Vor einem Jahr stellte ich das Buch „...und Jesus ist sein Prophet. Ein Weihnachtsspiel nach dem
Koran“ vor: http://www.raimundsamsonkreativ.blogspot.de/2011/12/-lekture-peter-schutt-und-jesus-ist-sein.html. Gestern las der Autor
daraus im Wilhelmsburger Heimat-museum. Schütt
ist seit Kindertagen von der historischen Figur Jesus fasziniert. Auch
während seiner Jahre als gläubiger Kommunist (DKP) beschäftigte ihn die Person.
Zwei Gedichte aus jenen Jahren trug er zu Beginn der Lesung vor. * Ca. 30
Interessierte waren in die Kirchdorfer Str. 163 gekommen, darunter keine
Kinder; zwei junge Frauen sprengten mit ihrer Frische schon fast den Rahmen.
Als Katholik frage ich mich, weshalb wieder einmal kein Vertreter der Gemeinde
zugegen war. Von der ev. Kirche ließ sich ein emeritierter Pastor blicken, der,
wie auch schon bei der Matussek-Lesung vor ein paar Wochen, auch mit Fragen
sein Interesse am Thema bekundete. Der Islam in Deutschland ist ein Thema, auch in Wilhelmsburg, *
Fein, daß Dietmar auch wieder dabei war und während der Veranstaltung
zeichnete. Religion und Kunst sind Verwandte, ich könnte adhoc jedoch nicht
sagen, welchen Grades genau. * Freuen wir uns, daß vom Heimatmuseum Themen behandelt werden, die nicht „in“ sind. Auch der
Kuchen schmeckte wieder vorzüglich. **RS**
Kulturjournalismus, in Bildern denken, Gegenöffentlichkeit, Experiment, Schutzengel
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Montag, 17. Dezember 2012
Dienstag, 11. Dezember 2012
Peter Schütt in Wilhelmsburg
Der Hamburger Schriftsteller Peter Schütt ist ein weit
gereister Mann. Er besuchte nicht nur etliche Länder auf diesem Planeten,
sondern legte auch geistig beachtliche Strecken zurück. Protestan-tischer Herkunft,
konvertierte er als junger Mann zum Katholizismus. 1968 gehörte er zu den
Mit-begründern der DKP (Deutsche Kommunistische Partei), war ab 1971 Mitglied
des Parteivor-standes und von 1973 bis 1981 Bundessekretär des Demokratischen
Kultur-bundes. „Schütt stellte seine literarischen Werke – in
erster Linie Gedichte und Reportagen – ganz in den Dienst der kommunistischen Ideologie,
was ihm von der bürgerlichen Presse den abwertenden Titel „Hof-dichter der DKP“
eintrug. Er engagierte sich in der westdeut-schen Friedensbewegung und
unternahm als Funktionär zahlreiche Reisen, u.a. in die Länder des Ostblocks,
nach Vietnam und in die USA. Als sich Peter Schütt in den 1980er Jahren offen
zum reformerischen Kurs des
neuen Generalsekretärs der KPdSU, Michail
Gorbatschow, bekannte, kam es zum Zerwürfnis mit der DKP-Führung. Im
September 1988 wurde Schütt aus dem Parteivorstand ausgeschlos-sen; kurz darauf
trat er aus der Partei aus. Schütt brach in der Folge radikal mit seinen bishe-rigen
kommunistischen Überzeu-gungen und bekannte sich in Presseveröffentlichungen und
Büchern vorbehaltlos dazu, einer Irrlehre angehangen zu haben.“ (Wikipedia) * 1987 heiratete Schütt eine Iranerin und
konvertierte 1990 zum schiitischen Islam. 1996 absolvierte er seine Pilgerfahrt
nach Mekka. * Wolf Biermann nannte
ihn öffentlich einen Verräter. Noch
heute flippen ehemalige DKP-Genossen aus, wenn sie Peter irgendwo sehen. Sie
wechseln die Straßenseite oder spucken um sich. * Peter Schütt ist am
kommenden Sonntag (16.12.) Gast im Wilhelms-burger Heimatmuseum (Kirchdorfer
Str. 163). Dort liest er ab 15
Uhr aus seinem 2011 erschienenen Buch „...und Jesus ist sein Prophet.
Ein Weihnachtsspiel nach dem Koran.“ Der Eintritt beträgt 5 €uro. * Zu
der Veranstaltung sind alle Gläubigen und Un-gläubigen eingeladen. Ich werde selbstredend
auch kommen. Für die Elb-Insel ist es eine Ehre, wenn ein Mann vom Format Peter
Schütts hier liest. **R.S.**
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