Acht Jahre katholisches Jungen-Internat : Gaesdonck, mein Waterloo. Die größte Niederlage meines Lebens, psychologisch gesehen. Keine Zeit prägte mich negativer als die letzten Jahre dort. Mein Film erhebt keinen Anspruch auf Objektivität. Ich hoffe aber, daß meine Erzählung sowohl den Befür-wortern und Freunden dieser besonderen Art von Gemeinschaft etwas zu sagen hat, wie auch den Gegnern. *RS*
Kulturjournalismus, in Bildern denken, Gegenöffentlichkeit, Experiment, Schutzengel
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Samstag, 17. August 2013
Donnerstag, 6. September 2012
Der Witz ist gut!
Haben wir schon wieder Frühling - war am Montag der 1.
April? Im SPIEGEL las ich: „Erzieher sind die begehrtesten
Fachkräfte der Republik. Teure Werbekampagnen sollen mehr Männer in den Beruf
locken – bisher mit geringem Erfolg.“ Da
hat jemand eine Menge Humor – oder nein: „Republik“ mag ja angehen, aber hier
ist nicht diese deutsche Republik
gemeint, sondern eine andere. Vielleicht die österreichische? Oder
schweizerische? Erzieher begehrte Fachkräfte?? * Ich BIN Erzieher, gar Diplom-Pädagoge. Bin ich nicht hübsch genug? Oder zu alt? Oder
zu frech? Daß Erzieher die begehrtesten
Fachkräfte sind, muß ganz neu sein. Schließlich suchte ich jahrelang
händeringend eine Anstellung – auch in Kindergärten. Als Honorarkraft war ich
in verschiedenen tätig. Ich glaube, ich war zu gut. Zu anspruchsvoll. Ich
wollte mehr als nur einen „Job“.
Erzieher ist für mich nicht Beruf, sondern Beruf-ung. Das passt heute
doch nicht mehr, oder? * Einmal bekam
ich tatsächlich ein Angebot. In
Harburg. Von einem Kindergarten. Sie suchten einen Mitarbeiter. Die Bezahlung
sollte ca. 900 € brutto sein. Plus irgendwelche Zulagen. Für Vollzeit. Mit der
Chance auf evtl. spätere Festanstellung. 900 € brutto? Begehrt? Ich hätte trotzdem sogar
beinahe zugesagt. Die Kindergartenleiterin – oder war es ein
Kindertagesheim?- setzte mich jedoch unter Druck. Sie erwartete spätestens am
nächsten Tag meine Zusage. Angeblich gab
es noch andere Bewerber. * Ich freu mich ja, wenn ich begehrt bin. * Nee. Ich glaub’s
nicht. Der Artikel ist ein April-Scherz.
Wurde nur versehentlich in die Ausgabe am 3. September aufgenommen. Da will mir
jemand n X für’n U vormachen. Aber lachen ist ja gesund. Von daher ist es nicht mal schlecht, wenn im
Spiegel so ein doller Witz erzählt wird. 6.9.2012
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