Donnerstag, 6. September 2018

Anti-Merkel&Co-Demo HH-Gänsemarkt

Nach 5 Monaten Pause wurde erstmals wieder eine Kundgebung gegen die katastrophale Migrations-politik der Regierung organisiert. 
Treffpunkt war der Gänsemarkt. Ich war mit einem Freund verabredet - der aber nicht kam.
Dafür hatte ich zwischen Stephansplatz und Gänsemarkt die erste Begegnung mit einem Antifanten. "Kamera weg!" herrschte das unbekannte Wesen mich an. Ich hab ihn in meiner Collage verewigt   ...   Erkennt ihn jemand? ---


Am Stefansplatz dann POLIZEI POLIZEI POLIZEI.
    in schwarz 
         SCHWARZ    
                    ScHwArZ (einige wenige mit blauen Überziehern...)
                               später etliche
                         in voller Kampfmontur ---
              Es wimmelte nur so ...
       Auch Wasserwerfer standen bereit - dabei war es garnicht mehr sooooooooo heiß (immerhin schon der 5. September !!! - oke: ein warmer Spätsommer   ...)


Plötzlich kam mir eine Intuition:
         Ich "sah" mit einem Mal Soldaten, die Schokolade an Kinder verteilten ...
    Es war (noch) nicht echt, sondern ein Spiel --- Aber der Gedanke, daß in Hamburg Leute auf die Straße gehen, die Bürgerkrieg wollen, habe ich seit letztem Sommer immer wieder. Die Aufmärsche der sogenannten "Antifa" befördern diese Vorstellung in mir. Nicht nur angesichts der Bilder des randalierenden Mobs beim G20-Gipfel. Auch die verbalen wie körperlichen Attacken, die von "Antifa" ausgehen, wenn jemand es wagt -zB bei Anti-Merkel-Demos- öffentlich eine politisch NON korrekte Meinung zu äußern, bestärken mich in meiner Vermutung, daß bürgerkriegsähnliche Zustände angestrebt werden. 
     Zurück zur Veranstaltung am Mittwoch ...:

Zwischen 19 und 20 Uhr traten mehrere Rednerinnen vor das Publikum; eine Frau aus dem Ham-burger Orga-Team machte den Anfang, dann ergriff ein Mann aus Mecklenburg-Vorpommern das Wort, anschließend ein Herr aus Stuttgart, danach redeten eine Frau und ein Mann aus Mainz, von der dortigen Demo-Gruppe, und schließlicht ein Pegida-Vertreter aus Dresden. Er schlug vor, daß beim nächsten mal "jeder einen mitbringt" - "dann sind wir schon doppelt so viele". Und die Anzahl der Gegendemonstranten würde auf die Hälfte schrumpfen ... Die Anzahl der Kundgebungsteilnehme-rinnen an diesem Abend: ca. 200-250 ... - denen auf der Gegenseite bzw. ringsum ca. 5000 "Antifanten"+ Co. gegenüberstanden und brüllten, was das Zeug hielt - (Einschub: lt. Matthias Matussek in Jf 14.9. standen 187 Demonstranten 10.000 Gegendemonstranten gegenüber). Ich bin skeptisch, was die Steigerung der Teilnehmer-Zahlen betrifft. Die mediale Hetze ist unglaublich. Das Orga-Team wird pauschal als "rechtsextremistisch" verteufelt - und alle Kundgebungsteilnehmerinnen werden in die gleiche Ecke gestellt. Einen genauso großen Druck erfahren viele Anti-Merkel-Demonstrantinnen in ihrem privaten Umfeld. In den östlichen Bundesländern scheint dies, im Unterschied zu Hamburg, kein Problem zu sein. °°° Ich finde es unerträglich, wie in Hamburg die Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird. DESHALB ging ich zu der Veranstaltung. Ich bin persönlich betroffen als Künstler - siehe auch 
https://www.youtube.com/watch?v=hqG7VKzltEI      und
https://www.youtube.com/watch?v=AHxCPkpwKwE
--- Trotz eines Riesenaufgebots an Uniformierten gelang es zweimal einer Gruppe von sogenannten "Antifaschisten", zu den Anti-Merkel-Demonstranten vorzudringen.
  Hier zwei Momentaufnahmen:
     

Mein Vorschlag fürs nächste Mal: Nur ein oder zwei Rednerinnen von außerhalb einladen - statt-dessen mehr auf hiesige Demo-Teilnehmerinnen bauen. Es geht nicht um professionelles Rednertum, sondern darum, die Anonymität hier aufzubrechen und Strukturen zu kreieren, aus denen mehr entstehen kann.
An jedem ersten Mittwoch im Oktober, November und Dezember soll wieder demonstriert werden. Im Dezember am Dammtorbahnhof.
°°° Danke für die Aufmerksamkeit , lieber Leserinnen. Ich hoffe, ihr könnt mit meinen Informationen etwas anfangen. Naja, mir ist die Phantasie etwas durchgegangen, sorry - aber bei diesen sogenannten "Antifaschisten" vielleicht verständlich ...  ?? !
                                                                              mit kreativem Gruß
                                                                                       °° Raimund Samson °° 


Montag, 3. September 2018

Von FJ Strauß lernen ...

Am 3. Oktober jährt sich zum dreißigsten Mal der Todestag von Franz  Josef Strauß. Kein Politiker und Staatsmann polarisierte nach dem Krieg wie dieser Mann. Viele Politiker sind längst in Verges-senheit geraten - ganz anders ER ...


Meine Geschichte mit Strauß beginnt ca. 1977 in Hamburg. Wir, d.h. Teilnehmer eines linken Demonstrationszuges, marschierten im Schrittempo über den Jungfernstieg und brüllten Parolen. Eine davon war "Hätten sie Strauß abgetrieben, wär uns viel erspart geblieben!" Ich war mit Leuten vom KB (= Kommunistischer Bund) unterwegs. Strauß-Gegner waren wir alle - es gab in meinem Freundes- und Bekannten-Kreis nicht einen, der Strauß gelten ließ. Er war DER FEIND schlechthin. Ich brüllte alle von KB-Einpeitschern vorgegebenen Parolen mit - aber bei dieser blieb mir die Wut im Halse stecken. Ich war gegen den CSU-Mann, aber Abtreibung? - lehnte ich ab. Irgendwie war es peinlich. Ich wollte dazugehören - aber nicht um jeden Preis... Ich war schon damals gegen Abtreibung. So kam der erste Riß in meine linke Polit-Geschichte. Er führte jedoch nicht dazu, daß ich das Lager wechselt und mich "rechts" orientierte. Ich blieb "links", begann mich aber aus politischen Zusammenhängen heraus zu ziehen.
Mehr als 40 Jahre später, um manche Lebens-Erfahrung reicher, fange ich an, mich intensiv mit dem 1915 geborenen Politiker Franz Josef Strauß zu beschäftigen. Die Biografie von Horst Möller (2015) bietet dazu reichlich Gelegenheit. 


Auf mehr als 700 Seiten, zuzüglich 100 Seiten Anmerkungen, Stichwort- und Literaturverzeichnis wird von dem Geschichts-Professor Möller ein Lebenslauf nachgezeichnet, der an Genauigkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Minutiös wird die gesamte politische Karriere von FJ Strauß (1915-88), die unmittelbar nach dem Krieg begann, nachgezeichnet, mit allen Facetten. Der Landespolitiker, der Bundestagsredner, Weltpolitiker (FJS war der erste hiesige Politiker, der in China offiziell empfagen wurde und u.a. Mao traf...). Ich lese das Buch mit Begeisterung - trotz seiner Länge wird mir nicht langweilig. In der Öffentlichkeit ist vor Allem das Bild des Berserkers präsent, der verbal über die Strenge schlug.  Daran ist einiges wahr, aber wahr ist auch, daß dieser unbändige Mann stets auch zur Versöhnung bereit war. Er war nicht nur dem Wortlaut nach Christ. Er wurde jahrzehntelang mit öffentlichen Haßbekundungen, Verleumdungen und boshaften Intrigen eingedeckt. Es gelang nicht, ihn zur Strecke zu bringen. Aber selbst mit seinem "Lieblings-Feind" Augstein (SPIEGEL-Hrsg.), der etliche Male sein Magazin nutzte, um den bayrischen Politiker heftigst zu attackieren und bloß zu stellen, trank Strauß auch schon mal Whiskey. Die permanenten Querelen gingen nicht spurlos an FJS vorüber. Er war ständig mit Verleumdungs- und Widerspruchsklagen befasst - bzw. ließ eine Anwaltskanzlei für sich arbeiten, die Jahrelang eine Pauschale von 36.000 DM erhielt. Also GELD - hatte Strauß. Reichlich. Natürlich versuchte man ihn auch über diese Schiene zu desavouieren. Biograf Horst Möller hat auch diesbezügich genau recherchiert. In keiner Phase konnten Strauß Widerrechtlichkeiten bei seinen Einnahmen nachgewiesen werden. Er hatte bedeutende Nebenein-nahmen durch Immobiliengeschäfte, als Testamentsvollstrecker u.a. - alles im legalen Rahmen. 


Er war ein "Arbeitstier", ein leidenschaftlicher Politiker, der keine Angst vor Gefühlen hatte und sie fast überall zum Ausdruck brachte - ohne Sachverhalte zu verzerren. Auch wenn er bisweilen über die Stränge schlug. Er war ein äußerst akribisch und genau planender Mann. °° Als Redner war er genial. Man soll mit dem Wörtchen "Genie" sparsam umgehen, gerade bei Politikern, aber auf den Redner Franz Josef Strauß trifft es m.E. zu. Er hielt in seinem Leben tausende von Reden, stets sachbezogen - und gleichzeitig unterhaltsam. Er bezog sein Publikum mit ein. Er brauchte kein Papier, von dem er ablas - er war in der Lage, aus dem Stegreif komplizierte Sachverhalte zu erklären, auf eine kontroverse Art, die eine seltene Professionalität hatte. 

Es gibt AfD-Fans, die meinen, Strauß würde heute ihre Partei wählen. Ich glaube das nicht. Natürlich würde Strauß die AfD ernst nehmen, auch als Konkurrenz für die CSU, aber er würde auch die Schwachstellen der AfD kennen und nennen. Er würde klar machen, daß die AfD aufgrund der katastrophalen Migrations-Politik der Regierung stark geworden ist - aber damit noch längst nicht in der Lage wäre, selber zu regieren; d.h.: Auf manchen Gebieten der Politik hat die AfD weder Erfahrung noch Kompetenz vorzuweisen. 
Aber das ist natürlich nur meine Interpretation.
Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit Franz Josef Strauß auseinander zu setzen. Man kann auch von ihm lernen, eine Menge sogar - zB Politik ist ARBEIT. Tägliche Arbeit. FJ Strauß hat sich ständig weiterentwickelt, seine Kompetenz erweitert, sein ganzes Leben lang. Er hat sehr viel gelesen. 
Auch wenn das Buch von Möller sehr umfangreich ist: Ich kann es wärmstens empfehlen. 
                                                                                                                    °° Raimund Samson °°
                                                                                                                

Montag, 13. August 2018

Weichei JAN ULLRICH - oder Harter Kerl ?

Ich las alarmierende Meldungen über den einstigen Rad-Superstar Jan Ullrich: Erst die Verhaftung auf Mallorca, dann Auffälligkeiten in einem Frankfurter Hotel, wo der Ex-Champion eine Prostituierte gewürgt haben soll - unter Drogen- und Alkoholeinfluß. Die nächsten Stationen: Polizeigewahrsam, Psychiatrie, Entzugs-Klinik.


Jan Ullrich war jahrzehntelang erfolgreich - nicht nur als Sportler, sondern auch als Betrüger. Er führte nicht nur Vertragspartner, sondern Millionen TV-Zuschauer und Fans an der Nase herum. Es gelang ihm stets, Verdächtigungen wegen Dopings zu zerstreuen. Er fiel ab und zu auf, etwa durch einen schweren von ihm verursachten Auto-Unfall in der Schweiz (zwei Verletzte), schien sich aber jedesmal wieder in den Griff zu bekommen. 
Nun der totale Durchhänger. Ein Tiefpunkt toppt den nächsten. 
Ullrichs Behauptung "Ich leide an ADHS" (= Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) finde ich witzig, ist aber m.E. eine Ausrede. Wenn dem echt so wäre, zöge er am besten in die kana-dische Wildnis, um als Holzfäller zu malochen und von seiner Störung herunter zu kommen. Energie hat er offenbar noch jede Menge. Wie kann sie zu positiver Energie werden? Gut könnte auch ein Aufenthalt in einem buddhistischen oder christlichen Kloster sein, um zu Ruhe und sich selbst zu finden. Er würde Unkraut jäten, Kartoffeln ernten oder in der Bäckerei arbeiten. Er könnte die Aufmerksamkeit bekommen, die ihm gut tut, nämlich: Möglichst wenig!... Der ehemalige Super-Star würde Bescheidenheit lernen. Eine feine Sache. Demut wäre vielleicht noch besser.

Alkohol- und Drogen-Konsum sind nur Symptome. Die wahren Schwierigkeiten des Jan Ullrich bestehen m.E. darin, daß er ein Riesen-Problem mit seiner Glaubwürdigkeit hat. Von Haus aus ist er ein offener Typ, den man leicht sympathisch findet und der bei Frauen gut ankommt. Aber wenn die ersten Sympathien und Verliebtheit verflogen sind, fragt sich mancher: Wer ist dieser Typ eigentlich WIRKLICH? Was steckt HINTER seiner Fassade? Denn jeder weiß, daß der smarte, lächelnde, Nettigkeit ausstrahlende Ullrich auch ganz anders kann ...
Jetzt ist der nette Jan Ullrich vor "Nettigkeit" geradezu explodiert....
Die sympathische Fassade hat tiefe Risse bekommen, jetzt geht es ans "Eingemachte".
Nun kommt es auf die Substanz an; es zeigt sich der Charakter des Menschen. 
Ich habe Jan Ullrich einst bewundert. Wann immer ich konnte, sah ich mir seine Rennen im TV an. 1997 legte ich meinen Urlaub extra so, daß ich bei der Tour de France möglichst viele Etappen live im Fernsehen verfolgen konnte. 
Einige Jahre später stellte sich heraus, nach und nach, "tröpfchenweise" sozusagen, daß beim Sonnyboy wohl doch nicht alles mit rechten Dingen zuging. "Reinen Tisch" machte er aber nicht. Stets hatte er Ausreden und mogelte sich durch. Er konnte sich darauf verlassen, daß für ihn, gerade als "Person des Öffentlichen Lebens", die Unschuldsvermutung gilt: "in dubio pro reo" - "Im Zweifel für den Angeklagten".
Damit könnte nun Schluß sein. Wenn - ja WENN Jan Ullrich tatsächlich "reinen Tisch" machen will. 
Ich bin da nicht sicher.
Eines weiß ich: Alkohol- und Drogenprobleme haben Millionen Menschen. Bei den meisten aber "kräht kein Hahn danach", ob sie "die Kurve kriegen" oder elendig verrecken.
In gewisser Weise ist Ullrich ein Opfer des Doping-Systems der DDR. Er wurde groß mit Tricksereien, die von höchster staatlicher Stelle gebilligt wurden. Wie könnte dieser Mann aus seiner Opfer-Rolle heraus in eine andere hineinwachsen, in der er Menschen mit ähnlichen Problemen Mut machen und beherzigenswerte Anregungen geben könnte? 
Jan Ullrich verdient kein Mitleid - es reicht schon, wenn er selber leidet und andere angreift. Er müsste, durch erfahrene Therapeuten-Menschenkenner, knallhart mit sich selber konfrontiert werden; "ohne Wenn und Aber" müssten ihm seine Aggressivität, Tricksereien und Ausreden aufgezeigt werden.
       So ein Erkenntnis- und Heilungsprozeß geht über Jahrzehnte - bis zum Lebensende.
             Damit wünsche ich J.U. viel Erfolg.  
                                                                            °° RS °°

Mittwoch, 1. August 2018

"Rentner in Angst"? - NEIN DANKE!

Ich bin seit 3 oder 4 Jahren ein regelmäßiger und meist begeisterter Leser von COMPACT, Untertitel "Magazin für Souveränität". Die neue Ausgabe vom August 2018 gefällt mir nicht. 
Headliner ist diesmal "Rentner in Angst". Auf 14 Seiten,  in insgesamt 5 Artikeln, wird mächtig auf die Tränendrüsen gedrückt und Stimmung gemacht. Die Beiträge sind gut recherchiert, eloquent und politisch radikal. UND? Ich bin selber Rentner, seit knapp einem Jahr; meine Rente wurde gerade auf 308 € erhöht. Eine umgewandelte Lebensversicherung bringt mir nochmal ca. 150 €. Das reicht nicht zum Leben - schon die Miete beträgt 600 € incl. UND? Ich arbeite weiter, um über die Runden zu kommen. Na klaro bin ich unzufrieden ... Andererseits habe ich meine Situation selbst mitver-schuldet, indem ich die Warnungen meines Vaters, "an die Rente zu denken", in den Wind schlug. Mir war wichtiger, als Künstler zu leben, mehr als 10 Jahre lang finanzierte ich sogar meinen Lebensunterhalt mit eigener Kunst. Ich zog nämlich als Puppenspieler mit eigenen Figuren und eigenen Stücken über die Lande. Darauf bin ich heute noch ein bißchen stolz.


Sicher ist die Situation vieler Rentner-innen alles andere als rosig. Trotzdem finde ich es falsch, hys-terisch auf die "Altersarmut"-Hupe zu drücken. Denn erstens geht's nicht allen Rentnern NUR schlecht -auch denen, die zu wenig Geld haben. Zweitens fehlen mir in dem Heft Mut machende Hinweise, Beispiele von Rentnerinnen, die ihren Alltag meistern und, wenn sie schon nicht jeden Tag genießen, doch etwas aus ihrem Leben machen. Und genau darauf kommt es an. Die Quintessenz, die ich aus allen 5 Artikeln ziehe, lautet: Es ist zu wenig Geld da. UND? Blablabla ... Irgendwie armselig ... Meinetwegen politisch radikal - aber auch total unfruchtbar. Das weiß doch die letzte Kirchenmaus, daß die Lage vieler alter Menschen prekär ist. °° 
Was MICH an dieser in Chaos versinkenden Gesellschaft besonders stört, ist der Mangel an RESPEKT, der mir als älter Werdendem entgegen gebracht wird. Und die AfD? Ich blogge beinah täglich positiv über sie. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, daß sie das Problem im Sinne der Rentner-innen lösen wird. Hat auch die AfD hier nur eines im Auge: mehr GELD? Ich befürchte es fast.
Im Folgenden ein Beispiel dafür, wie man ohne Panikmache und Hysterie das Thema Älterwerden gestalten kann. Souveränität, um mal dieses nette Wörtchen zu verwenden, sollte auch im Alter nicht aufhören. Von Peter Schütt gibt's darüber einen sehr guten Text: "Mein Pro-Aging-Manifest". Gelassen erzählt., anregend, ohne jede Panikmache ...
                                                                      °° Raimund Samson, "Rentner" °°

Freitag, 27. Juli 2018

2einhalb Jahre Auftrittsverbot im Atelierhaus 23

Seit 1988 betreibe ich in Hamburg-Wilhelmsburg als Stadtteilkünstler Projekte: Organisierte Le-sungen und Ausstellungen, gab Zeitschriften und Anthologien heraus. Mehr als 10 Jahre lang moderierte ich Radio-Sendungen und stellte Autorinnen, Galeristen, Maler, Zeitschriften, Musiker und andere Krea-tive und Projekte vor. Meine Initiative, das "Wilhelmsburger Kunstbüro", bestand aus rund 20 Leuten. Wir finanzierten fast alles selber; staatliche Unterstützung bekamen wir so gut wie nie.
Ab 2006 gab es einen tiefgehenden Umbruch in Wilhelmsburg, als die IBA (Internationale Bau-Ausstellung) sich massiv in die Stadtteilkultur einmischte. Sie puschte mit viel Geld Projekte, baute Konkurrenzen auf. Sie glaubte, mit Geld alles kaufen zu können - vor Allem Kreative. Bei vielen lag sie damit goldrichtig ...
                      
Im Fahrwasser der IBA setzten knallharte Verdrängungs-Prozesse ein, welche die gesamte Bevölke-rungs-Struktur betrafen und durch die auch langjährige Bewohner und Kreative unter Druck gerieten.
Vor Allem Studenten und Schüler profitierten davon.
Ich verstand mich selber als "links" - hatte aber den Anspruch, als Stadtteilkünstler alle Menschen zu erreichen, egal welchen Alters, welcher Nation, Hautfarbe, welcher politischen Meinung - egal ob "rechts" oder "links". Kunst steht für mich über politischer Ideologie.
Mitte November 2015 bekam ich "Auftrittsverbot" im Wilhelmsburger Atelierhaus 23, einem von der IBA umgebauten und finanzierten Gebäude-Komplex, in welchem mehr als 40 Ateliers unterge-bracht sind. Mein Verbrechen: Ich hatte gewagt, mich im Internet positiv über AfD und Pegida zu äu-ßern.
In dem Video erzähle ich von meiner Arbeit und den sich verschärfenden Querelen mit Linksradika-len, die Meinungs-Terror gegen politisch Andersdenkende entfachen, um die gesamte Situation zu eskalieren. Für sie sind Kreative offenbar "nützliche Idioten", die man solange gewähren lässt, wie sie ihre Kunst an den Regeln der "Political Correctness" orientieren. Wagen sie es jedoch, nach eigenen Vorstellungen zu arbeiten, werden sie ausgegrenzt. 
Es gibt in diesem Land immer mehr Opfer von Meinungs-Terror und Mobbing wegen mißliebiger politischer Haltung. Diesen Menschen, die Ausgrenzung und Denunziation teilweise hilflos ausge-liefert sind, widme ich mein Video
Ich danke Eva, Manfred, Thomas und Dietmar für ihre Unterstützung. 
                                                                               °° RS °° 
p.s. Auf dieser Blogseite findet der Interessierte unter der Rubrik "Gentrifizierung" 125 Posts, die sich mit den hier angerissenen Themen und soziokulturellen Problemen befassen ... 

Mittwoch, 18. Juli 2018

Deutsche Justiz gegen Deutsche - oder: Mit Kanonen auf ...

Am 11.7. hatte ich eine Verhandlung vor dem Sozialgericht Hamburg. Schon zum 31.5. war ich vorgeladen worden mit Androhung von "Ordnungsgeld bis zu 1000 €" bei Nichterscheinen. Da ich aufgrund meiner Arbeit unabkömmlich war, wurde der Termin verschoben. Dazu brauchte es ZWEI Briefe - einmal mit einer Erklärung meines Chefs; dann, als diese noch nicht ausreichte (!!), mit einem zweiten Schreiben und Hinweis auf eine weitere mir vorgesetzte Person. 

Am 11. Juli war es soweit.
In Zimmer 207 saßen eine Richterin und zwei Beisitzer; es kam eine Vertreterin der Hamburger Arbeitsagentur hinzu.  Ich war mit einem Zeugen anwesend. 
Es ging um zwei Rück-Forderungen der Arbeitsagentur Hamburg bzw. des Job-Centers Wilhelmsburg aus 2013 (!), gegen die ich seit mehr als fünf (5) Jahren klage. 
Bei dem Streitfall mit dem A-Amt Hamburg ging es um 27 (siebenundzwanzig) bzw. 9 (neun) €. Die A-Agentur forderte von mir 27 € für 2013 zu viel Alo-Geld - ich war der Ansicht, ihr stünden nur 9 € zu. 
Bei der anderen Forderung ging es um 695,97 € - aus dem ersten Halbjahr 2013. Mir war seinerzeit, obschon nicht mehr leistungsbezugs-berechtigt, 4 Monate lang weiter Geld überwiesen worden, insgesamt 1837,37 €. Diese Summe zahlte ich unaufgefordert jeweils kurz nach Erhalt zurück - insgesamt 1840,37 (also versehentlich 3 € zu viel). Dies alles belegte ich dem Jobcenter bereits im Frühjahr/Sommer 2013 mit Bank-Belegen. Alles "wasserdicht" und überprüfbar.
Auch dem Gericht lagen diese Unterlagen seit ca. 5 Jahren vor.

  
Bereits am 17. April 2013 (!) forderte das Wilhelmsburger Job-Center von mir 2125,88 € angeblich zu viel gezahlter Leistungen für Jan-April 2013 zurück. Diese Summe wurde erst auf 2096,48 € und danach weiter reduziert, bis auf zuletzt 695,97 €.
Im März 2016, also vor gut 2 Jahren, kamen beide Fälle vor dem Sozialgericht zur Sprache. Ich versicherte, die kleinere Summe sofort zu bezahlen. Es gab aber kein Urteil in dieser Sache.
Wegen der größeren Summe war in der Verhandlung 2016 eine Vertreterin des Wilhelmsburger Job-Centers anwesend. Das Gericht stellte fest, daß die vorhandenen Unterlagen nicht ausreichten, um die Berechtigung der Forderung von 685,97 € festzustellen. Die Dame versprach daraufhin, Akten-studium zu betreiben, um die Forderungen noch einmal zu prüfen. Des Weiteren versprach sie, mich zu informieren und mir die Möglichkeit zu verschaffen, selber diese Akten zu prüfen. 
Nichts geschah. Weder wurde ich angerufen oder schriftlich verständigt, noch wurden vom Job-Center Wilhelmsburg irgendwelche Informationen an das Sozialgericht geschickt.

Am 19. Dezember 2017 schrieb mir die Bundesagentur für Arbeit (wo es um die Forderung von 27 bzw. 9 € ging): "nach Durchsicht der Unterlagen, möchte ich ihnen mitteilen, daß die Forderung, gegen die Sie Klage erhoben haben, bereits getilgt ist". 
Dieses Schreiben stimmte mich hoffnungsvoll, daß es in der Verhandlung am 11.7. nun um die größere Summe gehen werde ...
Weit gefehlt!!
Die größere Sache wurde garnicht erwähnt und als ein Fall abgetan, der mit dem nun zu verhandelnden nichts zu tun habe.
Es wurde festgestellt, daß die strittige Forderung der Arbeitsagentur (9 bzw. 27 €) bereits getilgt sei - was mir eben diese Agentur bereits am 19.12.2017 mitgeteilt hatte !!!
Um also festzustellen, daß eine "bereits getilgte" Forderung nicht verhandelt zu werden braucht, wurde mit großem Aufwand eine Sozialgerichtsverhandlung einberufen.
Was KOSTET so eine Verhandlung? 
Ist das nicht Verschwendung von Steuergeldern?
Ich war von dem Verlauf der Verhandlung total überrascht. Und bin froh, einen Zeugen mitgebracht zu haben - sonst würde ich womöglich glauben, daß ich das Ganze nur geträumt habe. 
   Der Pferdefuß bei der ganzen Sache: Ich werde von einer Inkassogesellschaft der Arbeitsagentur, die in Recklinghausen ansässig ist, massiv unter Druck gesetzt, endlich die 695,97 € zu bezahlen. Siehe die Auflistungen oben.
°°° Inzwischen bin ich dem SoVD beigetreten, dem "Sozialverband Deutschlands". Gegen einen monatlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 6 € werde ich beraten. Das erste Gespräch verlief aus meiner Sicht gut. Wenn die Inkasso-Gesellschaft wieder ihre Geschütze auffährt, werde ich mich erneut an den SoVD wenden, um Unterstützung zu bekommen ... 
°° Man liest immer, unsere Gerichte seien überlastet. Wir, die Bürger, werden aufgefordert, Justitia nicht übermäßig zu strapazieren. 
In meinem Fall wurde eine völlig überflüssige Verhandlung durchgeführt. Arbeitsagentur und Sozial-gerichtlich kooperierten einvernehmlich.
            Naja, diese Leute werden DAFÜR bezahlt ... Ich muß mich -seit 5 Jahren- in meiner kostba-ren Freizeit mit dem Kram herumschlagen ... 
                                                                                                                                   °° RS °°                                                  




Dienstag, 10. Juli 2018

GRÜNE? - Nein danke!

In Hamburg entstanden die Grünen in den 70-ern aus BI's (Bürger-Initiativen) gegen Atomkraft-werke. 1978 wurde eine vom KB (Kommunistischer Bund) dominierte "Bunte Liste - Wehrt Euch" (BL) gegründet. Die BL erreichte bei den Hamburg-Wahlen 1978 insgesamt 3,4 %. Mit 2 Abge-ordneten gelang ihr sogar der Sprung in die Bezirksversammlung von Eimsbüttel.
1976 und 1977 war ich in den "BI's gegen Atomkraftwerke" von St. Pauli und Steilshoop aktiv. Danach blieb ich, wenn auch nicht mehr aktiv, viele Jahre Anhänger und Wähler der Alternativen bzw. Grünen - auch, weil sie sich pazifistisch positionierten. Sie waren stark in der Friedensbewe-gung verankert. 
Aus den "Bunten" und "Alternativen" (AL-Alternative Liste) wurde später die Grün-Alternative Liste (GAL), die 1982 mit 7,7 % in das Hamburger Landesparlament einzogen. 

"In den 1980er Jahren standen die Grünen der NATO-Mitgliedschaft Deutschlands ablehnend gegenüber." (Wikipedia) Sie waren maßgeblich am Protesten gegen die Lagerung von Atomwaffen in der BRD beteiligt. Ihre damalige Galionsfigur war Petra Kelly, die 1992 von ihrem Lebensgefährten ermordet wurde. Mit dem Balkan-Krieg gaben die Grünen nach und nach pazifistische Positionen auf. Vorreiter dabei waren Joachka Fischer und Daniel Cohn-Bendit. Die sogenannten "Realos" setzten sich endgültig gegen die "Fundamentalisten" durch. 
Heute sind die Grünen für mich eine Mischung aus Kindergarten, politisch korrekten Sozial-Tanten, Bürohengsten mit Blümchen auf der Fensterbank und hypermoralischen Oberlehrerinnen. Sie scheinen allesamt vergessen zu haben, was eigenständiges Denken ist.
                                                                                         Collage und Text: °° Raimund Samson °° 


 

Donnerstag, 5. Juli 2018

Horst Seehofer, Schachspieler

Ärgern Sie sich über CSU-Innenminister Seehofer, weil er immer wieder Kompromisse eingeht ? 


Dem Innenminister wird politische, ja Charakterschwäche unterstellt. Wenn wir so argumentieren, ignorieren wir, wie Politik funktioniert.
       Berechnet Seehofer die Situation falsch?
              Ich glaube kaum.
Auf jeden Fall belebt der Mann mit seiner Renitenz die bundesrepublikanische Politik. 
  Ich wünsche ihm Erfolg gegen Angela Merkel. 
    Wie das Match enden wird - ob es überhaupt in absehbarer Zeit zum Finale kommt - wissen wir nicht.
                          Schach ist Wissenschaft.
                                                       Politik auch ... 
                                                                                     °° RS °°

Dienstag, 3. Juli 2018

Selfie mit Donald Trump

Bei COMPACT, "Magazin für Souveränität", erschien im letzten Jahr "Krieg und Frieden", Un-tertitel "Donald Trumps Reden: Erstmals auf Deutsch". Die reich bebilderten 124 Seiten enthalten "Seine großen Reden" (insgesamt 14) plus "Ein Leben in Zitaten".


Donald Trump kommt hemdsärmelig daher. Das macht ihn mir sympathisch. Er wirkt "volksnah". Ich stelle mir vor, er tritt aus einem Saloon und kurz darauf ans Rednerpult an einem marketplace. Er verkündet "America first!" Cool. Der Saloon gehört IHM. Die Stadt auch großenteils. Trump spricht immer aus dem Bauch heraus - so scheint es zumindest. Natürlich hat er Berater, natürlich macht er sich Gedanken... Er vertraut aber mehr auf seinen Instinkt als auf wer-weiß-wie-komplizierte politische Theorien. Donald Trump liest nicht Immanuel Kant oder Karl Marx - er liest die Augen seiner Mitarbeiter und Vertrauten und entscheidet, ob er ihnen vertrauen kann oder nicht. Dieser Präsident hat nichts zu verlieren - aber eine Menge zu gewinnen. Geld hat er eh genug - aber poli-tische Erfahrung wenig. Das weckt Neugier. Wenn er durch Geld nicht korrumpierbar ist, vielleicht ist er's durch andere Dinge? Er will geliebt werden - wer wollte das nicht.. Er will noch mehr: Ein sehr sehr guter Präsident sein. Seine Aussagen sind klar, geradeaus. Er schielt nicht nach literarischen Preisen oder Lorbeeren. Dabei hat er einige Qualitäten, die ich "künstlerisch" nenne. Da ist der erwähnte Hang zur Selbstdarstellung; da sind kleine und größere Überraschungen, die er aus dem Ärmel holt - auch um Gegnerinnen zu ärgern. Er nimmt fast alles persönlich - das macht ihn zu einem unterhaltsamen Menschen. Auch zu einem gefährlichen. Ich kann mich an keinen amerikanischen Präsidenten erinnern, der so viel Gefühl zeigte wie D.T. Sein Minenspiel ist pittoresk. Er gibt sich robust, ja trampelhaft - dabei ist er durchaus empfindlich. SEHR empfindlich sogar. 
Ich freue mich bis heute, daß ER Präsident der USA wurde, und nicht Hillary Clinton.
Selbstverständlich muß bei einem Mann, der mit so viel MACHT und Einfluß ausgestattet ist, genau hingeschaut und hingehört werden. Meine Gretchenfrage lautet: Wie hält Donald Trump es mit dem Frieden - WELTFRIEDEN? 
Der viel zu früh verstorbene Künstler Wolf Vostell (1932-1998) formulierte 1982 diesen Satz:


Vor einigen Wochen gelang Donald Trump ein großer Coup: Er traf den Nordkoreaner Kim und handelte mit ihm ein Abkommen über nukleare Bewaffnung aus. Damit rückte er die Angst um einen möglichen Atomkrieg ein Stück weg. Jedoch ließ er die US-Luftwaffe Angriffe auf iranische Stellungen in Syrien fliegen und canzelte die Verträge mit dem Iran. 
Ich hoffe, unsere deutschen Politikerinnen lernen den Mann zu respektieren. Auch wenn klar ist, daß dieser amerikanische Präsident kein Freund der EU ist und werden wird. Deutsche SPD- und Grünen-Politikerinnen äußern sich über Donald Trump oftmals herablassend und arrogant. Auch wenn er Fehler macht: Respekt hat der Mann verdient. 
                 °° RS °°

in dem ewigen Traum

Pierre Louys (1870-1925), Lyriker und Romanschriftsteller, schrieb 1890/91 an Paul Valery (1871- 1945): "Schreiben Sie weiter, versuchen Sie, sich ganz der Realität zu entziehen, die Sie gefangen-



hält" ... "und lassen Sie das so gräßliche stoffliche äußerliche Leben in dem ewigen Traum aufgehen, der das wahre Leben ist, das einzige, das zu leben uns Lust bereitet ..."  Zitat aus "Paul Valery - Die Biographie" von Denis Bertholet, S. 89
                                                                    Zeichnung: Raimund Samson (Buntstifte, Wasserfarben)
                                 °° RS °°

Die Tendenz stimmt

°° Da Facebook(NetzDG) das Posten des alten Blogs "die AfD als Volkspartei" blockierte, habe ich einen neuen Post mit altem Text, aber neuer Überschrift angelegt. Auch die Collage habe ich leicht verändert. Das Wort "sozialdemokratischen" ersetzte ich durch "aufrecht Konser-vativen". Und zwei Erdbeer-Daumen fügte ich hinzu ... °°
Im Zusammenhang mit dem Niedergang der SPD las ich, daß es jetzt an der AfD liege, zur neuen Volkspartei zu werden. Ich finde diese Idee gut. 
Unter einer Volkspartei verstehe ich eine politische Vereinigung, in der unterschiedliche Positionen unter einem Dach zusammengefasst sind. Eine Volkspartei sollte "rechte" wie "linke" Strömungen umfassen, libereale wie konservative. Auf die Unterschiedlichkeit kommt es mit an - und gleichzeitig darauf, daß diese unterschiedlichen Positionen sich nicht bekämpfen, sondern, mit Vorbehalten, sich gegenseitig respektieren, einsehen, daß gerade in der Zusammenführung und im Diskurs radikal-demokratischer wie auch autoritärer Standpunkte eine große Chance und Kraft liegen kann. 
Selbstverständlich wird die AfD auch in Zukunft, egal was sie tut, Abwehr, Ausgrenzung, Anfein-dungen usw. erleben. Bisher geht sie damit bravourös um. Sie lässt sich nämlich NICHT provozieren, ruft NICHT zu Gegengewalt auf,  bleibt bei ihrer demokratischen Grundhaltung. Sie lässt sich NICHT Pogramme, Ideen, Taktik von der Gegenseite diktieren. Der Vorschlag, die AfD zur "Volkspartei" zu machen, wird bei ihren Gegnern Wut und Ablehnung, Hohn und Spott erzeugen. Denn den Titel glauben ja SPD und CDU u.a. für immer gepachtet zu haben - sie sehen den Begriff und die damit verbundene politische Praxis als einen nur ihnen zustehenden Besitz. Das kommt von der Diskurshoheit, den diese Parteien und die ihnen zuarbeitenden Intellektuellen für sich beanspruchen. Diese Definitions- bzw. Diskurshoheit zu knacken und eigene Vorstellungen, Inhalte, Zielvorgaben, Strategien zu entwickeln ist ein wichtiger Bestandteil jeder anspruchsvollen politischen Arbeit, der es um eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse geht.
Die AfD hat das Potential, die politische Landschaft weiterhin nachhaltig zu beeinflussn. 
Ich bin ein Protestwähler. Ich bin maßlos enttäuscht von unseren bürgerlichen Parteien, vor allem von der SPD. Ich habe jahrzehntelang als freier Künstler Projekte betrieben, in die ich stets andere Bürger einbezog. Ich habe "sozial" und "demokratisch" gelebt. Von der Partei, die diese Wörter in ihrem Namen trägt, fühle ich mich verraten und verkauft. Die gesellschaftliche Realität, mit der ich konfrontiert bin, übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen. 
   Je breiter die AfD aufgestellt ist, desto besser ...
       
Ich wünsche der Alternative für Deutschland weiterhin VIEL ERFOLG!
p.s. Die AfD erreichte zuletzt Umfragewerte (deutschlandweit) von 16 %. Das ist sehr gut. Aber: las-sen wir uns nicht davon täuschen. Für mich ist von zentraler Bedeutung, daß die Partei GLAUB-WÜRDIG bleibt und in erster Linie die Interessen deutscher Bürger (also auch meine) vertritt. Bei den anderen BT-Parteien kann davon keine Rede mehr sein.           
                                                                                                                                Raimund Samson 

Donnerstag, 21. Juni 2018

Ein "Pegida-Opa" aus Sachsen erzählt ...

Recht zu haben ist gut und relativ einfach. Aber auch eine ziemlich ABSTRAKTE Sache. - Erfreulich finde ich, wenn Menschen KONKRET werden und ihre Lebensgeschichte erzählen. Für mich werden so bestimmte Dinge erst anschaulich, werden plastisch, sinnlich nachvollziehbar.


Paul Groh ist ein Facebook-Freund aus Sachsen. Er trägt den Beinamen "Pegida-Opa". Dies bedeutet, daß er ein PEGIDA-Veteran ist und, knapp 72 Jahre alt, zu den älteren Protestlern zählt. Groh alias Steffen Musolt (so sein "richtiger" Name) war schon zu DDR-Zeiten nicht system-konform. Er gehörte nicht zum SED-Regime, sondern war Mitglied der CDU.
Nun hat er seine Erinnerungen aus der Zeit nach dem Mauerfall veröffentlicht.

                       
Für mich hat PEGIDA nun ein weiteres, sympathisches Gesicht.
Wir brauchen Menschen, die unbequem sind und zur Wahrheit stehen, zu ihrer persönlichen Wahr-heit.  
Nun können wir nicht erwarten, daß alle anfangen, ihre Lebensgeschichten aufzuschreiben. Aber der Steffen Musolt alias Paul Groh bietet ein gutes, Mut machendes Beispiel. 
                                                                                                                          °° RS °°

Donnerstag, 14. Juni 2018

Nicholas Petcher (psycho - artist)

Ich bin mit Nicholas Petcher seit schätzungsweise zwei Jahren auf Facebook befreundet.
Nicholas ist Künstler: Er malt ... macht Collagen ... dreht Videos --- Er wollte mir mal Bilder verkau-fen, aber ich wollte nicht.
Der Mann lebt in der Schweiz, Basel. Anfangs dachte ich, er sei Amerikaner oder Engländer, weil er mir laufend Links für englische Pop-Songs schickte - außerdem klingt der Name nicht unbedingt schweizerisch. - Nicht ganz mein Geschmack die neueren britischen Ohr-Bonbons.


Petcher ist Administrator der Facebook-Gruppe "Fanseite des Autonomen Staates Pukistan". Ein paar Künstler-Querköppe veröffentlichten darauf ... - seit einigen Monaten bin ich aber der einzige, der die Seite mit Beiträgen bereichert.
Ein zentrales Thema von N.P. sind die Psychiatrie und der Protest gegen sie.  Nichoals verbrachte selber einige Jahre in einer Anstalt. Das verbindet mich über unsichtbare Drähte mit ihm. Ich war zwar nie Insasse solch einer Einrichtung, schrammte aber als junger Mann haarscharf daran vorbei. Ich weiß also ungefähr, wie meinem FB-Freund zumute ist. Zumal ich über jahrzehntelange Besuch-Praxis in psychiatrischen Anstalten verfüge, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis psychisch kranke Menschen sind und ich auch in entsprechenden Einrichtungen gearbeitet habe.


 Petcher wirkte Ende der 90-er Jahre bei der ZS "Die Schlaflosen" mit, herausgegeben von "Antipsychiatrisches Netzwerk Schweiz".

Leider ist der Text der ZS nicht gut lesbar. Wendet euch am besten an Nicholas Petcher (Facebook), wenn ihr einen Link zu dem Bild- und Text-Material haben möchtet.

Ein bißchen erinnern mich diese Collagen-Zeichnungen an Bild-Geschichten der Syrrealisten (vor allem von Max Ernst), die mit ihren Kunstwerken auch die Welt der Psychosen, Ängste, des Unwirklichen, Bedrohlichen streiften ... 


Das Thema liegt nicht jedem, ich weiß; ich hoffe aber, daß es den einen oder die andere Blog-Leserin interessiert oder berührt.
      Ich bleibe dran ... 
   Hier noch Hinweise auf ältere Postings von mir, die direkt das Thema berühren oder in weiterem 
    Sinn streifen (Revolution-Aufstand gegen die Verhältnisse - angefangen bei sich selbst, dann die
   "gesellschaftlichen Verehältnisse" betreffend).
http://raimundsamsonkreativ.blogspot.com/2012/01/franco-basaglia-die-negierte.html  

http://raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2011/03/peter-sloterdijk-du-mut-dein-leben.html
http://raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2012/01/leo-trotzki-literatur-und-revolution.html
      
  Ich wünsche uns allen einen schönen besinnlichen Tag
                                                                                                °° RS °°

Dienstag, 12. Juni 2018

MEINE National-Mannschaft

Beim zweitgrößten Sport-Ereignis der Welt geht es immer weniger um "Fußball", sondern statt des-sen um Macht, Karriere und GELD. Ich ärgerte mich darüber, daß sich zwei deutsche Spieler mit einem islamo-faschistischen Diktator ablichten ließen. Sicher nicht aus sportlichen Gründen. Einer der beiden Fußballer distanzierte sich halbherzig von der PR-Show - der andere nicht. 


NOCH ist es erlaubt, das Wörtchen "Nation" zu verwenden, ohne strafrechtliche Konsequenzen be-fürchten zu müssen. Bei unserer Fußball-Nationalmannschaft wurde das "National" bereits ge-strichen. Das hat mich dazu gebracht, MEINE National-Mannschaft zusammen zu stellen. Die Prä-sentation mit Name, Bild und Spieler-Nummer erhebt keinen Anspruch auf Objektivität. Aus mannschaftsinternen Gründen liste ich hier nur einen Teil der Ersatzspieler auf. Das Training wird übrigens reihum von einzelnen Spielern geleitet. 
1: Jürgen Elsässer (Z.Z.P); ein Mann der schon viel aus- und ein- und aufgehalten hat. Bestens geeignet als Torwart.
2: Alexander Gauland (V.f.D.); ein unscheinbarer Spieler, aber unverzichtbar für den strategischen Aufbau.
3: Andre Poggenburg (V.f.D.); ein rechter Verteidiger, vor dem Linke großen Respekt haben, auch wenn sie nur Häme zeigen. Dem Gegner seien dringend kräftige Schienbeinschoner angeraten.
4: Lutz Bachmann (N.w.s.ä.b.s.t.); ein Kerl von einem Linksaußen; technisch versierter als er auf den ersten Blick erscheint.
5: Akif Pirincci (S.j.r.i.); in manchen Spiel-Phasen kaum zu sehen - aber dann ist er doch wieder der-jenige, der die Entscheidung bringt.
6: Serge Menga (F.K.d.H.); ein Spaß- und Kraftpaket - gefährlicher Dribbler, immer anspielbar ...
7: Henryk M Broder (F.K.d.H.); er schlägt millimetergenaue Flanken; unbestechlich in der Analyse; beliebt bei Fans, gefürchtet von allen Gegnern
8: Götz Kubitschek (G.L.k.l.a.g.); nicht mehr wegzudenken aus der Mannschaft, Verbindungsmann zwischen ganz vorn und ganz hinten; Spezial-Training mit Torwart
9: Dieter Stein (G.L.k.l.a.g.); beinahe wäre er in die Reserve verbannt worden, aber dann zeigte er mal wieder, daß er kaum ersetzbar ist;


10: Matthias Matussek (G.L.k.l.a.g.); sehr individuell unterwegs, schwankende Tagesform ist sein Markenzeichen - aber wenn's drauf ankommt ... // sicherer Elfmeterschütze
11: Björn Höcke (V.f.D.); sie wollten ihn aus der Mannschaft werfen, aber erstens hat er einflußreiche Unterstützer, zweitens standen und stehen viele Fans hinter ihm ... 
12: Thilo Sarrazin (W.h.u.v.S.); absolvierte zuletzt kürzere Trainings-Einheiten - seine Bedeutung für die Mannschaft steht außer Frage ...
13: Michael Stürzenberger (Z.Z.P.); die offizielle Nr. 2 im Tor - berühmt für seine aggressiven eigenwilligen Ausflüge aus dem Tor; lässt sich auch durch zahlenmäßig weit überlegene Gegner nicht einschüchtern; er kommt von einer besonders rauhen Form des Rugby ...
14: Uwe Tellkamp (G.L.k.l.a.g.); Neuling in der Mannschaft; zeigt sehr gute Spielansätze ...
15: Jürgen Fritz (V.f.D.-B); auch neu in der Mannschaft; knallharter Taktiker, der jede Vorgabe exakt ausführt ... braucht noch Spiel-Praxis, um fest zum Kader zu gehören...
Abkürzungen:
Z.Z.P. = Zwischen zwei Pfosten 
V.f.D. = Volley für Deutschland
N.w.s.ä.b.s.t. = Nur wer sich ändert, bleibt sich treu
S.j.r.i. = Schnauze, jetzt rede ich
F.K.d.h. = Feinfühlig Kraft durch Humor
G.L.k.l.a.g. = Gute Literatur kommt langsam aber gewaltig
W.h.u.v.S. = Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten
V.f.D.-B = Volley für Deutschland-Blog

Unser Ehrenspielführer Ernst Jünger ist durch variable Spielweisen -ffensiv wie auch defensiv sowie vom Tempo her- und Erfindungsreichtum aus unserer National-Mannschaft  nicht wegzu-denken. Sein Platz in der Ahnengalerie ist ihm für alle Zeiten sicher ... 
                                       in ironia veritas ...
                        als Zaungast
                                        °° Raimund Samson °°

Donnerstag, 7. Juni 2018

Hinweis auf RONALD STOCKINGER

Seit wann bin ich mit Ronald Stockinger auf FB befreundet: zwei Jahre, oder drei?
Seine Posts fielen mir auf als besonders schräg, komisch, bizarr -----ORIGINELL allemal...
In engeren Kontakt kamen wir nie. Aber jetzt finde ich's schade, daß er offenbar das Handtuch geworfen hat und sich aus den "social media", FB zumindest, zurückzieht.
Sein Erkennungszeichen war der Kuh-Kopf, den er inzwischen aus seinem Profil gelöscht hat. 
Statt Kuh-Kopf gibts nur noch einen kleinen grünen Punkt.


Zuletzt gab Ronald mir als Leser weniger die absurde, bizarre, exzentrische Kante, sondern postete -zu kulturellen Themen- kritisch und eher konventionell politisch (gegen den Strom des linken mainstream).
In seinem Steckbrief bezeichnet sich der in Wien Lebende als "Selbständig bei Pataphysik-Profi". Pataphysik ist ein Begriff aus der Kunst-Literatur; er wurde von Alfred Jarry (1873-1907) erfunden. U.a. die Syrrealisten ließen sich später von dem Schriftsteller beeinflussen. "Ab 1898 erschienen in verschie-denen literarischen Periodika Fragmente des Romans Heldentaten und Ansichten des Doktor Faustroll, der als Gründungsdokument der „’Pataphysik“, der Wissenschaft von den imagi-nären Lösungen" (Wikipedia). Auf Jarry wurde ich Ende der 60-er Jahre aufmerksam durch ein Gedicht von Wolf Wondratschek mit den Zeilen "Als Alfred Jarry merkte, daß seine Mutter eine Jungfrau war, bestieg er sein Fahrrad"
Ronald Stockinger ist auch Filmemacher-Videofilmer, mit einem eigenen Kanal: "Rosa Atom" - zu finden hier: https://www.youtube.com/user/toltacoatl
Insgesamt 192 Videos sind dort hochgeladen, das erste wurde vor knapp 12 Jahren auf dem Kanal veröffentlicht. Die Videos sind SEHR unterschiedlicher Art - von Kultur- und Polit-Reportagen zu (rein) experimentellen Beiträgen zu unterschiedlichen Themen (der Künstler als Experimentier-Feld mit adhoc-Satements) zwischen (noch) konventionell und exzentrisch.
Ein Kultur-Soziologe würde den Mann wohl als "inkommensurable" Größe bezeichnen, also als je-manden, an den Maßstäbe anzulegen sehr schwierig ist. 
Auf dem You Tube-Kanal Rosa Atom gibt es einiges zu ENTDECKEN. ich bin gerade erst damit angefangen ...

Mein Statement wird den Künstler und Kultur-Reporter (?!!) Stockinger nicht unbedingt seinen Rückzug revidieren lassen - aber vielleicht schaut ihr, liebe FB-Freunde und Neugierige, mal in den You Tube-Kanal des Künstlers. 
   Oder-und informiert euch über Alfred Jarry und die PATAPHYSIK. 
                                                                                                            °° RS °° 

Montag, 4. Juni 2018

R.I.P. Dieter Kunzelmann

Am 9. Mai starb, im Alter von 78 Jahren, Dieter Kunzelmann. Nun ist eine Ikone des deutschen Linksradikalismus der 60-er und 70-er Jahre tatsächlich tot. 1998 gab er, statt eine Haftstrafe anzutreten, eine Todesanzeige für sich auf. Ein typischer Kunzelmann-Streich, wie sich später herausstellte. Neben Fritz Teufel und Rainer Langhans war K. das prominenteste Mitglied der Berliner Kommune 1 (K 1), die sich zum Ziel setzte, die deutsche Gesellschaft von Grund auf umzukrempeln. Die Kommunarden waren antikapitalistisch eingestellt. Mit ihren Aktionen zielten sie jedoch weniger auf die deutschen Wirtschafts-Strukturen als darauf, die Klein-Familie als "Keimzelle des Staates" zu attackieren - und Alternativen zu ihr aufzubauen. Eine Kommune (Lebens-Ge-meinschaft) als Gegen-Modell zu bürgerlicher Ehe, zu verkappter psychischer Störung und Sexualunterdrückung. Mir leuchtete dieses Ziel in den 70-er Jahren ein, da ich mich selber als "neurotisch" empfand - und als Ursache meine kleinfamiliäre Erziehung sah. Mitte der 70-er und Anfang der 80-er Jahre lebte ich selber in einer Groß-Kommune, welche die bürgerlichen Normen inclusive der Kleinfamilie ablehnte. Wir orientierten uns stark an Wilhelm Reich. Die Kommune 1 war für uns natürlich ein Begriff, aber kein Vorbild, da sie -im Unterschied zu unserer Gemeinschaft- antiautoritär strukturiert war (auch wenn Kunzelmann sich als Diktator aufspielte, wie mir später Freund Hadayatullah Hübsch erzählte, der 1969 eine Zeit lang in der K1 lebte.)


Viele Jahre verlor ich die K1 und Kunzelmann aus den Augen, interessierte mich für andere Dinge, vor Allem für KUNST. Ich war selber Künstler geworden und ging einem artifiziellen Brotberuf nach (: Puppenspieler) - bis ich dann, in einem Text von Oswald Wiener, darauf stieß, daß Kunzelmann als KÜNSTLER angefangen hatte. Er war, Jahre vor seiner Kommune-Zeit und den Aktivitäten für die Terror-Gruppe Tupamaros West-Berlin, Mitglied der Künstler-Gruppe SPUR und der Situatio-nistischen Internationale, dann der SUBVERSIVEN AKTION. Nun imponierte mir der Mann auf einmal wieder. Ich gab in den 90-er Jahren 15 Ausgaben von "herzGalopp - Zeitschrift für Poesie + Lebenskunst" heraus. Die Nr. 8 war Kunzelmann gewidmet, dem Entschwundenen. Der Mann zierte das Cover meiner Zeitschrift, der ich außerdem eine große Collage mit Kunzelmann als Star-Porträt (= Bravo-Parodie) beilegte (s.o.).


Kunzelmann war ein wandelndes Paradox - ein Mensch, der eigene wie gesellschaftliche Wider-sprüche auf die Spitze trieb. Mit Vergnügen. Er wirkte prägend auf die linke Szene, entfremdete sich ihr aber immer wieder - um mit Knall-Effekten, die die Betroffenen keineswegs witzig fanden, auf den Polit-Parcours zurückzukehren. Ein Beispiel: Er warf auf das Auto des Berliner CDU-Bürgermeisters Diepgen ein rohes Ei. Wegen diesem "Attentat" kam es zur zur Gerichtsverhandlung. Es gelang Kunzelmann, trotz Kontrollen, ein rohes Ei in den Gerichtssaal zu schmuggeln, das er dort dem verdutzten Politiker mit den Worten "Frohe Ostern, du Weihnachtsmann!" auf den Kopf drückte. Er war ein Ultralinker, der so "links" war, daß er schon wieder "rechts" wurde - d.h. jenseits konventioneller Maßstäbe agierte. Ein Non-Konformist, der individuell handelte und sich zeitweise verschiedenen Gruppierungen anschloß. 1983 saß er für die "Alternative Liste" im Berliner Abgeordnetenhaus, 1975 kandidierte er für die KPD/AO. 1969 soll er ein Sprengstoff-Attentat gegen die jüdische Synagoge in Berlin geplant haben. Zum Glück zündete die Bombe nicht. D.K. bestritt die Beteiligung, aber mehrere Leute, die ihn gut kannten, lenkten den Verdacht auf ihn. Nein, um Spaß ging es ihm oft nur vordergründig. Dieter K. war ein bitterböser Gegner des Systems, das er auch gewaltsam bekämpfte, weil er es für die Verblödung und Unterdrückung der Menschen verantwortlich machte. Er erhielt mehrmals den Preis, den der deutsche Staat für Hartgesottene und Unbelehrbare wie ihn bereit hält, nämlich: Gefängnis.
                                                                                                                              °° RS °°