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Mittwoch, 1. August 2018

"Rentner in Angst"? - NEIN DANKE!

Ich bin seit 3 oder 4 Jahren ein regelmäßiger und meist begeisterter Leser von COMPACT, Untertitel "Magazin für Souveränität". Die neue Ausgabe vom August 2018 gefällt mir nicht. 
Headliner ist diesmal "Rentner in Angst". Auf 14 Seiten,  in insgesamt 5 Artikeln, wird mächtig auf die Tränendrüsen gedrückt und Stimmung gemacht. Die Beiträge sind gut recherchiert, eloquent und politisch radikal. UND? Ich bin selber Rentner, seit knapp einem Jahr; meine Rente wurde gerade auf 308 € erhöht. Eine umgewandelte Lebensversicherung bringt mir nochmal ca. 150 €. Das reicht nicht zum Leben - schon die Miete beträgt 600 € incl. UND? Ich arbeite weiter, um über die Runden zu kommen. Na klaro bin ich unzufrieden ... Andererseits habe ich meine Situation selbst mitver-schuldet, indem ich die Warnungen meines Vaters, "an die Rente zu denken", in den Wind schlug. Mir war wichtiger, als Künstler zu leben, mehr als 10 Jahre lang finanzierte ich sogar meinen Lebensunterhalt mit eigener Kunst. Ich zog nämlich als Puppenspieler mit eigenen Figuren und eigenen Stücken über die Lande. Darauf bin ich heute noch ein bißchen stolz.


Sicher ist die Situation vieler Rentner-innen alles andere als rosig. Trotzdem finde ich es falsch, hys-terisch auf die "Altersarmut"-Hupe zu drücken. Denn erstens geht's nicht allen Rentnern NUR schlecht -auch denen, die zu wenig Geld haben. Zweitens fehlen mir in dem Heft Mut machende Hinweise, Beispiele von Rentnerinnen, die ihren Alltag meistern und, wenn sie schon nicht jeden Tag genießen, doch etwas aus ihrem Leben machen. Und genau darauf kommt es an. Die Quintessenz, die ich aus allen 5 Artikeln ziehe, lautet: Es ist zu wenig Geld da. UND? Blablabla ... Irgendwie armselig ... Meinetwegen politisch radikal - aber auch total unfruchtbar. Das weiß doch die letzte Kirchenmaus, daß die Lage vieler alter Menschen prekär ist. °° 
Was MICH an dieser in Chaos versinkenden Gesellschaft besonders stört, ist der Mangel an RESPEKT, der mir als älter Werdendem entgegen gebracht wird. Und die AfD? Ich blogge beinah täglich positiv über sie. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, daß sie das Problem im Sinne der Rentner-innen lösen wird. Hat auch die AfD hier nur eines im Auge: mehr GELD? Ich befürchte es fast.
Im Folgenden ein Beispiel dafür, wie man ohne Panikmache und Hysterie das Thema Älterwerden gestalten kann. Souveränität, um mal dieses nette Wörtchen zu verwenden, sollte auch im Alter nicht aufhören. Von Peter Schütt gibt's darüber einen sehr guten Text: "Mein Pro-Aging-Manifest". Gelassen erzählt., anregend, ohne jede Panikmache ...
                                                                      °° Raimund Samson, "Rentner" °°

Donnerstag, 23. März 2017

Compact: FRECH + Geradeaus


Das neue COMPACT - Magazin für Souveränität ist raus. Es ist DAS Diss- und Oppo-Blatt des Turbo-Journalismus Germoney (Neusprech). Konventioneller: Es ist das Blatt, das haargenau und komprimiert auf den Punkt bringt, was in Deutschland von den herrschenden Klassen getan wird, damit die Machtverhältnisse sich NICHT verändern. Es beschreibt straff + schnörkellos, wie von unseren Mainstream-Politikern private Interessen mit politischen Zielen vermengt werden. Aus dem Salzstreuer ganz viel "DEMOKRATIE", die Mainstream-Medien haben den Auftrag, das Ganze so zu verrühren, daß es echt (!) wie "DEMOKRATIE" aussieht. Und siehe da: Es funktioniert. Noch. Auch wenn die Begeisterung bei größer werdenden Teilen der Bevölkerung für rot-grün oder schwarz-rot oder schw-rot-grün bröckelt. Es fühlen sich immer mehr Leute in diesem Land total-vera... - und denen bietet COMPACT Argumentationshilfen. °°° Meine Lieblingsartikel in diesem Heft: "Hatz auf die AfD", "Schwul, cool, klug - und rechts!" und "Hofnarren des Merkel-Staats". 
                     Lesen!                                                                                                      

Donnerstag, 26. November 2015

Frau Merkel hinter Gittern (Compact)

Die Kritik an Angela Merkel wird lauter und heftiger. Die Stimmen mehren sich, die eine Straf-anzeige gegen unsere Bundeskanzelerin einfordern. Die Begründung: Von ihr hauptsächlich verur-sachter täglicher Rechtsbruch, zehntausendfach, durch den Bruch von Gesetzen bezüglich der Einwanderung bzw. des Zuzugs von Asylanten. Jeden Tag wurden und werden Polizisten und andere Staatsbeamte gezwungen, mit nicht-registrierten Asylanten umzugehen, als sei alles in bester Ordnung. Neben Hilfsbedürftigen kommen auch Kriminelle und Terroristen ins Land - die Regierenden haben längst die Kontrolle verloren. Compact-Herausgeber Elsässer fordert: "Merkel? Verhaften!" Als Leser frage ich mich: Weshalb werden in diesem Land wegen Lächerlichkeiten horrende Geldstrafen verhängt, gegen Deutsche; aber völlig unbekannte, fremde Menschen werden mit Luftballons und Kinderspielzeug becirct? Auch in deutschen Ministerien, so Compact, wächst der Unmut über die unverantwortliche Asylpolitik von Frau Merkel & Co. ** Wie immer sind die Artikel in Compact gut recherchiert. Es wird u.a. auf die Paragraphen 18 Absatz 2 Asylgesetz und Artikel 16a Absatz 2 Grundgesetz verweisen, des weiteren auf den Artikel 38 Absatz 1 Grundgesetz usw. Bei aller Wut und Aufgewühltheit, die in den einigen Berichten und Interviews des Magazins mitschwingen: Die Verantwortlichen begehen nicht den Fehler, ihre Emotionen als letzte Instanz oder Wahrheits-Prinzip zu nehmen. Hier wird kritisch hinterfragt, Vorwürfe werden belegt. Natürlich kann man auch bestimmte Behauptungen und Thesen, die von Compact aufgestellt werden, hinterfragen. Etwa wenn es um den Anschlag auf die CDU-Politikerin Reker in Köln geht und Compact in die Richtung argumentiert, ob der Täter nicht ein VS-Mann gewesen sei. Nachweisen läßt sich dies nicht. Andererseits ist bestens bekannt, daß etwa die NPD von VS-Leuten durchsetzt ist. ** Ich lese auch deshalb Compact, weil ich mich in meinem Alltag von den Instanzen, die mich als engagierten Bürger unterstützen müssten, total im Stich gelassen fühle. Ich will das hier nicht weiter ausführen. Änderungen in dieser Gesellschaft werden, wenn überhaupt, von den Rändern ausgehen. ich glaube, daß dies von einigen Compact-Redakteuren ähnlich gesehen wird. Ich bin eine Randfigur. Danke Compact, daß ihr den täglichen Beschiß (DFB, VW, Asylpolitik u.a.) untersucht + mir das Gefühl gebt: da sind noch einige andere in diesem Land, die nicht mehr alles schlucken, was ihnen von Regierung und Establishment vorgesetzt wird. ** Ach ja: Ein größeres Interview mit Akif Pirincci ist in dieser Ausgabe abgedruckt. Der Mann hats verdient. *   usw usw.   4 € 95, 68 Seiten  - LESEN!! 
                                                                                            *RS* 

Freitag, 30. Oktober 2015

Compact November 2015 - LESEN


Sehr reißerisch das Cover und die Titel-Schlagzeile der neuen COMPACT. Natürlich ist möglich, ja wahrscheinlich, daß unter den "legalen" und illegalen Flüchtlingen, die ins Land strömen, auch militante Islamisten und Terroristen ("Schläfer") sind. Die Zeichen stehen auf Sturm - und COMPACT mischt in der Liga der Asyl-Kritiker vorne mit. Die Problematik, daß Menschen aus Bürgerkriegsländern (Syrien, Irak, Afghanistan) Schutz in Deutschland suchen, gerät ins Hintertreffen. Dafür wird das politische, organisatorische und moralische Chaos immer offenbarer, in das uns eine überforderte Regierung stürzt. Frau Merkel und Co. versuchen Imagepflege für Deutschland mit ökonomischen Zielen zu verknüpfen und nehmen in Kauf, daß Hunderttausende, ja Millionen Deutsche sich überrumpelt und an den Rand gedrängt fühlen. Noch weiter an den Rand gedrängt als eh schon. Gerade im Osten der BRD entwickelt sich immer mehr Wut. Das ist verständlich. Viele ehemalige DDR-Bürger sehen sich als Verlierer der Wieder-Vereinigung. Und jetzt sehen sie sich noch einmal als Verlierer. Daß diese Menschen pauschal als "Nazis", "Rassisten", "Pack" (Siegmar Gabriel) diffamiert werden, zeitigt Folgen, die, bei oberflächlicher Betrachtung, schon jetzt katastrophale Folgen für eine auf "Konsens" und Beschwichtigung erpichte Regierung hat. Frau Merkel und große Teile der CDU, aber auch Siegmar Gabriel, seine SPD sowie die Grünen nehmen mit ihrer unverantwortlichen Politik in Kauf, daß eine extreme Polarisierung geschieht - und da ist es nicht ganz abwegig, von einer "Endstation Bürgerkrieg" zu schwadronieren. Für mich ist echter Irrsinn, was sich in einem von christlicher Kultur geprägten Land derzeit abspielt.  Es wäre schon eine gigantische Aufgabe, allein die echten Bürgerkriegsflüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren. Dies sind schon etliche hunderttausend Menschen. Mit der windigen Behauptung, Deutschland brauche "Fachkräfte", werden nun aber beide Augen zugedrückt und "Asylanten" aus Ländern wie Kosovo und Albanien ins Land gelassen, in denen kein Bürgerkrieg herrscht. Es geht um Arbeitsplätze und Geld. Merkel, Gabriel und die Moralapostel der Grünen haben gut reden. Ihre Jobs sind nicht bedroht. In diesem Land gibt es Millionen an den Rand Gedrängte, deren Probleme NICHT gelöst werden. Frau Merkel + Co. können noch so sehr an das gute Herz und das Mitgefühl der Bürger appelieren. Sie werden damit auch in Zukunft bei einem großen Teil der Bevölkerung ankommen. Bei anderen aber nicht mehr. Irgendwann hat die Empathie ein Ende.   ***  Jetzt habe ich eine kleine Zornes-Rede vom Stapel gelassen. Das macht mehr Spaß als den Inhalt von  COMPACT nachzuerzählen. * 4,95 €uro, 68 Seiten A4 radikaler, bild-starker Agit-Prop, auf politische Praxis abzielend. 
                                                          *RS* 
                                                 

Mittwoch, 29. Juli 2015

Compact # 8-2015

Diese Zeitschrift steht in vorderster Linie, was politische Debatten und Auseinandersetzungen in diesem Land betrifft. Kampf  ja! - Aber "bitte kein Pathos!" (Peter Handke einst zu Günter Grass). "Fremd im eigenen Land" ist eine Schlagzeile, die von Gutmenschen als Ausdruck von "Rassismus" interpretiert werden wird. Jürgen Elsässer und seine Crew lehnen sich weit aus dem Fenster, verstoßen mit so ziemlich jedem Artikel gegen die uns eingetrichterten Regeln der political correctness, aber: Sie argumentieren. Während die Gegenseite moralisch empört und gefühlsselig an "humanistische" Werte appelliert, um ihre eigene politische Macht abzusichern. Oder man "schämt" sich medienwirksam. Die Debatten und Meinungs-Kämpfe haben an Schärfe zugenommen. Compact ist unbequem. Das Magazin akzeptiert nicht, daß deutsche linke Intellektuelle nicht merken wollen, daß der von ihnen behauptete Monopol-Anspruch auf alles, was "wahr" und "richtig" sei, immer nichtiger wird. Ihr Monopol wurde zu einer Fata Morgana, die aus einer saturierten selbstverliebten Mitte aufsteigt, die nur mühsam Inkompetenz, Bequemlichkeit im Denken und die Abgedroschenheit ihrer Phrasen verdeckt. ** Danke für den Artikel über das ZPS, das "Zentrum für politische Schönheit" (S. 17-19). Ich hatte mich mit diesem Projekt bisher noch nicht näher befasst. Einem Herrn Philipp Ruch, der wild mit dem moralischen Zeigefinger herum-wedelt und "Pazifismus" als "feige" abtut, stehe ich mißtrauisch gegenüber. Obschon das Motto "Aggressiver Humanismus" neu und interessant klingt. Es darf ruhig mal lauter werden, denke ich, Aggressionen brauchen ein Ventil! Als Künstler bin ich dafür, Aggressionen auszuleben - künstlerisch auszuleben. Lt. Marc Dassen, dem Autor des Artikels "Asyl-Putschisten vor dem Reichstag", befürwortet Ruch, einer der "Eskalationsbeauftragten" des ZPS, jedoch uneingeschränkt die "Angriffskriege der USA". Er war für die NATO-Bombardements in Libyen, fordert ein schärferes Vorgehen der USA gegen Syriens Assad und ein militärisches Eingreifen Deutschlands in den Konflikt. Hat der Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank? Die USA haben mit ihrem Krieg gegen den Irak die absolut katastrophale Lage im Nahen Osten doch erst erzeugt! Diese Art "aggressiven Humanismus" möchte ich nicht. Mit seiner werbewirksam aufgetragenen schwarzen Schminke im Gesicht sieht Herr Ruch aus wie ein Schauspielerer einer amerikanischen Doku-Soap. Als Journalist in Nicaragua, der einen Bericht über die Friedensmission der Contras schreibt. o.s.ä. Schon 2013 behauptete er, lese ich, in der taz: "Pazifismus ist feige". Wenn er das wirklich meint, empfehle ich ihm, nach Syrien zu gehen und auf Seiten der FSA oder einer anderen Rebellen-Gruppe zu kämpfen. ** Ich stimme nicht mit den Inhalten aller Artikel von Compact überein, aber: Ich finde die Tendenz richtig. Jeder Mensch trägt in sich rechte UND linke Denkansätze; jedes Volk ist rechts UND links. Als Künstler will ich ALLE Menschen (: möglichst viele) erreichen, und nicht nur die sog. "Gutmenschen". COMPACT rüttelt frech, aber scheinbar immun gegen shitstorms durch etablierte Medien, an einigen Grundfeste und Säulen in diesem Land. Die ZS bringt Bewegung in unsere abgestorbene und vor Selbstzufriedenheit miefende politische Landschaft. Die frische Luft tut gut. Weiter so, Compact!  68 S., 4,95 €      *RS*

                                                                              

Freitag, 26. Juni 2015

Compact Juli 2015

Die neue Ausgabe von Compact ist erschienen, dem Magazin für Souveränität. Ein Heft, das in radikaler Weise den politisch links-saturierten deutschen mainstream in Frage stellt, ja angreift. Intelligent, argumentativ, tendenziös. "Fällt der Euro, fällt die Kanzlerin", behauptet Jürgen Elsässer im Editorial. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen - aber ich bin auch, trotz gewissen Duchblicks, politisch in mancher Hinsicht naiv. Weiter behauptet der Compact-Chefredakteur, die potentielle Merkel-Nachfolgerin, Ursula von der Leyen, hocke bereits in den Startlöchern. Mag sein! Politikerinnen sind, auch wenn sie sozial, ja altruistisch auftreten, gleichzeitig knallharte Zockerinnen, die neben dem "Wohl des Volkes" ihre egoistischen Interessen wahrnehmen. ** Der weit gefächerten Thematik Genderisierung bzw. Päderastie werden 13 A 4-Seiten gewidmet - finde ich etwas zu viel. Mein Standpunkt ist: Homo-, Bi- und Transsexualität sind oke, waren es auch schon vor 40 Jahren; nur daß jetzt so ein Mumpitz, ein im Grunde lächerlicher Kult veranstaltet wird, geht mir auf den Zeiger. Die Ehe = Legalisierung von Sex und Geschlechtsverkehr ist das ausufernde Theater, den ganzen Firlefanz nicht wert. ** Tatjana Festerling wird interviewt. Der Ex-Hamburger ex-AfD'lerin und Pegida-Aktivistein gelang ein Achtungserfolg bei den Wahlen zur Dresdener Oberbürgermeisterwahl: 9,6 %. Ich gratuliere - auch wenn ich mit der Frau politisch in manchen Punkten nicht übereinstimme. ** Egon Bahr ist mit einem vierseitigen Artikel vertreten. In "Es droht kein offener Krieg" nimmt er Stellung zum Konflikt in und um die Ukraine. Es geht ihm erkennbar um Mäßigung, aber auch um "Respektierung des neuen Krim-Status", d.h. Anerkennung der russischen Annexion. Auch wenn hier "zweifellos eine Verletzung bestehender Abkommen" vorliegt. Verglichen mit den "Verletzungen" bestehender Abkommen (um es einmal ganz ganz vorsichtig ja verharmlosend zu umschreiben), deren sich die us-amerikanische Außenpolitik in den letzten Jahrzehnten schuldig machte, notorisch und unverbesserlich, ist die Annexion der Krim eine Winzigkeit. ** Ein Artikel befasst sich mit der ins Auge gefassten Abschaffung des Bargeldes. In Dänemark soll es bereits in zwei Jahren losgehen. * Dem Thema Islamisierung und Dschihadismus sind mehrere Artikel gewidmet. Der in einem Artikel von Karel Meissner vertretenen Einschätzung, der 11. September sei "inszenierter Terror" gewesen, stimme ich insofern zu, daß ich den Attentätern attestiere, zu einer Inszenierung in der Lage gewesen zu sein. Abwegig finde ich aber die These, Unterstützung sei von amerikanischen Geheimdienst- und Regierungskreisen gekommen, um (per selbst-inszeniertem Terror-Angriff) eine Rechtfertiguing für die folgenden Kriegszüge zu finden. ** Sehr erfreulich ist für mich der Bezug auf PP Pasolini, den 1975 ermordeten italienischen Dichter, Regisseur, Kritiker. In Berlin inszenierte Johann Kresnik ein Tanztheater in Anlehnung an de Sades Roman "Die 120 Tage von Sodom". Dieses Werk inspirierte seitdem viele Künstler und Wis- senschaftler, u.a. Pasolini. Die kleine Rubrik mit seinem Foto trägt die Überschrift "Konsum-faschismus" und beinhaltet Pasolinis Kritik an der in den 70-er Jahren noch relativ neuen Großmacht FERNSEHEN. Diesem Medium sprach Pasolini eine Macht zu, die über den politischen italienischen Faschismus weit hinaus gehen werde. Man kann lange darüber streiten, ob Pasolini nicht übertrieben habe - eines weiß ich gewiß: AUF mich und ÜBER mich hat das Fernsehen eine starke Macht - bis in mein Denken, mein Träumen, meinen ganzen "psychischen Apparat" hinein. -----
M.a.W.: Dieses Heft bietet wieder viel spannenden Stoff und ist gut geeignet, Debatten anzufachen, zu intensivieren. Die Tendenz stimmt: Für Selbstbestimmung, gegen Verdummung. 
                                                                                                                                         *RS*
             

Sonntag, 31. Mai 2015

COMPACT Juni 2015


Wieder geht es um Themen und gesellschaftliche Bereiche, in denen sich in diesem Land einiges tut. Was ist mit Pegida los? Ist die Bewegung am Ende - oder legt sie eine Verschnauf- (DENKpause) ein? "Sachsen sagen Nein zum Heim" (S. 23-25): Schlimm. Es wagen Menschen, gegen den Ansturm von Scheinasylanten aufzustehen. Alles Nazis? oder was? COMPACT ist ein gut lesbares, aber unbequemes Magazin, das dem politischen Mainstream und der von Oben angeordneten Gleichmacherei mit Entschiedenheit die rote Karte zeigt. Eine Zeitschrift für Debatten - auch auf die Gefahr hin, in "rechte" Töpfe und Schubladen gepackt zu werden - wie es seit vielen Jahren normal ist in diesem Land. Der Überwachungs-Affäre durch die us-amerikanische NSA sind mehrere Seiten gewidmet - und auch der Rolle, die der BND dabei spielt. Auf S. 19-21 wird die Funktion des us-Truppenstützpunktes Ramstein untersucht. Ramstein ist eine wichtige Dependance der Amerikaner bei ihren kriegerischen Einsätzen in Nahost, Afghanistan usw. Wäre es nicht mal an der Zeit, daß die deutsche Politik hier ein Wörtchen mitredet -mitentscheidet- statt das US-Militär nach Belieben schalten und walten zu lassen?? ** Und, SEHR gut: ein 3 Seiten langer Bericht über die in diesem Land herrschende GEZ-Diktatur. Auch bei mir meldet sich diese Geldsaugmaschine regelmäßig, um zu kassieren. Dabei gibt es seit 2001 keinen Fernseher mehr in meiner Whg. --- *** Der tschechische Präsident Vaclav Klaus denkt laut und fordert u.a.: "Für die Demokratie brauchen wir den National-staat". In Tschechien darf man so etwas offenbar noch ungestraft sagen - bei uns wäre der Mann längst mit der NAZI-Keule verdroschen worden. "Nationalstaat" - ist bei uns doch ein UNwort - oder? -- m.a.W.: Sehr viel spannendes + interessantes Material bietet das Heft. Der Untertitel "Magazin für Souveränität" klingt ambitioniert - das Heft wird diesem Anspruch nach meiner Einschätzung voll gerecht. + fällt damit unter das Verdikt der "political correctness", die dieses Land im Schwitzkasten hält. Umso wichtiger, daß einige Medien diesem (Gesinnungs-)Terror trotzen. Und ARGUMENTE liefern. Denn, bei aller Wut über die Zustände in diesem Land: Mit Emotionen allein läßt sich keine Politik machen.  

                                     *RS*                        
  

Freitag, 3. April 2015

"Onkel Asyl" - die neue COMPACT

Bundespräsident Gauck als spendabler Asylanten-Förderer ... der olle Paternalist! Wie so mancher SPD-Funktionär: "Nach außen" sympathisch, offen, gesprächsbereit - solange das Gespräch in die gewünschte Richtung geht. Wenn die Kameras nich mehr da sind, isses vorbei mit der Spendierlaune, + der Präsident wird wieder zum realpolitischen ev-lutherischen Pastor. ** Am besten gefällt mir das Vorwort "Stoppt die Neosozis!" Nein, nicht Neonazis, sondern "Neosozis" - dabei ist der Mann, der das fordert, kein Nazi oder Neonazi, sondern ein Linker, oder gar Linksradikaler, der jedoch die Schnauze voll hat von dem, was sich heute linke Politik oder "linke Szene" nennt. Erinnert mich, entfernt, an Eduard Limonov, einen russischen Dichter, der sowohl von Links- als auch von Rechts-radikalen fasziniert ist und in Rußland eine Bewegung gründete, die sich "Nationalbolschewisten" nannte, aber verboten wurde. Siehe auch meine Blogs http://raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2012/09/eduard-limonow-im-spiegel.html und meine Buchbesprechung vom 1.10.22012. ... Der Autor des Vorworts der neuen Compact schreibt u.a. "SPD ... In der ältesten deutschen Partei geben heute Pfarrerstöchter, Apparatschiks und Absol-venten der Antifa-Klippschule den Ton an. Diese Neosozis haben noch nie einen ehrlichen Beruf ausgeübt, aber wollen anderen gerne Vorschriften bis ins Privatleben hinein machen. Die Betrogenen sind die Fleißigen und Ehrlichen in unserer Gesellschaft, also genau jene "arbeitenden Klassen",  für welche die Sozialdemokratie früher gekämpft hat ..."
Danke Herr Elsässer, Sie sprechen mir aus der Seele! 
Ich arbeite heute für 880 € netto im Monat (minus Fahrkosten), mit einem Diplompädagogik-Abschluß. 120 Stunden im Monat. Meine Miete beträgt allein 600 €uro (keine Untervermietung). Wohngeld: 75 €uro. Arge verweigert Aufstocken. 
Die Polemik des Compact-Agitators fällt bei mir auf fruchtbaren Boden. 
Des Weiteren enthält die April-Ausgabe von Compact (Untertitel MAGAZIN FÜR SOUVE-RÄNITÄT) auf mehr als 60 Seiten Artikel über das Geschäft mit Asylanten und über die Tricks ("Flüchtlinge als Waffe"), die hier eingesetzt werden. - Vor den griechischen Küsten gibt es gigantische Erdgasvorkommen (S. 25-27) - in der Ukraine mischen nicht nur bei den Kämpfen im Osten rechtsradikale Paramilitärs und Schläger-Trupps mit (darüber berichten unsere westdeutschen Medien nur selten). - Autor Max Kowalsky schreibt über Prozesse, in die in den USA immer häufiger politische Aktivisten und Whistleblower verstrickt werden: "Obama ist schlimmer als Bush: ..." Ein Aktivist ist Haupt-Kläger gegen Obama, Nebenkläger ist u.a. Noam Chomsky (der Name sagt mir eine Menge). 
Auch wenn meine Antennen mehr auf Romantik und Poesie eingestellt sind: Compact trifft mit einigen Artikeln meinen Nerv und mein linker Zeh flüstert mir: Hier sind Journalisten am Werk, die mich nicht mit staatlichen Dogmen füttern, sondern mir Informationen auf den Küchentisch legen, die meinen Mut nicht abmurksen, sondern eher aufbauen. 
                       Oder so ähnlich.                                                                     *RS*

      

Freitag, 27. Februar 2015

Neue Ausgabe von COMPACT

Die März-Ausgabe von COMPACT ist raus, Untertitel "Magazin für Souveränität". Das 68 A4-Seiten starke Heft enthält etliche gut recherchierte und interessante Artikel. Auf 3 Seiten wird an Rudi Dutschke erinnert, den Studenten- und Wortführer, der bis ins Mark radikal und zugleich sozial war. Er wäre heute in der "Linken" wahrscheinlich höchst umstritten, suchte er doch den Dialog und die Debatte auch und gerade mit Andersdenkenden. So schrieb er im Dezember 1968 etwa Josef Bachmann ins Gefängnis, der ein gutes halbes Jahr zuvor auf Rudi ein Attentat verübte und den Studentenführer schwer verletzte. * "Stoppt Putin die NATO?" fragt Chef-Redakteur Jürgen Elsässer. Ich blicke nicht ganz durch bei dem Thema - was allerdings nicht an dem m.E. gut lesbaren kompetenten Artikel liegt. In meinem Denken spielen moralische und macht-strategisches Ideen eine Rolle. Es gibt einige Argumente, die für Putin sprechen, auch wenn ich die homophobe Stimmung, die in seinem Land erzeugt wird, total daneben finde. Die Frage ist, ob ein Mann mit derart viel Macht und Einfluß noch hinterfragbar ist. Gibt es in seinem Umfeld noch Menschen, die ihn kritisieren dürfen? Es gibt einen weiteren Artikel über den russischen Präsidenten: "Putin und die deutsche Perestroika". Vielleicht komme ich darüber der Beantwortung meiner Frage näher. * Weitere Themen: NSU ("Nationalsozialistischer Untergrund"), "Aufstand gegen den Euro" (über den Sieg der griechischen Linken), "Jeden Tag Folter" (über Guantanamo und andere Folterzentren der USA), "Ein Monstrum, das wir selbst gezüchtet haben" (Interview mit dem frz. Schriftsteller Alain de Benoist), ein 6-seitiges Dossier "Lügenpresse_Wie wir täglich betrogen werden" u.a. * Am meisten freut mich aber der Artikel "Mut zum Zuhören" über den Chefdirigenten der Sächsischen Staats-kapelle Christian Thielemann. Durch eine Fernseh-Doku weiß ich, daß der Mann über ein ganz ungewöhnliches Format verfügt, als Mensch, Musiker, Fachmann und Könner. Compact zitiert den Dirigenten: "Pegida hat sich für ihre Aktivitäten Dresden ausgesucht, die Stadt, die am 13. Februar 2015 des 70. Jahrestages ihrer Zerstörung durch alliierte Bomber gedenkt. Die Stadt, die zu spüren bekommen hat, dass Unrecht niemals mit Unrecht zu vergelten sein darf. Dieses Trauma und diese Erkenntnis haben sich tief in die Seele der Stadt und ihrer Menschen eingegraben. ... Den Mutlosen ... wieder Mut machen und den Unzufriedenen zuhören, das scheint mir das Gebot der Stunde zu sein.
Und ihnen jene Toleranz entgegenbringen, derer wir uns rühmen." - Schöne Worte - diesem Mann nehme ich sie ab ...
                                  *RS*

Dienstag, 24. Februar 2015

Compact # 2 / 2015

                          
"Magazin für Souveränität" - gefällt mir. Nicht nur dieser Untertitel, sondern das ganze übersichtlich gestaltete Heft. Die erste Ausgabe von Compact erschien im Oktober 2013. Wikipedia: "Die Zeitschrift versteht sich als publizistisches Experiment, demokratische Linke und demokratische Rechte in einen Dialog zu bringen (Querfront) und sich dabei nicht der Political Correctness zu beugen." ...
                                                                                                                                         *RS*