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Donnerstag, 4. Mai 2017

AfD: Mülleimer und Sündenbock

                         
Natürlich ist die AfD nicht "an Allem schuld" - aber behandelt wird sie so. Wenn es um die "Alternative für Deutschland"-Partei geht, ist kein Tiefschlag tief, keine Ausgrenzung nachhaltig und keine Beleidigung bösartig genug. Jeder darf mal! Vor Allem unsere Eliten (unsere sog. "Eliten") aus Politik, Kirchen und Mainstream-Medien haben das größte Interesse daran, vor der AfD wir vor einer ansteckenden Krankheit zu warnen und jeden abzustrafen, der es wagen sollte, an der AfD etwas GUT zu finden ( siehe u.a. mein Video "ACHTUNG - Denunzianten": https://www.youtube.com/watch?v=AHxCPkpwKwE). 
Im Rahmen der großen Hatz auf die böse Partei werden auch Veranstaltungen mit religiöser Thematik instrumentalisiert, wie ich in Hamburg erleben durfte. 
                                                                                            °° RS °°

Samstag, 25. März 2017

Das große Instrumentalisieren

Immer wieder lese ich Artikel oder Zitate von Politikern, Künstlern u.a.,  nach Terroranschlägen, in denen der gegnerischen politischen Partei vorgeworfen wird, sie instrumentalisiere den Terror für ihre Zwecke. Dieser Vorgang, dem politischen Gegner "Instrumentalsieren" vorzuwerfen, hat sich mittlerweile verselbständigt, wurde zu einem Ritual. 
Ich meine, die an diesen überflüssigen Ritualen Beteiligten sollten Folgendes bedenken: Journalismus wie auch Politik beruhen zu einem erheblichen Teil darauf, Ereignisse, Stimmungen, Bedürfnisse von Menschen, selbst das Wetter usw usw d.h. bestimmte Informationen bestimmten Zwecke unterzuordnen, zB Meldungen zu verkaufen, für eine Partei oder politische Richtung zu werben, oder für ein Konzert, eine CD, ein Buch usw. 
 Reklame zu machen. Das ist Gang und Gebe, völlig normal, passiert jeden Tag und überall. 
Es betrifft nicht nur die "hohe" Politik, die "großen" Zeitungen und Magazine und TV-Sendungen, es betrifft alle und jeden. Bis hin zu facebook.
Indem ich diesen Text samt Grafik blogge, instrumentalisiere ich Google, um auf meiner Blogseite dieses mein Produkt zu veröffentlichen. Wenn es dann gesehen und gelesen wird, instrumentalisiere ich die Aufmerksamkeit meines Lesers-Leserin. Und das setzt sich fort bei facebook, denn dort kann ich den Artikel auch posten.
Praktisch die gesamte Kommunikation zwischen Menschen beruht auf einem gegenseitigen Instrumentalisieren. Ich habe die Möglichkeit, darauf zu antwortenb. Ich habe die Möglichkeit, mich zu entziehen. Habe ich diese Möglichkeit NICHT, befinde ich mich in einer Zwangslage --- bis hin zu Zwangslagen, in die ich gezielt gebracht werde, etwa durch Terror - auch wenn ich "nur" ein Zufallsopfer bin.
DASS auf Terroranschläge hin Artikel geschrieben werden, Videos gedreht, Presseerklärungen abgegeben, Statements von Politikern abgegeben werden (egal von welcher Partei) ist völlig normal. So ist nun mal die Gesellschaft, so läuft journalistisches, politisches und künstlerisches Business. Natürlich kann man hier differenzieren. Künstlerische Botschaften sind meist anders als politische Nachrichten. 
Aber im Prinzip geht es bei Allen um die Weitergabe von Informationen und Beanspruchung von Aufmerksamkeit. 
Danke werte Leserin, werter Leser, daß Du dies gelesen und dich somit von mir hast instrumentalisieren lassen.
                                                                                                                   °° RS °° 
                                     

Mittwoch, 27. Januar 2016

"instrumentalisieren" - Bla Bla Bla

Immer wieder erleben wir in der deutschen Politik, wenn ein besonders heikles oder brisantes Thema behandelt wird, daß vor "Instrumentalisierung" gewarnt oder dem politischen Gegner "Instrumentali-sierung" vorgeworfen wird. In diesem Fall geht es um Vergewaltigungsvorwürfe; das Opfer: Ein 13-jähriges russisches Mädchen. Es gab in Deutschland mehrere Demonstrationen - u.a. vor Flüchtlingsheimen. Sogar der russische Außenminister schaltete sich ein. 
Ein 13-jähriges Mädchen wird zum publizistischen und politischen Spielball. Die Situation ist weder neu noch ungewöhnlich. Bisher wurden noch kein Foto oder andere die jg. Russin identifizierende Informationen veröffentlicht - soweit funktioniert also in diesem Fall (!) die Wahrung der Priva-sphäre. 
Ansonsten: Der Vorfall ist selbstverständlich ein Politikum. Und daß der Fall von unterschiedlicher Seite auf unterschiedliche Weise instrumentalisiert wird, ist so normal wie alltäglich in Deutschland. 
Jeder instrumentalisiert jeden, irgendwie. 
                                                            Das ist Politik.                                 *RS*

 

Dienstag, 25. März 2014

IBA: nur noch Dienstleister ...

Offiziell ist die IBA (Internationale Bau-Ausstellung) beendet, sie macht aber weiter - unter anderen Rahmen-Bedingungen. Sie bleibt Projektentwickler für bestimmte Gebiete der Elb-Inseln: Teile von Georgswerder, die Gegend zwischen dem Assmann- und dem Jaffe-David-Kanal; die Dratelnstraße u.a. * Ulli Hellweg, IBA-Geschäftsführer, betonte, seine Einrichtung sei fortan nur noch "Dienst-leister". Während sich die IBA jahrelang massiv in die Kunst- und Kultur-Szene auf den Elb-Inseln einmischte, ganze Projekte und einzelne KünstlerInnen vor ihren Karren spannte, andere ausklammerte, hält sie sich diesbezüglich nun also zurück. Das ist begrüßenswert. *** Zumindest mich, aber auch einige Aktive des Wilhelmsburger Kunstbüro, hat die Entwicklung der letzten Jahre auf den Elb-Inseln durchgerüttelt. Der Ärger war extrem, aber wir haben auch daraus gelernt. Was wir uns am meisten gewünscht hätten, nämlich Solidarität und besondere Aufmerksamkeit seitens der linken kritischen Szene, passierte nicht. So wie die IBA uns bzw. mich vor ihren Karren spannte, um Punkte zu sammeln, instrumentalisierten mich später, als ich auf Distanz zur Bau-Ausstellung ging, IBA-Gegner (AKU u.a.) auf ihre Weise. Obwohl sie um die Ecke wohnten, kam keiner auf die Idee, mit mir bzw. uns eine inhaltliche Debatte zu führen. Unterm Strich bleibt für mich die Frage nach jahrelangem Hü und Hott, Demonstrieren, Pamphlete schreiben usw.: Was habt ihr, werte IBA-GegnerInnen, uns Künstlern und Kreativen zu bieten ?  ?  ?  ?  ?  ?  ?                

          
                                                                                                       *RS* 

Freitag, 14. September 2012

Sei kein Würstchen (2)

Thomas Kohlschmidt publizierte im Mai seine Polemiken, emotionalen Invektiven gegen das, was ihn in/an der Literatur-Szene stört. Ich postete darüber am 10.9.. Da auch ich über jahrzehntelange Erfahrungen mit der Lit-Szene verfüge, wenn auch nicht als Mitarbeiter eines größeren Verlags, greife ich das Thema hier ein zweites Mal auf. * Ich erlebte, neben den normalen Nicklichkeiten, kleineren Streitereien und den Fisematenten, die manche Lyriker, Autoren etc. drauf haben und mit denen sie idealistisch bzw. „ehrenamtlich“ Tätige nerven können, zwei Einbrüche in meiner Tätigkeit als Organisator-Protagonist der freien Literatur- bzw. Poetry-Szene. * Der eine geschah mir beim FSK = Freies Sender-Kombinat in Hamburg. Dort produzierte ich –Gründungsmitglied des Radiomacher-Zusammenschlusses- regelmäßig Radio-Sendungen, in denen ich mit anderen Kunstbüro'lern Lesungs-Mitschnitte brachte, Autoren, Galeristen etc. interviewte, Bücher und Zeitschriften vorstellte.  Etliche Jahre konnten wir diese Arbeit unbehelligt gestalten. Dann wurde eines Tages das Gerücht verbreitet, unsere Sendung („Radio Brisanz“) verbreite „sexistische Inhalte“ und „verharmlose den Faschismus“. Hinter diesen Gerüchten steckten Funktionäre, die auch beim FSK mitmachten, d.h. Leute, die selber keine Radio-Sendungen produzierten, aber wichtige Posten in Gremien einnahmen, um sich dort theoretisch zu profilieren und den Dirigierstab zu schwingen. Ich lud zu einem Treffen ein, um über die Vorwürfe zu diskutieren. Die Gerüchteverbreiter erschienen nicht. Sie sägten jedoch weiter an dem Ast, auf dem wir saßen. So traten wir schließlich aus dem FSK aus. *  Eine andere Geschichte berührte mich noch weitaus unangenehmer, sie war wie ein wuchtiger Tritt in meinen Unterleib. Ein Underground-Autor aus Asperg (bei Stuttgart) veröffentlichte in einer Underground-Postille aus Münster einen absolut ekelhaften, beleidigenden Artikel über mich, in dem ich als Nazi diffamiert wurde, der zu Phantasien von marschierenden BDM-Frauen onanierte und sich besoff. Nun kann man so etwas meinetwegen als „Literatur“ hinstellen, auch wenn sie viert- oder fünftklassig ist. Was mich kränkte, war jedoch nicht der Umstand, daß da jemand offenbar einen Haß auf mich hatte und einen Kanister Gift über mir ausschüttete - er nannte auch meinen Namen. Stärker wog, daß ich den Typen persönlich kannte, u.a. ein Interview mit ihm machte. Und für den ZS-Herausgeber hatte ich kurz zuvor eine Lesung in Wi-burg organisiert, außerdem hatte ich den Mann und sein Heft mehrfach im Radio vorgestellt und zudem Gedichte von ihm publiziert.  Solch eine Brut hatte ich mir quasi selber auf den Hals geladen. Der ZS-Hrsg. entschuldigte sich zwar, aber ich war zu keinem Dialog und zu weiterer Kooperation mehr bereit.  Ich musste einsehen: Ich hatte einen Fehler gemacht. Ich hatte mich viel zu offen auf Leute eingelassen, die mir aufgrund ihrer Underground-Attitüden eigentlich sympathisch waren. Mein Fehler, hier naiv gewesen zu sein. Die Folge war ein weitgehender Rückzug aus der Underground- bzw. social beat-Szene, zu deren Protagonisten ich zeitweilig gehörte. *  Was ich mit diesen Kurz-Anekdoten sagen möchte , ist: Es gibt eine „interessante“, „spannende“ Underground- Mini-Zeitschriften- oder wie immer man das nennen mag-SZENE, in der sehr lebendige, auf wackeligen Füßen stehende Projekte durchgeführt werden.  Nun gibt es Polit-Ideologen, die Künstler, Kreativität und Kultur vor ihren Karren spannen wollen. Dies war die Situation beim FSK. Und dann gibt es Leute, die als Künstler-Dichter leider so schwach sind, daß sie nur über die ideologische Schiene für Radau sorgen und Gegner niederhauen können. Aus beiden Erlebnissen habe ich Konsequenzen gezogen und mich weitgehend zurück gezogen. Für mein Arbeiten und Reflek-tieren war dies nur gut. Mir geht der Ruf voraus, sehr kritisch, ja streng zu sein.  Daran ist etwas Wahres. * Nein. Ein Würstchen möchte ich nicht sein. Wie es ist, von anderen gegrillt zu werden, weiß ich. Es gibt angenehmere Erlebnisse.  *R.S.*