Mittwoch, 22. November 2017

Boris Becker zum 50-sten

"Allet Jute", Boris Becker, zum 50. Geburtstag!
In den 80-er und 90-er Jahren beschertest du mir spannende,
ECHT gute Stunden vor dem Fernseher, wenn du
deine Tennis-Gegner in die Knie zwangst -
du gabst kein Match verloren.
Mehr als einmal bogst du verloren geglaubte Spiele
(ich als Zuschauer glaubte nicht mehr an den Sieg)
doch noch um.
Das machte mir selber - uns Zuschauern - Mut.
°° Später, als deine aktive Zeit als Spieler vorbei war,
dachte ich: Was macht er jetzt? Geld scheffeln? Nur noch
Geld scheffeln ?!!! Ist er doch nicht mehr als nur ein Kapitalist?!


Aus ideologischen Gründen wurdest du mir suspekt  -- aber dann schaffte ich
es doch, über meinen Schatten zu springen und den Mann wieder zu respektieren,
der auch für mich seine Siege einfuhr.
Ich wünsche dir noch ein langes Leben, Gesundheit und und ...
                                                                                                             °° RS °° 

Dienstag, 21. November 2017

Claudia Pechstein - SUPER !!


Der Eisschnell-Läuferin Claudia Pechstein ist etwas beinah Unglaubliches gelungen: Mit 45 (!!) Jah-ren qualifizierte sie sich noch einmal für die Olympischen Spiele. In ihrer Parade-Disziplin, den 5000 Metern, gelang ihr nicht nur der 33. Weltcup-Sieg, sondern sie blieb auch locker (mit 6:56,60 min) unter der für die Olympia-Teilnahme geforderten Zeit. °° Ich wünsche der Athletin von ganzem Herzen, daß sie auch bei den Wettkämpfen in Südkorea sehr gut abschneidet, am besten mit einer Medaille ...
                                                                                                     °° RS °°

I wouldn't trade you for the world - Conleth Cluskey 74 Jahre alt

                         
The Bachelors, eine irische Gesangs-Gruppe, feierteen in den 60-er Jahre Große Erfolge in England, Irland, Schottland. Am besten erinnere ich mich an "I wouldn't trade you for the world", das 1964 hohe Chartplazierungen erreichte - ein klassischer Liebes-Song. Die Bachelors verkörpern für mich noch die gute alte englische Song-Tradition, die dann immer mehr von Pop, Beat, Rock verdrängt wurde. * Conleth Cluskey feierte am Samstag (18.11.) seinen 74. Geburtstag ... ---
                                                                                                                                                    *RS* 

Sonntag, 19. November 2017

Alexander Gauland - Konservativsein

Noch vor wenigen Jahren hätte ich das Buch bestenfalls mit spitzen Fingern angefasst. Für mich galt die Formel "Konservativsein = langweilig". Seit meinem Auftrittsverbot als Künstler in "meinem" Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg aufgrund positiver AfD-Posts hat sich einiges geändert. Ich habe mich getäuscht. Mein jahrzehntelanges Engagement als Organisator von Lesungen, Ausstellungen, Radiomacher, Herausgeber von Zeitschriften usw., von dem hunderte Künstlerinnen, Dichter, überhaupt: Kreative, profitierten, schützt mich nicht davor, aus einem lang gewachsenen sozialen Gefüge hinausbefördert zu werden ... Ich denke um... /// Das Buch des AfD-Politikers Alexander Gauland erschien erstmals 2002 und wurde nun, in leicht überarbeiteter Form, neu herausgegeben. Für mich, der um das Thema stets einen großen Bogen machte, ein Glücksgriff. Als Anfänger auf dem Gebiet "Konservativismus" sehe ich mich gut eingeführt in die Materie; Gauland weiß spannend und pointiert die Geschichte des neuzeitlichen Konservativseins zu erzählen, die bei ihm im 18. Jahrhundert losgeht. In Deutschland werden Konservative und Rechtsradikale gern in einen Topf geworfen. Außerdem gibt es neuerdings den Begriff des "Rechtspopulisten", um alles nicht-Linke zu verteufeln. Der 1941 geborene Autor schildert bemerkenswert besonnen, nie affektiert und stets an Historie und Begrifflichkeit orientiert, was es mit dem "Konservativsein" auf sich hat. Mehrfach erwähnt wird der irisch-britische Schriftsteller, Staatsphilosoph und Politiker Edmund Burke (1729-1797), der als "geistiger Vater des Konservatismus" (Wikipedia) gilt. Mehrfach genannt wird auch Tocqueville (1805-1859), der französische "Begründer der vergleichenden Politikwissenschaft" (Wikipedia). Weitere Autoren: Nietzsche, Arnold Gehlen... // Die deutsche Geschichte wird besonders intensiv behandelt. Ich finde keine auch noch zu winzige Spur von rechtsradikaler Propaganda, Verharmlosung des Faschismus oder der Nazis ... // Ich las das ganze Buch + werde es wohl auch in Zukunft in die Hand nehmen.  Ich lerne. Die frühen Konservativen waren stark auch von der Romantik geprägt - während später, lese ich, romantische Haltungen vor Allem von Linken übernommen wurden (dafür bin ich selber ein Beispiel). Faszinierend. Ich bin durch Gauland auf ein höchst interessantes und sehr komplexes Thema gestoßen. Es eröffnen sich neue Denk-möglichkeiten... --  144 S., 16,80 €  
                                                              °° RS °°

Donnerstag, 16. November 2017

Negatives und Positives von Facebook


Der von mir sehr geschätzte Steinhöfel kritisiert - siehe https://www.steinhoefel.com/2017/11/wie-facebook-nutzer-taeuscht-und-reichweiten-manipuliert.html - daß Facebook, ohne ihn oder die Abonnenten zu informieren, den Kreis seiner Abonnenten (= "Reichweiten") beschneidet, sprich: Abonnenten rauszieht. Ich beobachte bei mir seit geraumer Zeit Ähnliches, nur daß es sich bei mir um FB-Freunde handelt. FB scheint ein Interesse daran zu haben, diesen Kreis nicht zu groß werden zu lassen; es dürften wohl -geschätzt- mittlerweile mehrere hundert sein, die von FB aus meinem Kreis gestrichen wurden -ohne daß ich irgendwelche Rückmeldungen, Rückszugserklärungen o.ä. von den FB-Freunden erhielt. ---  POSITIV erlebe ich seit einigen Wochen, daß mir beim Anklicken meiner FB-Seite zahllose untereinander aufgeführte Posts von Freunden unterschiedlicher Art präsentiert werden. Das erleichtert mir das Antworten-Posten. Bei mehr als 1800 FB-Freunden eine sehr gute Sache! Ich konnte zwar auch zuvor auf Postings zugreifen, aber nicht in so einer übersichtlichen Art. Für diese Änderung DANKE! --- 
Ich kann nur -wie unzählige andere FB-Nutzer- hoffen, daß die Verantwortlichen die extremen Zensur-Maßnahmen der deutschen Regierung einigermaßen elastisch aufnehmen -ignorieren können sie sie keinesfalls- und klar erkennen, daß ein Bewahren möglichst vieler Freiheiten letztlich im Sinne nicht nur der Nutzer-innen, sondern auch von Facebook selbst sein dürfte. 
Ich freue mich nach wie vor, dieses Medium nutzen zu können, auch wenn ich mich schon manches mal ärgerte. 
                                °° RS °°

Mittwoch, 15. November 2017

Daniel Barenboim 75 Jahre - happy birthday ---


Ein überragender Musiker: Dirigent, Pianist wird 75.
Der Mann besitzt die Argentinische, spanische, israelische und palästinensische Staatsangehörigkeit. Sein politisches Engagement ist legendär; d.h. er leistete beinah Unglaubliches, um die verfeindeten Palästinenser und Israelis einander wieder anzunähern. "Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said und dem deutschen Kulturmanager Bernd Kauffmann gründete er 1999 das Orchester des West-östlichen Divans. Barenboim engagiert sich für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt. Das Orchester setzt sich jeweils zur Hälfte aus jungen Musikern aus Israel sowie den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien, Jordanien und Spanien zusammen. Im August 2005 gab das Orchester ein vielbeachtetes Konzert in Ramallah, das in vielen Ländern live im Fernsehen übertragen wurde. " (Wikipedia)

Shotgun Express "I could feel the whole world turn round"

                            
Beim  Surfen auf You Tube finde ich immer wieder Perlen der Pop-Musik - Songs, die ich noch aus den 60-er Jahren kenne, die aber in keinen Plattenläden aufzutreiben sind, zB "I could feel the whole world turn round" von THE SHOTGUN EXPRESS, der ersten (?!) Band von Rod Stewart. Mit von der Partei waren auch wenigstens zwei Musiker, die später mit Fleetwood Mac weltberühmt wurden ...  
                              °° RS °°

Dienstag, 14. November 2017

BRAVO, Karl Lagerfeld

Manchmal bringt der SPIEGEL doch noch Berichte, die politischen Trends und dem Zeitgeist widersprechen. 
Vor den Kameras des französischen Senders C8 sagte der Modeschöpfer Karl Lagerfeld: "Selbst wenn Jahrzehnte dazwischenliegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen", sprach Lagerfeld. Dabei habe Merkel es eigentlich "gar nicht nötig gehabt", noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen, nachdem schon Millionen gut integrierter Migranten im Land lebten, .."
In Frankreich gab es einen Sturm der Entrüstung ... 
siehe auch  
http://www.spiegel.de/panorama/leute/karl-lagerfeld-nennt-fluechtlinge-feinde-der-juden-a-1177796.html

                                                                                                                                                °° RS °°

Samstag, 11. November 2017

Selfie mit Olaf Scholz


Titelschlagzeile der Hamburger MoPo vom 10.11. : Scholz auf dem G20-Grill. 
Der Witz ist nicht schlecht! Nur: um OB Scholz zu grillen, müsste man erst mal seinen Kühlschrank ausmachen. Aber weiß jemand, wo der Schalter ist? 
Im Hamburger Rathaus fand ein Sonderausschuß zum G20-Desaster statt. "CDU greift Olaf Scholz massiv an, doch der Bürgermeister bleibt bei seiner Linie".  
Hand aufs Herz: Hat irgendeiner aus der MoPo-Redaktion etwas anderes erwartet? 
Gibt es mehr als zwei Handvoll Bürgerinnen, die allen Ernstes erwarten, Olaf Scholz würde im Zu-sammenhang mit den Krawallen eigene Fehler eingestehen? 
Der Sonderausschuß im Rathaus ist eine Show für die Galerie. Das Ergebnis steht schon vorher fest. 
Da kann sich die CDU noch so anstrengen und unbequeme Wahrheiten auf den Tisch packen.
Hamburgs Vorzeige-Kühlschrank versteht es meisterlich, jede noch so plausible und mit Fakten gefütterte Kritik abzuwehren und umzubiegen. 
Man ahnt, daß Kühlschrank-Temperaturen allein nicht ausreichen. 
Hier ist Pattex im Spiel.  Viel Pattex.
Olaf Scholz und seine Hamburger SPD kleben förmlich an der Macht. Damit haben sie jahrzehnte-lange Erfahrung. Sie können garnicht anders.  
                                                                                  °° RS °°  

Donnerstag, 9. November 2017

Kunst im Waldhaus Wohlesbostel

                           
Dietmar Helle, ehemals Lehrer und heute um die 80 Lenze zählend, ist als Zeichner und Bürger künstlerischen wie philosophischen Fragen und Themen zugewandt. Er schenkte mir ein Exemplar seines im Selbstverlag herausgebrachten Büchleins, in dem er, mit vielen farbigen Tuschebildern und Federzeichnungen ein Künstler-Projekt beschreibt. Mehrere Jahre lang trafen sich etliche Kreative, Frauen wie Männer, um zu malen, zu bildhauern usw.  °°° Dietmar Helle geht es um den PROZESShaften Charakter von Kunst. 
                                                                   °° RS °° 

Montag, 6. November 2017

Tagträume


Ich bin jede Woche viele Stunden an der Universität, wo ich einen schwerbehinderten Studenten betreue. Da habe ich auch manche Muße, um zu zeichnen ... 
                                                                                                           °° RS °°

Sonntag, 5. November 2017

Weihnachten Politisch Korrekt

Es weihnachtet wieder! ... und WIE ...
Das große Fest, entstanden aus
christlicher Kultur, ist in die "Kritik" geraten ...
    - vor Allem durch Muslime und grüne Politikerinnen -
+ so wundern wir uns nicht, daß der Weihnachtsman,
Knecht Ruprecht + andere Festtags-Ikonen
political correct abgewandelt werden.
                           - Hauptsache, es klingelt in der Kasse!
                                                                                                 °° RS °°

  

Freitag, 3. November 2017

Hausaufgaben für Wutbürger


In Deutschland gibt es eine mittlerweile in die Millionen gehende Gruppe von Menschen, die vom Establishment und den Mainstream-Medien verächtlich als "Wutbürger" abgekanzelt werden.
   Ich gehöre auch dazu.
Durch manche Foren im Internet, zB auf Facebook-Seiten, wogen Stürme der Entrüstung und Em-pörung. Dabei besteht die Gefahr, aneinander vorbei zu reden + zu posten.
Mein Vorschlag: ARGUMENTE finden. Wut allein reicht nicht. Wut ist verständlich und legitim, aber sie verpufft leicht in sinnlosen Exzessen.
Wenn wir das bei uns herrschende System wirklich gefährden wollen, kommen wir nicht umhin, vermehrt unseren Verstand einzuschalten und die politische Situation
   zu verstehen, aber auch unsere Emotionen und die unserer Gegner.
°°° Jeder muß seinen eigenen Weg finden
                   seine eigene Methode
              seine eigene Disziplin.      
                                                                                °° RS °°              

9 Jahre treffpunkt.elbinsel

Im nächsten Jahr wird der Wilhelmsburger treffpunkt.elbinsel 10 Jahre alt.
Die ersten 5 Jahre war ich dabei und baute, als Honorarkraft und Betreuer für behinderte Menschen, den Standort mit auf.
In dieser Einrichtung der aaw (Alsterdorf Assistenz West) wird
   Betreutes Wohnen,
     Betreutes Leben,
       Betreutes Denken organisiert.
Und auch bei den Gefühlen wird nichts dem Zufall überlassen. Man-Frau wird eingelullt in eine scheinbar "familiäre" Situation.
Als besonders unangenehm habe ich das betreute Denken in Erinnerung, dem sich, bis auf wenige Ausnahmen, die Mitarbeiterinnen unterwarfen. Die Leitung gab vor, was wir zu denken hatten und versuchte, jeden Mitarbeiter zu kontrollieren. Die Folge war eine denkbar verlogene Atmosphäre, in der die Angestellten so taten, als sei alles in bester Ordnung.

                                                                                                                                              °° RS °°

Donnerstag, 2. November 2017

Werner Patzelt in der JF

Ich lese regelmäßig die JUNGE FREIHEIT. Das Wochenmagazin ist, falschen Gerüchten zum Trotz, weder rechtsradikal noch rassistisch, sondern konservativ. Diesmal hat's mir besonders ein Artikel von Werner Patzelt angetan, der die neue Situation in der deutschen Parteienlandschaft und in den Parlamenten reflektiert. Die AfD befindet sich (noch) in einer sehr guten Position - an der sie aber weiter kontinuierlich arbeiten muß. Protest ist und war richtig, Emotionalisierungen sind verständlich und nachvollziehbar - aber jetzt geht es mehr denn je um Argumente - um treffende Formulierungen -  um Glaubwürdigkeit. Und um LERNEN LERNEN LERNEN ... 
                                                                                                                                             °° RS °°


Mittwoch, 1. November 2017

Sleep Walk 1959

                           
Um mein Blog-Posting diesen Monat angenehm, sanft und harmonisch zu beginnen, hier ein uraltes Pop-Stück aus den USA, schmalzig, daß es eine Freude ist  ...
                                                                                                             °° RS °°

Dienstag, 24. Oktober 2017

Stiv Bators * 22.Oktober 1949

Erinnerung an einen amerikanischen Musiker-Performer aus den 70-er Jahren, als Punk noch gegen "die Verhältnisse", gegen Establishment, gegen gute Manieren, gegen den täglichen Beschiß //mobil// machte. °°  Stiv Bators war Sänger der US-Punk-Band Dead Boys, später auch der Lords of the New Church. Der Auftritt der Dead Boys im New Yorker CBGB's 1977 ist absolut sensationell, angefangen bei der Ankündigung der Band. Die Bad Boys, vor allem ihr Sänger waren ekstatisch und wild - Bators mit extremem Körperausdruck:: Echter Punk - (noch) keine Spur von Kommerz. Der Sänger, Schauspieler, Komponist Bators starb 1990 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. °° (weitere Informationen Wikipedia; auf You Tube gibts mit den DEAD BOYS auch Interviews.)
                                                                                                                                               °° RS °° 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Tobsuchtsanfall Klaus Kinski


                        
Am 18. Oktober 1926, also vor genau 91 Jahren, wurde Klaus Kinski geboren. Ich bin von dem Mann, der auf der Leinwand oft einen bestimmten Typus verkörperte, fasziniert. "Typisch Kinski" darf man wohl sagen. Der Mann wurde zu einem In-Begriff mit seinen Posen und Ausdrücken zwischen eisiger Kälte und leidenschaftlicher Wut, Haß. Als Schauspieler war er eine Klasse für sich und lebte (=meine Interpretation) eine eigene Gefühls-Kultur; lautstark und rücksichtslos, mit Wonne in Klischees agierend,  damit spielend. 
                                                                   °° RS °° 

Montag, 16. Oktober 2017

6,2 % für die AfD


6,2 % für die AfD -nicht viel, aber auch nicht wirklich schlecht. Die Euphorie nach dem hervorragen-
den Ergebnis bei der BuTaWahl verfliegt allmählich. Alltag kehrt ein. Die AfD wird mehr und mehr ein Teil deutscher politischer Normalität - auch wenn die anderen Parteien sich verhalten, als befänden sie sich in einem Kindergarten. Niemand will im Bundestag neben der AfD sitzen... In Niedersachsen sind sie die kleinste Fraktion - aber auch die hat Aufgaben. Und kann lernen. MUSS lernen. Und der Öffentlichkeit zeigen, was echte, glaubwürdige Opposition ist. ° Diese AfD wird auch Fehler machen; bei IHR wartet die gesamte Journaille darauf, daß sie sich "selbst zerlegt". Die Medien legen jedes Wörtchen auf die Goldwaage, berichten mit Riesen-Schlagzeilen über Parteiaustritte, interne Grabenkämpfe u.ä. Dabei passiert bei der AfD nur, was es in jeder demokratischen Partei gibt. °° Die drängendsten Probleme sind in diesem Land nach meiner Einschätzung: a) sich verschärfende soziale Ungleichheit; die immer weiter auseinander klaffende "Schere zwischen arm und reich"; besondere Brisanz erhält das Problem durch den b) ungebremsten Zustrom von Bürgerkriegs- und Wirtschafts-Flüchtlingen, die gigantische Geld- und Arbeits-Ressourcen in Deutschland verschlingen. CDU, SPD, Grüne, die Linke beschwichtigen: "wir schaffen das".  Große, in die Millionen gehende Bevölkerungs-Gruppen fühlen sich übergangen bzw. an den Rand gedrängt. Wut und Empörung machen sich breit. Die Regierung und die ihr dienenden Mainstream-Medien "lösen" das Problem kurzerhand, indem sie den Gegnern der Asylpolitik das moralische Recht für Protest abspricht und sie zu "Pack", "Rassisten" und "Nazis" abstempelt. c) Deutschland wird zu einem Eldorado für Gesinnungsschnüffler und Denunzianten. Früher wurde Meinungs-Terror von den Nazis ausgeübt, später von den Machthabern in der DDR. Auch die heutigen Einschränkungen der Meinungsfreiheit kommen von links. Das sog. Netz-DG = Netzwerk-Durchsetzungs-Gesetz ist ein SPD-Produkt. Aber machen wir uns nichts vor: Die Kritik, die von anderen Parteien daran geübt wurde, hatte kaum mehr als Alibi-Charakter. 
Die beinahe stoische Ruhe, mit der die AfD tägliche Ausgrenzung, Anfeindungen, Verleumdungen, verbale und tätliche Angriffe uswusw wegsteckt, läßt sie immer stärker werden und über sich hinauswachsen. Wenn sie diese Gelassenheit beibehält und ihre weitere Entwicklung auch als LERNEN begreift, wird sie für immer mehr Bürger attraktiv. 
  wir werden sehn ...
                                     °° RS °°  

Heiko Götz ist tot


Heiko (in einigen Texten "mein Bekannter") ist im Sommer gestorben. Er wurde ca. 55 Jahre alt. Heiko Götz war mehr als 10 Jahre mein Nachbar im Wilhelmsburger Otterhaken. Wir kamen manchmal ins Gespräch, meist wenn es mal wieder Zoff mit seiner Vermieterin bzw. einen Gerichtstermin gab. Seine Vermieterin war, wenn ich mich recht entsinne, die Süderelbe-Wohnungsgesellschaft. Heiko nahm die ständigen Querelen mit erstaunlich viel Gelassenheit, ja Humor. Er habe, erzählte er mir, einen Freund, der Rechtsanwalt sei, und der haue ihn immer wieder raus. Er sei in der Lage, den jeweils nächsten Schritt der Wohnungsgesellschaft vorauszusehen und entsprechende Argumente anzuführen. Heiko sah in dem jahrelangen Trouble eine Art Spiel. Aber dann machte er bzw. sein RA doch einen Fehler. Die Wohnungsgesellschaft setzte per Gericht eine Zwangsräumung durch. Das Spiel war aus. °°° Für Ende Januar 2015 war die Zwangsräumung anberaumt. Die wollte Heiko sich nicht gefallen lassen. Er fand Unterstützer in der Wilhelmsburger linken und Antifa-Szene. °°° "Ich hab die jungen Linken für meine Zwecke instrumentalisiert - und sie haben mich instrumentalisiert, um ihr Ding zu machen. So haben beide Seiten voneinander profitiert."
Gestorben ist Heiko, wie mir Freund Roland erzählte, an einer vergleichsweise banalen Sache, nämlich einer Verletzung am Fuß. Heiko ließ sie, wie ich hörte, nicht rechtzeitig behandeln. Es kam zu einer Blutvergiftung und Thrombose. Und dann war er tot.
Heiko wurde in seiner Heimatstadt Dresden beerdigt.  
            R.I.P. 
                                        °° RS °°

Donnerstag, 12. Oktober 2017

So geht Manipulation in der ZEIT

In Heilbronn, einer wohlhabenden Stadt in Baden-Württemberg, erzielte die AfD bei der Bundes-tagswahl 16,4 % - ein sehr gutes Ergebnis für ein westliches Bundesland. Die ZEIT-Autoren Nicola Meier, Tanja Stelzer und Björn Stephan schrieben dazu einen umfangreichen Artikel, überschrieben "Städtle in Angst", in dem sie die Ursachen für das Ergebnis suchen. Sie beschreiben, scheinbar objektiv, die Situation und Stimmung der Bürger und Bürgerinnen der Stadt, darunter auch die für die AfD in den Bundestag gewählte Franziska Gminder. Heilbronn mit 122.567 Einwohnern (Wikipedia) hat mit 41.000 €uro jährlich netto ein sehr hohes Pro-Kopf-Einkommen (wozu auch der Lidl-Milliardär Dieter Schwarz überproportional beiträgt). Die ZEIT-Autorinnen vermuten einen Grund für den AfD-Erfolg darin, daß es Probleme in der Auto-Branche gibt, speziell bei Audi. Für den Konzern arbeiten 16.700 Mitarbeiter in Heilbronn und dem nahe gelegenen Neckarsulm. Es gebe keine Entlassungen, aber die Erfolgsprämie für die Mitarbeiter sank von 6540 € 2014 auf 3510 € im Jahr 2016. Das ist keine Katastrophe, aber es scheint, daß Audi nicht die Zeichen der Zeit erkannt hat, d.h. noch nicht in das zukünftig große Geschäft mit Elektro-Autos einsteigen wolle, sondern an Wa-


gen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren festhalte. Aber: Wählen deshalb Menschen die AfD? Einen weiteren Grund für das Abschneiden der Partei vermuten die ZEIT-Autorinnen in einer sich "in Deutschland immer weiter" ausbreitenden "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit"  (Soziologe Wilhelm Heitmeyer). °° In Heilbronn gründete sich eine Initiative mit dem Namen "Helfende Hand". Initiator ist der Kickboxtrainer Gero Meier. Der Mann ist zwar nicht als Partei-Mitglied bekannt, ja "er wähle gar nicht die AfD", so seine Selbstaussage. Aber irgendwie schaffen es die ZEIT-Autoren, G. Meier und seine stadtbekannte "Helfende Hand" mit dem Haß-Objekt in Verbindung zu bringen. °°° Im Zusammenhang mit der Franziska Gminder wird die Wochenzeitung Junge Freiheit erwähnt, die sich angeblich "zwischen rechts, rechtsnational und rechtsextrem" bewegt. Ich lese die JF regelmäßig und bestreite, daß sie rechtsextrem ist. Sie ist "rechts", meinetwegen, auch konservativ - "rechtsextrem" ist sie definitiv nicht. Haben die ZEIT-Autorinnen jemals eine Ausgabe der JF gelesen? - An dieser Stelle des Artikels wurde ich stutzig und las ihn noch einmal auf das m.E. für die AfD auch zutreffende Wörtchen "konservativ" hin. ::: Es wird nicht EIN EINZIGES MAL benutzt, um die AfD allgemein und speziell in Heilbronn zu beschreiben. An keiner Stelle wird, um die AfD zu charakterisieren, der Begriff "konservativ" verwendet. So funktioniert Manipulation! Mit diesem ZEIT-Artikel wird alles getan, um die AfD als "rechts, rechtsnational und rechtsextrem" zu verunglimpfen. Die dreist falsche Aussage über die JF sollen die Leserinnen des Artikels auch auf die AfD beziehen. DARUM geht es. °° Ich lese DIE ZEIT relativ selten - auch deshalb, weil ich sie, trotz bisweilen kritischen Untertons, für ein Subunternehmen der Regierung halte. Der scheinbar sachliche, in Wirklichkeit tendenziöse und pseudo-objektive Artikel "Städtle in Angst" bestätigt meine Einschätzung.
                                                                                                                                    °° RS °°

Montag, 9. Oktober 2017

50. Todestag Che Guevara

Vor genau 50 Jahren wurde der Revolutionär Che Guevara in Bolivien erschossen.
Der Kampfgefährte Fidel Castros prägte einst die kubanische Revolution entscheidend mit, zog sich aber irgendwann aus der Öffentlichkeit zurück, um voranzutreiben, was ihn mehr faszinierte als ein politischer Job - er wollte seinen revolutionären Idealen dienen und als Guerillero mit anderen Kämpfern einen gewaltsamen Umsturz vorbereiten. 
Irgendwann landete er in Bolivien.
Er initiierte eine gewaltsame Erhebung, wurde aber, bevor er größeren politischen oder militärsichen Einfluß gewinnen konnte, in seinem Urwald-Versteck aufgespürt, gefangen genommen und bald darauf exekutiert.
Vor allem in den späten 60-er bis in die 80-er Jahre war Che Guevara in linksradikalen Kreisen eine, wenn nicht die legendäre charismatische Gestalt, die nahezu religiöse Verehrung genoß.
Später wurde er von den Medien zu einer Art Pop-Star aufgebaut, mit einer ähnlichen Bedeutung wie berühmte Sportler oder Musiker. Die politische Bedeutung ist in den Hintergrund gerückt. 


Ich fand ein auf eine Mülltonne gespraytes Porträt der Polit- und Pop-Ikone in HH-Wilhelmsburg. Unsere Linken sind Lichtjahre davon entfernt, sich für eine politische Idee aufzuopfern oder gar mit dem Leben dafür zu bezahlen.
Che Guevara wiederum hätte sich nie mit dem bei uns populären "Kampf gegen rechts" identifiziert. 
Und er hätte die "political corrctness" als einen Trick der herrschenden Klasse und ihrer Medien durchschaut.
             Behauptet der Blogger ... 
                                                            °°RS°°


Videos von Raimund Samson + Thomas Kutzner

Laptop, Beamer und zwei Lautsprecher auf Tischen aufgebaut, über einen Schrank eine helle Decke gehängt - fertig war die Technik unseres Kleinraum-Kinos.
Natürlich bin ich dem Peter Schütt dankbar, Video zeigen zu dürfen. Der Rausschmiß aus dem Wilhelmsburger Atelierhaus 23 im November 2015 wg. Verstoßes gegen die Regeln der Political Correctness echot bis heute in meiner Künstler-Seele.


Ich zeigte als erstes einen Lesungs-Ausschnitt mit Hadayatullah Hübsch (1946-2011), einem meiner Alltime-Lieblings-Autoren, aufgenommen in meiner Werkstatt. Die Gleichzeitigkeit von Under-ground-Poesie und muslimischer Religiosität in einer einzigen Person ist wohl einmalig. °° Ich zeigte des weiteren Kurz-Videos, die ich mit Obdachlosen aufnahm, ein Filmchen zum Thema Behinderung und eines zu einer Film-Premiere in Wilhelmsburg. Zwischendurch wurde viel gefragt und von mir geantwortet, auch: polemisiert. Für mich ist Filmen auch eine Art Notwehr ... : Die Repression, die ich im Alltag erfahre, sprich: Mobbing auf meiner Arbeit, Auftrittsverbot im Atelierhaus, sind so krass, daß ich sie nicht einfach hinnehmen möchte, sondern dagegen eine künstlerische Offensive starte. °° Ich wurde gefragt, wie ich dazu gekommen sei, Filme über Obdachlose zu drehen und was ich damit "bezwecke". Vielleicht interessiert es auch die Leserinnen meiner Blogseite ... ::: Obdachlose zu filmen war eine impulsive Entscheidung, zu der ich kam, als ich vom ev.-lutherischen Kirchenkreis Altona-Blankenese gemobbt wurde. Ich verlor meine Arbeit, was nicht nur finanzielle Nachteile mit sich brachte. Verlogenheit und Scheinheiligkeit dieser Leute waren so krass, daß ich beschloß, mich von nun ab verstärkt Außenseitern zuzuwenden. Dies fiel mir relativ leicht, da ich von Haus aus ein Faible für Menschen am Rand der Gesellschaft habe. Ich erzählte auch, daß ich diese Videos (zB "Small Talk mit Angelina", "Christopher", "Kay, english gentleman", "Zlatan - Reeperbahnlied") mit Vorliebe auf facebook poste. Besonders gerne dann, wenn Kommentare zu Politikerreden oder zu Talkrunden gewünscht sind. -- Es entspann sich eine sehr kontroverse Runde im Waschhaus-Kreis (wir waren insgesamt neun Leute), in der höchst unterschiedliche Positionen vertreten wurden. Ich agitierte offen gegen die Kulturpolitik Hamburgs, namentlich der SPD. °° Es ist nicht immer einfach, politisch engagiert zu sein UND dabei auch noch SPASS zu haben.  Ich versuche einiges, damit mir genau dies gelinge. Nicht immer mit Erfolg. Aber manchmal schaffe ich es doch. Und wenn ich dafür albern werde- °°° Auch mein "Akku-Schrauber-Lied" führte ich vor. Ich werde damit nicht die Hitparaden stürmen, trotzdem ...
Solidarität mit unzähligen Malochern, die sich "verraten und verkauft" fühlen in dieser Mies-Republik Deutschland. Vielleicht gelingt es mir, für Heiterkeit zu sorgen und Mut zu machen. 



°°° Mein besonderer Dank gilt Thomas, der mich bei meiner Video-Arbeit von Anfang an sehr unterstützt und auch diesmal mit von der Partie war.
                                                                                         °° RS °°
p.s. Insgesamt geht's mir gut. und
                                     Danke für die Aufmerksamkeit! 
Weitere Videos auf dem You Tube-Kanal des Wilhelmsburger Kunstbüros: 
https://www.youtube.com/channel/UCS2IKJSjevCTcThKs0eSHsg/videos?sort=dd&view=0&shelf_id=0
  

Freitag, 6. Oktober 2017

Kein Blaues Wunder

Das Bundestagswahl-Ergebnis der AfD (12,6 %) wird von vielen als "Blaues Wunder" gefeiert, so auch in der aktuellen Ausgabe von COMPACT. 
Ich finde das Resultat nicht verwunderlich.
Die 12,6 % bzw. 5.877.094 Stimmen (Wikipedia) für die Alternative für Deutschland sind vielmehr das Resultat jahrelanger harter Arbeit - unter "erschwerten Bedingungen", d.h. massiven Anfein-dungen, Ausgrenzungen, verbalen wie tätlichen Angriffen, Brandanschlägen, Verleumdungen. 
Viele Wählerinnen haben honoriert, daß die AfD trotz massiver Behinderungen nicht eingeknickt ist, sprich: sich vom politischen Gegner bzw. Feind Taktik und Strategie hat aufzwingen lassen. Die AfD ist, auch wenn das Bashing nicht spurlos an ihr vorübergegangen ist, bei ihren Zielen und demokra-tischen Verfahrensweisen geblieben. 


Von den 12,6 % sind schätzungsweise ein Drittel bis ein Viertel Protestwähler, also Bürger, die sich von keiner der zuvor ins Parlament gwählten Parteien mehr vertreten fühlten und die, in der einen oder anderen Weise "abgehängt" oder "Opfer der Verhältnisse", einer Partei die Stimme gaben, die für konservative Werte eintritt.  
Ob ich exakt recht habe mit meiner Einschätzung sei dahingestellt. Tatsache ist: Die AfD wird, ob erwünscht oder mit einem Gefühl des Abscheus beim Namen genannt, frischen Wind in unsere -jahrzehntelang total verlogene und meistens langweilige- Debattenkultur bringen. 
Allein das ist schon toll. 
Ich freue mich auf eine echte Opposition im Bundestag. 
°°°
"Wir müssen Bewegungspartei bleiben" ist ein dreiseitiger Artikel von Björn Höcke überschrieben, als "Rechtsaußen" verschrieener AfD-Spitzenpolitiker aus Thüringen. Er argumentiert gegen eine Funktionärs- und für eine, wie er betont, "inhaltliche" "Fundamentalopposition" der AfD, auf die bisher vor Allem seine Anhänger im Osten der Republik eingeschworen sind. Höcke erweist sich als ein strategischer Kopf, der die Menschen bei ihrer Lebendigkeit packen, in seine Bewegung einbeziehen und so die Macht der (= seiner) Fundamental-Opposition erweitern will.
°°° Auch in dieser Compact-Ausgabe gibts, erfreulicherweise, wieder einen Beitrag von Akif Pirincci, in Ungnade gefallener Bestseller-Autor. Dumme Äußerungen bei einer Pegida-Veranstaltung im vorletzten Jahr nutzten Politiker, Bürgerinnen usw. als Steilvorlage, um den Schriftsteller mit der Höchststrafe zu belegen. Akif hat die soziale Ächtung und den Total-Boykott deutscher Buchhändler physisch überlebt und er zeigt mit diesem Artikel, daß er auch mental "voll da" ist. Er hat sich nicht den Schneid abkaufen, sprich: sich einschüchtern lassen. "Susanne ist bekloppt geworden" ist seine Polemik über eine Frau, die er als eine exemplarische Vertreterin der Political Correctness vorführt. Pirincci KANN schreiben und er KANN sich weit aus dem Fenster beugen, ohne abzustürzen. Er ist mutig, durchschaut die Verlogenheit gewisser Frauen, die über Macht und Einfluß verfügen (+ von denen es jede Menge gibt), und macht sich schreibend über sie lustig. Sätze mit Widerhaken, geeignet, um die Haut derer zu ritzen, die total glatt, clever und scheinheilig auf der Karriereleiter eine Stufe nach der anderen nehmen.
Ich hoffe, daß ich als Leser auch in Zukunft Beiträge von Akif Pirncci via Compact serviert bekomme. 
                                                  °° RS °°

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Raimund Samson zeigt Videos


Alle sind herzlich eingeladen -
           um 16 Uhr am Sonntag gehts los ...
                                                                           °° RS °°

Dienstag, 3. Oktober 2017

Ringelnatz-Biografie von Alexander Kluy


Als ich die Biografie zu lesen begann, fand ich die Beschreibung zu komplex und ausführlich. Mit fortschreitender Lektüre gefiel mir das Buch jedoch immer besser. Am Ende hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn die 460 Seiten umfassende Lebensbeschreibung noch 50 Seiten länger gewesen wäre. Der Mann, den wir heute als "Joachim Ringelnatz" kennen und dessen Alterego Kuddel Daddeldu auch bestens bekannt ist, wurde 1883 in Wurzen (bei Leipzig) geboren und wuchs unter seinem bürgerlichen Namen Hans Bötticher auf. Er fing schon als Kind an zu dichten und zu zeichnen, war ein schlechter bis mäßiger Schüler - heute würde man ihm wohl das Etikett ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom anhängen) - und dabei sehr eigenwillig. Sein Vater war Tapetenzeichner, der sich mit seiner Firma selbständig machte. Später, als Georg Bötticher erblindete, widmete er sich seiner Poesieleidenschaft und verfasste humorige Texte. Erst 1919, also mit 36 Jahren und nach etlichen Publikationen, nahm Sohn Hans das Pseudodym Joachim Ringelnatz an und wurde schließlich überaus berühmt und die Dichterfigur Kuddeldaddeldu ein Inbegriff des Poetischen, Sprunghaften, Lebendigen. °° Kluy nimmt in die Lebensgeschichte ausführliche Beschreibungen der künstlerischen und politischen Zeitumstände mit auf. Wir erleben den sehr fleißigen, impulsiven Ringelnatz bei seinen Lesungen in Clubs, Kabaretts in ganz Deutschland. Er hatte etliche Freunde, schloß sehr schnell Bekanntschaften und managte meistens sich selber - später tat dies auch seine Frau Leonharda Pieper, genannt "Muschelkalk". °° Der Dichter betätigte sich auch als Maler, hatte diverse Ausstellungen, verkaufte Bilder.  Auch für den mittlerweile bekannten, ja berühmten Künstler war die Sicherung des Lebensunterhaltes keine Selbstverständlichkeit - er musste praktisch bis zuletzt, solange seine schwere TBC-Erkrankung es noch zuließ (er starb am 17.11.1934), hart arbeiten, um mit seiner Frau knapp von Buch-Tantiemen und Auftritts-Gagen den Lebensunterhalt bestreiten zu können. 1933 erteilten ihm die Nazis Auftrittsverbote. Am Ende unterstützten ihn Freunde und Gönner, damit er seine Sanatoriums-Aufenthalte bezahlen konnte.  °°
"Joachim Ringelnatz DIE BIOGRAFIE" von Alexander Kluy ist das Buch eines überaus kompetenten Literaturkenners und Ringelnatz-Liebhabers - für ein literatur-wissenschaftlich interessiertes Publikum und für Liebhaber des Dichters und Künstlers. Kluy ist eine spannende, die Persönlichkeit und Zeitumstände des Dichters komplex auslotende Biografie-Erzählung gelungen. Sehr empfehlenswert ...    2015, Osburg-Verlag
                                                                                  °° RS °°  

"Er war immer nett ..."

Was bringt einen Mann dazu, sich mit einem neuen Rekord ins nationale Guinness-Buch-der-Rekorde mit 59 Toten (Stand 3.10.) hinein zu schießen (zuletzt 49 Tote, 12.6.2016) !?? Er war "Normal, offen, nett" lese ich.
Flackert in seinen Augen Irrsinn, ist in seinem Gesicht irgendwo die Falte eines teuflischen Grinsens angelegt - ist sein strahlender Blick nur eine Maske?


Im Nachhinein kann man wohl etwas "Triumphales" hineininterpretieren - frei nach dem Motto "Euch werd ich's noch zeigen!" Aber ist es emotional mehr als ein Allerwelts-Gesichtsausdruck?
Stephen Craig Paddock, * 1953, war pensionierter Buchhalter, nicht vorbestraft, Hobby-Pilot und lizensierter Jäger. 
Er soll wohlhabend gewesen und zwei Privathäuser besessen, außerdem viel Geld beim Glücksspiel gewonnen - aber auch verloren haben ?!! 
Vielleicht wollte er seinem Vater nacheifern?? Der war nämlich Bankräuber und stand zeitweilig auf der FBI-Liste der 10 meistgesuchten Verbrecher der USA. Naja - zwischen Bankraub und Massen- mord gibts noch einige Unterschiede ...
Wahrscheinlich hat S. C. Paddock sich zuletzt schwer gelangweilt - und da kam ihm die Idee, zum Ende ein richtig großes dickes Ding zu drehen. 
Die genauen Gründe für seine Tat werden wir wohl nie erfahren - aber eines scheint gewiß: Auch in Zukunft wird es harmlose, scheinbar "friedliche" und "nette", "normale" Bürger geben, die plötzlich durchdrehen ...  --- 
                                             °° RS °° 

Freitag, 29. September 2017

"In die Fresse"

Die SPD hat ein gravierendes Glaubwürdigkeits-Problem. Das als "TV-Duell" angekündigte Aufeinander-Treffen von Martin Schulz und Angela Merkel vor der Bundestagswahl enttäuschte viele Zuschauer. Hier trafen nicht zwei echte Gegner aufeinander, sondern durch die Große Koalition aneinander Gewöhnte, die ein mittelmäßiges Theaterstück ablieferten. 

Andrea Nahles, vier Jahre lang Bundesministerin für Arbeit und Soziales, versucht die Scharte wettzumachen. Wie um zu beweisen, daß es ihr und der SPD ernst sei mit der Ankündigung, in die Opposition zu gehen, polemisierte sie gegen die künftige Regierung in einer Fraktionssitzung mit dem Spruch "ab morgen kriegen sie in die Fresse". Gegenüber Journalisten wiederholte sie den Satz. Er hat Signal-Wirkung und war auch so gemeint.
Weder die SPD-Fraktionsführerin Nahles noch sonst jemand aus ihrer Partei wird gegenüber Kontrahenten aus der CDU, FDP oder den Grünen handgreiflich werden, sie ohrfeigen, anspucken o.ä. SO war das nicht gemeint. Aber der SPD nahestehende Kreise der Antifa und andere Linksextremisten, für die die Vulgarisierung von politischen Debatten und die Diffamierung und Beleidigung von Gegnern längst völlig normal ist, werden sich bestätigt fühlen. 
Emotionen sind menschlich. Und Emotionalisierung ist ein beliebter Trick, wenn einem die Argumente ausgehen.
Vielleicht will Frau Nahles auch nur verzweifelt davon ablenken, daß sie nicht weiß, wie sie den Abwärts-Trend der SPD beenden könnte.
                                                                             °° RS °°  
                                               

Donnerstag, 28. September 2017

"Antifa bleibt Handarbeit"

Margarete Stokowski fordert, unter Bezug auf das gute Abschneiden der AfD bei der Bundestags- Wahl, in ihrer aktuellen SPIEGEL-Kolumne (: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/afd-im-bundestag-antifaschismus-muss-jetzt-alltag-werden-kolumne-a-1169921.html)  "Antifaschismus muß Alltag werden".
Des weiteren schreibt sie "Antifa bleibt Handarbeit".
              Diesen Satz sollten wir uns merken.
Nach anfänglicher Verblüffung ward mir klar, wie wahr dieser Satz ist.
Was in Deutschland seit gut zwei Jahren unter "Handarbeit" zu verstehen ist, machen uns Tag für Tag + Nacht für Nacht die Aktionen vermummter Gestalten deutlich.
Wahlplakate werden abgerissen, Haß-Parolen auf Häuserwände gespayt, Brandsätze in Autos oder auf Autoreifen abgelegt, Scheiben eingeworfen, AfD-Mitglieder oder -Sympathisanten tätlich angegriffen - alles Handarbeit.
Man könnte den Spruch "Handwerk hat goldenen Boden" aus der Mottenkiste hervorholen und iro-


nisch auf die Aktivitäten sogenannter "Antifa"-Gestalten beziehen.
Selbstredend ist auch das Schreiben und Versenden anonymer Mails an Arbeitgeber, Kommuni-kations-Zentren u.ä., mit denen Menschen als "Nazis", "Rassisten" oder schlicht "rechts" denunziert werden, eine Form von Handarbeit.
Letzteres der SPIEGEL-Autorin Stokowski vorzuwerfen habe ich keinen Grund. Sie äußert sich offen und unter Nennung ihres Namens. Mein Vorwurf an sie lautet: Verharmlosung dessen, was sie für unsere Gesellschaft einfordert. 
Linker Faschismus ist auch Faschismus. Auch wenn er sich als "Antifaschismus" ausgibt. 
Darüber verliert Frau Stokowski kein Wort.
                                                                                           °° RS °°

Dienstag, 26. September 2017

Jagdverbot im Bundestag

"Der Bundestag ist kein Jagdrevier einer rechtsradikalen Partei", verlautbarte Claudia Roth als Antwort auf eine unfreundliche Bemerkung des AfD-Spitzenpolitikers Alexander Gauland.  
Die Grünen-Politikerin hat Recht. 
Es werden im Bundestag zwar Fallen aufgestellt, die zuschnappen, wenn einer ein nicht genehmes Wort sagt. Aber Molotow-Cocktails werden dort nicht geworfen. Dort nicht, aber anderswo.
Ganz Deutschland nämlich wird von AfD-Gegnern als Revier betrachtet, in dem sie, kaum gestört, Jagd auf einfache Mitglieder, Politiker und Sympathisanten der ihnen nicht genehmen Partei machen. SPD-Stegner, SPD-Maas, SPD-Gabriel u.a. haben schon verschiedentlich zur Hatz geblasen, zu Angriffen auf die AfD aufgefordert. Es gab Brandanschläge + andere Sachbeschädigungen, tätliche Angriffe auf Personen, Ausgrenzungen von Veranstaltungen durch Antifa und andere Linksradikale. 


Aber an der Jagd beteiligen sich auch Bürgerliche unterschiedlicher Coloeur, auch Vertreterinnen der evangelischen Kirche, zB Margot Käßmann. 
Die AfD-Politkerin Alice Weidel darf ungestraft im Fernsehen als "Nazischlampe" beleidigt werden. Es ließen sich noch viele weitere Beispiele der großen bundesweiten Hetz-Jagd auf die AfD und ihre Mitglieder und Sympathisanten benennen.
Aber Frau Roth entblödet sich nicht, in ihrer scheinheiligen hypermoralischen Art eine Äußerung von Alexander Gauland zu monieren. 
Lasset uns ein wenig kichern. Und genau beobachten, welche Formen die Jagd auf die AfD in der nächsten Zeit noch annimmt ...
                                                                      °° RS °°

 

Nicht vergessen: Al St. John alias FUZZY

Sorry, liebe Freunde, ich weise leider etwas verspätet auf den 125. Geburtstag meines ersten Kino- Helden FUZZY hin. Der Schauspieler Al St. John wurde am 10. September 1892 in Santa Ana, Kalifornien, geboren und starb am 21. Januar 1963 in Georgia.


Der Mann war mehr lustig als gefährlich, deshalb durften wir Kinder seine Abenteuer auch im Kino verfolgen. "Fuzzy der Teufelskerl" hieß einer der Streifen. Ein anderer "Fuzzy kennt keine Gnade". Der Mann trug einen verteufelt zotteligen Bart und schoß meistens auf die Hände der Banditen. Außerdem nuschelte er. 
Als ich älter wurde, fuhr ich auf "richtige" Western ab, zB "Am Fuß der Blauen Berge". Die TV-Serie durfte ich aber nur ausnahmsweise im Hinterzimmer einer Kneipe sehen. Wir bekamen unseren ersten eigenen Fernseher erst 1964 oder 65 - was ich im Nachhinein aber ganz oke finde.
               
                                                                                  °° RS °°  

Montag, 25. September 2017

sogenannte "Freunde"

Eigentlich schade ... Facebook bietet gute Möglichkeiten, andere Menschen kennen und schätzen zu lernen. Eine Vorausstezung ist allerdings, daß man sich auf sie einläßt. 
Nicht zum ersten Mal erfahre ich, daß die politische Gesinnung über Alles gesetzt wird. 
Mit besagtem Wolfgang war ich gerade ein paar Tage befreundet, da stellte er offenbar fest, daß ich mich positiv über die AfD äußere. Als ich seinen Eintrag auf meiner Seite las, war es schon zu spät. W. hatte die Freundschaft aufgekündigt. 
Ich bin sowohl bei facebook als auch im realen Leben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität, politischer Gesinnung, alt und jung befreundet. Darauf bin ich ein bißchen stolz. ich habe Freundschaft stets höher gestellt als politische Meinung.
Die Aufteilung der Menschheit in gut="links" und böse="rechts" ist lächerlich und eines intellektfähigen Individuums unwürdig.
Ich fände es armselig, mich nur mit Menschen abzugeben, die politisch genauso oder ähnlich denken und "drauf" sind wie ich. 
Andere schaffen das offenbar nicht. Die Propaganda und Angstmacherei der deutschen Regie-rungsparteien und Mainstream-Medien treiben seltame Blüten. 
An meinen Vorstellungen über Freundschaft ändert dies freilich nichts.
                                                                                                                                               °° RS °°

Sonntag, 24. September 2017

Gratuliere, AfD !

Die "Alternative für Deutschland" ist mit dem vorläufigen Endergebnis von 12,6 % zur drittstärksten Kraft im Bundestag gewählt worden. Meine Glückwünsche. Alle Beleidigungen, Störungen, Ausgrenzungen, Medien-Kampagnen, Brandanschläge, tätliche Angriffe etcetc haben nicht bewirkt, daß die Partei in sich zusammengebrochen oder, was genauso schlimm wäre, "Gleiches mit Gleichem" vergolten hätte. Die gewissermaßen stoische Ruhe hat sie letztlich gestärkt und über die Tricks ihrer politischen Gegner und Feinde triumphieren lassen. Eine AfD, die sich nicht provozieren lässt, sondern beharrlich die selbst gesteckten Ziele verfolgt, kann mit den Mitteln, die bisher gegen sie angewandt wurden, nicht gestoppt werden. °° Die Herausforderung, Deutschland in seinen

Grenzen und mit seiner über Jahrhunderte gewachsenen Kultur zu erhalten, ist gigantisch. Die Feinde dieses Landes sind mächtig; die absolute Medien-Übermacht der Gegenseite kann nur Schritt für Schritt relativiert werden. Verblendete Politiker sind kaum zum Umdenken zu bewegen; es geht um zu viel, nämlich letztlich um die Privilegien und Machtfülle der einzelnen CDU-, SPD- und Grünen-Stars und -Hinterbänkler. Um das AfD-Ergebmis zu stabilisieren, kann jeder Blogger, jeder alternative Video-Filmer, jeder Kreative etwas beitragen. Klar werden auch SPD, Grüne und die CDU nicht locker lassen und mit allen Mitteln: Lügen, Raffinesse, Manipulationen die Partei, die angeblich aus "echten Nazis" und lauter Rassisten besteht, versuchen zu desavouieren. °° Zum Regieren wäre es m.E. viel zu früh.
Freuen wir uns also auf eine starke und glaubwürdige Opposition im Bundestag! 
                                                                                                                                     °° RS °°

Sven Liebich in Halle

                          
"Refugees welcome, refugees welcome!"
Sven Liebich in Aktion
"Geteiltes Leid ist halbes Leid,
 Frauen macht die Beine breit!"
"... hat Samenstau -
so gönnt ihm doch die blonde Frau!"
"Mehr Flüchtlinge für Deutschland
- Heil Merkel!"
"Den Flüchtling plagt die Einsamkeit,
drum, Frauen, macht die Beine breit!"
                                       usw.
Sven Liebich hat einen eigenen You Tube-Kanal, auf dem
zahlreiche Filme von seinen provokanten Aktionen zu sehen sind.
Zu seinen Lieblingsfeinden zählen die SPD und ihre Vertreter ---
"Svens Welt" auf You Tube:   https://www.youtube.com/channel/UCnBtf1BDbMI0skASYH_8fjA

Samstag, 23. September 2017

CATO

"Marcus Porcius Cato,  ... * 95 v. Chr.; † 12. April 46 v. Chr.[1] in Utica im heutigen Tunesien), war ein einflussreicher konservativer Politiker in der Endzeit der römischen Republik. Als Senator, Redner und Truppenbefehlshaber nahm er an den politischen und militärischen Auseinander-setzungen teil, die mit dem Untergang der Republik endeten.
Nach dem Vorbild seines Urgroßvaters forderte Cato vehement die Hochhaltung der altrömischen Ideale, zu denen insbesondere Unbestechlichkeit, strikte Befolgung des geltenden Rechts und republikanische Gesinnung zählten. Er gehörte zu den Optimaten, einer aristokratischen Gruppierung, deren Hauptanliegen die Sicherung der Herrschaft des Senats war. Die Optimaten wandten sich gegen drohende Umsturzversuche ehrgeiziger Politiker, die im Verdacht standen, den Staat in ihre Gewalt bringen zu wollen... Er leistete einen bedeutenden Beitrag zum republikanischen Widerstand gegen Caesar, der nach Alleinherrschaft strebte. Damit profilierte er sich als führender Verteidiger der „Freiheit“ – der herkömmlichen republikanischen Staatsordnung – gegen die aufkommende Monarchie.

... Am 6. April 46 v. Chr. wurde das Heer der Republikaner in der Schlacht bei Thapsus vernichtend geschlagen. Darauf nahm sich Cato das Leben, um der Gefangennahme zu entgehen.  Nach seinem Tod wurde Cato für die Gegner monarchischer Machtausübung zur idealisierten Symbolfigur vor dem Hintergrund der Dekadenz und Korruption seiner Epoche. Als Muster altrömischer Unbestechlichkeit und Tapferkeit genoss er breite Verehrung. In der römischen Kaiserzeit verherrlichten ihn seine Bewunderer als standhaften Verteidiger von Moral und Recht; Oppositionelle verbanden die Catoverehrung mit nostalgischer Erinnerung an die verlorene republikanische Freiheit. Philo-sophische Kreise schätzten Cato als Vorbild des praktizierten Stoizismus." (Wikipedia)
Nun gibt es also neben dem CICERO ein zweites, nach einem römischen Staatsmann benanntes Magazin im deutschsprachigen Raum. Die Köpfe des Unternehmens sind Andreas Lombard und Karlheinz Weissmann, von dem u.a. eine regelmäßige Kolumne in der JUNGEN FREIHEIT zu lesen ist. Ich halte die Wahl des Namens CATO für klug gewählt; trotz sehr großer und überwie-gender Unterschiede lassen sich immerhin einige Parallelen zwischen dem alten römischen Reich und Deutschland ziehen. Hier ein Land vor dem Abgrund bzw. der Erosion einer jahrhundertelang gewachsenen Kultur - dort ein Reich, das unterging und das einen seiner hervorragendsten Vertreter alter Werte dazu brachte, sich umzubringen. °° Andreas Lombard würdigt in einem längeren Aufsatz den Historiker und Schriftsteller Rolf Peter Sieferle, der sich vor einem Jahr das Leben nahm aus ungeklärten Gründen. Nach seinem Tod wurde eine mediale Hetzjagd auf den Mann initiiert, aufgrund falsch verstandener Äußerungen in seinem Buch "Finis Germaniae"- siehe meine Rezi: http://raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2017/08/rolf-peter-sieferle-finis-germania.html. °° Weitere Artikel befassen sich mit Hannah Arendt mit einem längeres Zitat von ihr, in Comic-Form dargestellt. Ein längerer Beitrag geht über den Brexit; dem deutschen Schriftsteller Theodor Storm sind zwei Seiten gewidmet; insgesamt 20 Seiten umfasst ein Interview mit dem Architekten Leon Kier und und ein Bericht über ein denkwürdiges, sehr großes Bau-Projekt in England, wo Krier seit 30 Jahren "im Auftrag von Prinz Charles den Masterplan für die von der Weltöffentlichkeitnahezu unbeachtete Mustersiedlung Poundbury im südenglischen Dorset" (S. 35) entwickelt. °° Dieses Heft, unaufdringlich illustriert mit zahlreichen Fotos, Abbildungen alter Drucke u.ä., bringt mich erneut ein Stück tiefer in eine Materie, die ich jahrzehntelang ablehnte bzw. komplett ignorierte: Konservatives Denken bzw. Journalismus. Ich bin gespannt auf die nächsten Ausgaben. °° Ich erstand das Heft (104 S. A4+) für 6 €uro (HH-Hbf.). Bei lag eine Bestellkarte: 3 Ausgaben für 12 €uro. ** In der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT fand ich eine Bestellkarte, bei der 35 € für 3 Ausgaben ausgewiesen werden, gar 65 € für ein Förder-Abo. Ich hoffe, es bleibt bei den 6 € pro Heft. Ich glaube nicht, daß ein Magazin, das für mehr als 10 € pro Ausgabe angeboten wird, auf Dauer eine Chance auf dem Medien-Markt hat. 
                                                                      °° RS °°

Freitag, 22. September 2017

Cartoon - Kleidermode im Islam

Ich halte nichts davon, den Propheten Mohamed zu beleidigen - aber manchmal findet man echt witzige Karikaturen. Es stammt aus ner alten Ausgabe von Charlie Hebdo, wenn ich mich nicht irre.


Die Smileys fand ich auf Pixabay.
                                                                    °° RS °°

Dienstag, 19. September 2017

Joey Kelly - "Hysterie des Körpers"

Joey Kelly wurde ab den 80-er Jahren bekannt und berühmt als Sänger und Guitarrist der "Kelly Family". Nach dem Tod des Vaters wurde er Geschäftsführer des zeitweise auf mehrere hundert Mit-

arbeiter angewachsenen "Kelly Family"-Unternehmens. Seit gut 15 Jahren tritt Joey K. vor allem als Exptremsportler in Erscheinung. In dem Buch "Hysterie des Körpers" beschreibt er die Grenzerfah-rungen, die er seinem Lauf bzw. Marsch von Wilhelmshafen bis zur Zugspitze (zu Fuß auch auf den Gipfel!) verdankt. Das Ganze in 3 Wochen! Bei dieser Rekordleistung für die knapp 900 Kilometer bewältigte er täglich im Schnitt eine Strecke, die größer als die Marathon-Distanz ist. Erschwerend kam hinzu, daß er ohne Geld und Lebensmittelvorräte lief bzw. marschierte. Er ernährte sich ausschließlich von dem, was er am Weg fand. Er schlief auf einer Plastikplane... Begleitet wurde er von einem Fernseh-Team, das über GPS die jeweilige Lauf-Position erfuhr und ihn ein paar mal besuchte, um zu filmen. °°° Auf den gut 200 Seiten beschreibt Joey Kelly die Vorbereitungen zu seinem Ultralauf sowie einzelne Etappen und was er dabei erlebt, wie er seine Umgebung wahrnahm usw. Zwischen die Kapitel sind Erzählungen über die Geschichte der Kelly Family eingebaut. Das gefällt mir sehr gut. Ich habe mich noch nie für einen Sportler oder Musiker interessiert, ohne Neugier auf den Menschen bzw. die Persönlichkeit, die hinter besonderen Leistungen steckt. Ich bin fasziniert. "Hysterie des Körpers" ist kein literarisch besonders ausgefeiltes Buch, aber gut lesbar geschrieben, spannend und sehr informativ. Ich kann dem Autor und Sportler nur meinen größten Respekt zollen.  
                                                                °° RS °°