“ bzw. als „Treffen im Hof“
ausge-wiesen), CAPTURE THE FLAG usw. Freitagabend traten einzelne Musiker_innen
und eine Band auf. Leider konnte ich die Veranstaltung „NICHT LANG
SCHNACKEN-KOPF ABHACKEN (was tun, wenn mensch sich wehren muss)“ in „Renees
Zimmer“ nicht besuchen. Abends hörte ich, daß außer dem Dozenten niemand kam –
eigentlich schade. Denn was Künstler tun, die angegriffen werden, interessiert
mich brennend und persönlich. Seit vielen Jahren trainiere ich auf diesem
Gebiet verschiedene Techniken und Taktiken, dabei schöpfe ich vor allem aus dem
reichen Fundus des Rollenspiels. * Mein Fazit: Überwiegend freundliche junge
Menschen öffneten ihre Ateliers für fünf Tage. Sie nannten dies nicht „Tage der Offenen Ateliers“, sondern Butendiek.
Die INTERAKTION IM ÖFFENTLICHEN RAUM am Freitagabend war kaum mehr als
gemeinsames halbschlaffes Abhängen. Oder sollte ich sagen: Immerhin ?!! **RS**
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