Posts mit dem Label Gerard Depardieu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gerard Depardieu werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 14. Januar 2015

Je suis Chablis

Der Mann weiß, wo's längs geht! ...

Das Foto fand ich auf der Facebook-Seite von Klaus Frings. 
Fans wissen, weshalb sie Gerard Depardieu lieben! ...
                                                                                                              **RS**
         

Samstag, 13. April 2013

Depardieu : "Ich verschwinde"

Am 8. Januar bloggte ich darüber, daß der Schauspieler Gerard Depardieu seine französische Staats-bürgerschaft zugunsten der russischen aufgab. Im Folgenden der (ins Deutsche übersetzte) Original-Wortlaut seines Schreibens (aus esspero # 75) an den frz. Premierminister Marc Ayrault: 
Ich verschwinde
Erbärmlich? Haben Sie "erbärmlich" gesagt? Das finde ich erbärmlich. Ich wurde 1948 geboren, angefangen zu arbeiten habe ich mit 14 Jahren, als Drucker, als Verpacker, dann als Schauspieler. Ich habe immer meine Steuern und Abgaben bezahlt, egal zu welchem Satz, unter allen Regierun-gen. Zu keinem Moment bin ich meinen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Die Historienfilme, an denen ich mitgewirkt habe, belegen meine Liebe zu Frankreich und seine Geschichte. Es gibt be-kanntere Persönlichkeiten als mich, die ihre Staatsbürgerschaft abgelegt oder unser Land verlassen haben. Für mich gibt es hier leider nichts mehr zu tun, aber ich werde weiter die Franzosen lieben und dieses Publikum, mit dem ich so viele Emotionen geteilt habe! Ich verschwinde, weil Sie glauben, daß Erfolg, Kreativität, Talent, im Grunde jede Abweichung sanktioniert werden sollte.
Ich verlange gar nicht, daß ich Zustimmung bekomme, aber ich könnte doch wenigstens respektiert werden. Niemand von denen, die Frankreich verlassen haben, ist so beleidigt worden wie ich. Ich muß mich nicht rechtfertigen für die Gründe meiner Entscheidung, sie sind zahlreich und privater Natur. Ich verschwinde, nachdem ich für das zu Ende gehende Jahr 85 Prozent Steuern auf mein Einkommen gezahlt habe. Aber ich bewahre mir den Geist jenes Frankreich, das schön war und, wie ich hoffe, bleiben wird. Ich gebe Ihnen meinen Pass zurück und meine Sozialverersicherungs-karte, die ich nie in Anspruch genommen habe. Wir haben nicht mehr dasselbe Vaterland, ich bin ein wahrer Europäer, ein Weltbürger, so wie es mir mein Vater immer beigebracht hat.
Was ich erbärmlich finde, ist die Versessenheit der Justiz im Falle meines Sohnes Guillaume, den die Richter, obwohl noch ein junger Bengel, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt haben wegen zwei Gramm Heroin, während so viele andere einer Haft entgingen, obwohl sie schlimmere Sachen ge-macht haben.
Ich werfe keinen Stein auf jene, die zu viel Cholesterin haben oder Bluthochdruck, die unter Diabetes leiden oder zu viel Alkohol trinken oder auf ihrem Moped einschlafen. Ich bin einer von ihnen, wie Ihre geliebten Medien  so oft wiederholen. Ich habe niemanden umgebracht und mir meines Wissens nichts zuschulden kommen lassen, ich habe in 45 Jahren 145 Millionen Euro an Steuern gezahlt, ich beschäftige 80 Mitarbeiter in Firmen, die ich gegründet habe und die von ihnen geführt werden.
Ich bin weder zu bemitleiden noch zu rühmen, aber das Wort "erbärmlich" lehne ich ab. Wer sind Sie, daß Sie so über mich urteilen, frage ich Sie, Herr Ayrault, Premierminister von Herrn Hollande, ich frage Sie: Wer sind Sie?
Trotz meiner Exzesse, meinem Appetit und meiner Liebe für das Leben bin ich ein freier Mensch, mein Herr, und ich werde höflich bleiben.
                                                                          mit besten Grüßen   

Donnerstag, 11. April 2013

Espero # 75


Die neue espero ist heraus. Die Vierteljahresschrift mit dem Untertitel Forum für libertäre Gesell-schafts- und Wirtschaftsordnung diskutiert Alternativen zu Währung und herrschendem Wirt-schafts-System, ist aber nicht so naiv, alles Derzeitige abzulehnen, durch das Etikett „links“ zu ersetzen und zu meinen, dann wird „alles gut“. Im Gegenteil. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen und jetzt nach Lösungen suchen, und dabei nicht auf mainstream und populistische Rezepte setzen. Die aktuelle Ausgabe enthält ein längeres Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Christoph Braunschweig. Der Mann, der u.a. ein Buch mit dem provokanten Titel „Die demokratische Krankheit“ veröffentlichte, fordert die Rückkehr zum alten Liberalismus der 50-er und 60-er Jahre. ** Weit ausholend polemisiert Musbe gegen Abgaben + vor allem jetzt gegen die neue Rundfunksteuer.  An dem Diskurs über Steuern beteiligen sich auch die Autoren Robert Nef, Christian Rode, John Zube, Edith Puster, Andreas Bangemann und Uwe Timm, der espero vor 20 Jahren gründete. * Einige Buch-Rezensionen + der Original-Wortlaut, mit dem der frz. Schauspieler Gerard Depardieu seine französische Staatsbürgerschaft abgab, runden den Inhalt dieser Ausgabe ab. Hinweise auf Websites wie www.dadaweb.de www.lexikon-der-anarchie.de und www.blibliothekderfreien.de deuten an, daß trotz des Bezugs zu Liberalen die Tendenz in eine radikalere Richtung geht.  * 48 S. A5, Einzelpreis 3,50 € (incl. Porto), Abo 14 e; Red: Uwe Timm, Wulmstorfer Moor 34 b, 21629 Neu Wulmstorf,   www.esperoversand.net   **RS**

Dienstag, 8. Januar 2013

Gratuliere, Depardieu!


+ noch ein großartiger Schauspieler sorgt für Schlagzeilen: Gerard Depardieu. Der Mann hat die Staatsbürgerschaft gewechselt. Der 64-jährige zahlte in Frankreich seit seinem 14. Lebensjahr rund 145 Millionen €uro Steuern (ZEIT). Und nun soll die Abgabe dort für sehr gut Verdienende, also auch ihn, auf 75 % angehoben werden. Erst versuchte Gerard in Belgien unterzukommen. Irgend-was klappte da nicht. Nun erklärte Präsident Putin GD per Dekret zum russischen Staatsbürger. Der neue Paß ist schon da. Depardieu ist happy. In Frankreich sind ein paar Leute sauer auf ihn. Weshalb eigentlich?  Weil er sich nicht länger melken lassen wollte? In Rußland zahlt er nur 13 (!) % Steuern. * Natürlich wird der Mann nun im Osten gefeiert. Ich sehe sein Vorgehen als kleinen Triumph der politischen Inkorrektheit.  Ob der BÄR die russische oder die frz. FAHNE flattern läßt – Hauptsache, er macht weiter gute Filme! *** Vielleicht dreht der Mann demnächst mit Eduard Limonow? In Rußland solls noch etliche kreative Intellektuelle und Künstler geben. Vielleicht setzt sich GP für die vorzeitige Entlassung von PUSSY RIOT ein? Wird er allerdings nicht gleich machen ...  *** Nationalisten aller Länder, vereinigt euch! Oder schlagt euch mit Fahnenstangen gegenseitig auf die Birne. *  1 biß-chen Spaß darf sein.   **RS**