Ich bloggte vor ein paar Tagen über ungebetenen Besuch bei einem HoFa-Fest. Leider erst gestern er-fuhr ich, daß den "Chaoten" seitens der HoFa angeboten wurde, per Mikro Statements, Wortmeldun-gen u.ä. abzugeben. Diese Chance wurde nicht genutzt. Wie peinlich! 1 : 0 für die HoFa. Leider. Dabei würde ich denen mal eine Niederlage gönnen. Wer immer gewinnt, muß auch mal verlieren, ODE/ r? Was hätte ICH da ins Mikro gebrüllt: "UAHHHHHHHHijojalkmnch ... kruähhhhh-schinobisu-lubidubidudade ... " oder so ähnlich ... "BRR$%&§§&&%???ßßßßßß" oder ich hätte einfach ins Mikro gesagt: "Ich bin verdammt neidisch, daß ihr immer Erfolg habt. Und ich nicht." Und dann hätte ich so ne Art Voodoo-Beschwörung gemacht, daß die HoFa endlich mal KEINEN Erfolg hat. ... oder wie wär's damit: Einfach mal laut "Arschlöcher" ins Mikro hauchen. Das kann man auch meinetwegen schreien, singen, stottern, rappen, ... EIN Wort. Liebe Info-Laden! Ihr immer mit eurem großartigen Polit-Gesülze! ... Werdet doch mal persönlich! ... Wieso versteckt ihr euch eigentlich immer hinter großen Theorien und Begriffs-Gebäuden, das it doch wie bei ner Behörde - nur halt linksradikal. Das lockt doch keinen Hund hinterm Ofen hervor. - Zurück zum Thema. Da waren auch eine Senatorin und der neue Bezirksamt-Chef. na, denen hätte ich aber gezeigt, wo der Knochen hängt. Und ihr wart 20 oder 30. Das hätte doch einen großartigen CHOR gegeben. gdtsajaicndkdeöeüsüsßa86EBCNYKALöl * Wenn ihr so weitermacht, wird euer Protest auch ne Kitsch-Veranstaltung. Linksradikaler Kitsch halt. Versteht ihr, was ich meine? Na, nicht unbedingt alles. Aber ein oder 2 Worte doch immerhin. ODE - R? - meint Onkel Raimund Eulenspiegel Samson
Kulturjournalismus, in Bildern denken, Gegenöffentlichkeit, Experiment, Schutzengel
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Samstag, 18. August 2012
Mittwoch, 8. August 2012
Sozialkitsch oder: Honigfabrik bekommt Besuch
„Chaoten stürmten Hofa-Fest“ titelt das Wi-burger Wochenblatt. Und meint: „Einweihung der neuen Ateliers geriet zur Farce“. Ist
das wirklich wahr? War es sooo schlimm? Leider war ich nicht dabei. Ich hätte
gerne Fotos gemacht. * Die Wilhelmsburger Honigfabrik ist seit Jahr-zehnten fest
etabliert, Hätschelkind u.a. der Kulturbehörde, DIE privilegierte kulturelle
Ein-richtung auf der Elb-Insel schlechthin. Bei der Einweihung für die neuen
Ateliers kam uner-warteter Besuch. Na und? Die Honigfabrik sollte froh sein, daß
nicht nur Senatorin Jutta Blan-kau, Bezirksamts-Leiter Andy Grote und die
üblichen Claqueure ihre Aufwartung machten, sondern auch mal andere Leute. * Die Wochenblatt-Reporterin schreibt (ja, ich
lese richtig!!): „Thomas Giese, der sich mit
seinem Team stets für die Schwächsten und Ärmsten im Stadt-teil stark gemacht
hatte, wirkte fassungslos.“ Den Satz finde ich bemerkenswert – er ist
Sozialkitsch pur. ... + dafür wird die Reporterin bezahlt... * Tatsache ist: Die HoFa
hat jahrzehn-telang eine Politik betrieben, die sehr clever ist. Es wäre zu
untersuchen, wie sie das geschafft hat. Schon mancher wird darüber nachgedacht haben. Mir fällt, was die Taktik der HoFa betrifft, seit immerhin folgendes auf: Die maßgeblichen Leute gehen jeder ernsthaften
Ausein-andersetzung, jedem Konflikt grundsätzlich aus dem Weg. Sie stehen immer auf der Seite derer, die im
Recht sind. Auf der sicheren Seite. Kritik oder unbequeme Vorschläge werden
ausgeblendet. Die HoFa geht nie ein Risiko ein. Die Hofa kooperiert grundsätzlich
nur mit Leuten, die, in welcher Hinsicht auch immer, kein Sicherheitsrisiko
darstellen. Daß zur HoFa u.a. eine „Kunst-Schute“ gehört, die mit einem sog.
„Labor für Interventionen“ Lorbeeren einheimsen will, ist Teil der Taktik. Es
klingt halt experimentell. Auch wenn die Labor-Betreiber Konformisten sind. *
Es gibt das berühmte Bild von der „Schere zwischen arm und reich“, die, wie man Medien-Berichten
regelmäßig entnehmen kann, bei uns immer weiter auseinander gehe. Dieses Bild
läßt sich auch auf die Kultur-Szene übertragen. Auch hier gibt es ein immer
stärkeres Auseinanderdriften. Die HoFa sind die Millionarios, was Etats,
Räumlichkeiten, Aufmerksamkeit usw. betrifft.
Auf der anderen Seite stehen Einzelne Aktive, Künstler, z.B. Initiativen
wie das Kunstbüro Wilhelmsburg. Mit quasi nichts. Klar kommt da Neid auf. Was
denn sonst? * „Diesen Auftritt hat die Hofa nicht verdient“,
ärgerte sich Serdar Bozkurt vom Türkichen Elternbund“ lese ich weiter. Was
hat die Hofa denn sonst verdient? frage ich. Ich behaupte: Der HoFa
tut ein kräftiger Gegenwind ganz gut. Sie sollte dankbar sein, daß es noch
Leute gibt, die sich kein x für ein U vormachen lassen. * Alle profitieren von
diesem Wochen-ende: Die Hofa bekommt eine fette Schlagzeile geschenkt; die
Reporterin verdient ihr Zeilen-Geld; die „Chaoten“ haben ihren Spaß. Und ich
bekomme eine Anregung, etwas zu schreiben. So helfen wir uns gegenseitig, GELL! meint R.S.
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