Montag, 19. Februar 2018

Kundgebung 19.2.2018 Hamburg-Gänsemarkt


Für diese Kundgebung war ein günstigerer Ort ausgesucht als beim letzten Mal, nämlich der Gänsemarkt, unweit Binnenalster und Jungfernstieg. Wie schon letzten Montag war die Kund-gebung auf allen seiten von Antifa & Co. umzingelt. Davor war die Polizei postiert. Bereits um 16 Uhr hatte sie den Gänsemarkt mit ihren Mannschaftswagen besetzt. Später kamen noch zwei Wasserwerfer und ein Panzerwagen hinzu. 19 Uhr war offizieller Kundgebungs-Beginn. 


Wir waren diesmal ein paar Leute mehr, schätzungsweise 150 oder 180. Die Plakatgestaltung war wieder individuell - jede/r der oder die will, kann ein Transparent, Plakat etc. mitbringen, es gibt kein Komitee o.ä. das irgendwelche Vorgaben macht. Ich fand einige Transparente etwas professioneller und auch größer als beim letzten mal - das heißt aber nicht unbedingt, daß sie besser sind. Was zählt, sind Begeisterung und Engagement. Auch Handgemaltes ist sehr gut !!
Wie schon letzte Woche wurden auch diesmal keine Reden gehalten. Frau Ogilvie, die die letzte Kundgebung anmeldete, hat sich zurückgezogen - verständlich nach dem Anschlag auf ihr Haus, wodurch auch ihre Familie bedroht war.


Wie schon beim letzten mal hat sich auch diesmal keine Partei oder Organisation in den Vordergrund geschoben. In einer Ztg. stand etwas von der "Türsteher-Szene", die hinter der Kundgebung stecke --- meinetwegen hat der Hamburgter Kiez damit zu tun. Hauptsache, es passiert etwas un d man fühlt sich nicht ganz so hilflos. Einige Teilnehmer kannten sich untereinander, einige waren neu und zT von außerhalb Hamburgs angereist - die Stimmung war insgesamt gut. Darauf lässt sich aufbauen. Einige klagten, daß sie eine Art Spießrutenlauf durchmachen mussten, um an den Antifa-Schreihälsen vorbei zu kommen, von denen einige auch schubsten und traten. Es wundert niemanden von uns. Man ertrug die nicht besonders einfallsreichen Haßgesänge und Brüllereien mit einem Achselzucken.


Ein Dankeschön der Polizei. Sie hielt uns die Krawalleros gut auf Abstand und zum Abschluß, gegen 20 Uhr geleitete sie uns wieder zu einem U-Bahn-Eingang. Diesmal fuhr extra eine U-Bahn nur für uns ... !! °° Ich hoffe, es geht so weiter. °° Der Widerstand wächst - der Widerstand gegen den Widerstand wächst auch. Deutschland 2018: Eine angemeldete, friedliche Demonstration kann nur unter massivem Polizeiaufgebot durchgeführt werden. Dieser Wahnsinn scheint Normalität zu wer-den. Lassen wir uns nicht einschüchtern! Bleiben wir bei unseren Anliegen - vielleicht sehn wir uns nächste Woche wieder! Danke fürs Kommen und Mitmachen !!
                                                                                                            °° RS °°

1 Kommentar:

Morten Sachse hat gesagt…

Moin,
ich war auch da und habe mal rund 1/3 durchgezählt. Nach Unten abgerundet komme ich auf etwa 500 Teilnehmer. Ich wette es werden am kommenden Montag mehr sein. Vielleicht ist die Polizei dann auch so nett einen ohne "Befragung" durchzulassen.