Mittwoch, 2. August 2017

PJ Proby - weiter so!


                      
Beim Anschauen alter Videos von PJ Proby wird mir klar, daß er einer der am meisten unterschätzten Pop-Stars und Sänger war; er ist mittlerweile 78 (* 8.11.1938) und singt immer noch. 
Ich liebe Probys Übertreibungen, das High-Culture Darstellende und zugleich Karikierende.
Proby "begann seine Karriere als Filmdarsteller in unzähligen Western-Filmen und in Krimiserien des amerikanischen Fernsehens. 1957 machte Proby als Jett Powers seine ersten Platten. 1958 sang er mit den Mello Kings und danach mit seiner eigenen Band, den Moon Dogs. Ende der 1950er / Anfang der 1960er Jahre verdiente er sich seinen Lebensunterhalt damit, dass er – weil seine Stimme so ähnlich klang – Demobänder für Elvis Presley sang. Außerdem schrieb er Songs für andere Interpreten. Er lernte die ehemalige Verlobte Eddie Cochrans, die Songschreiberin Sharon Sheeley, kennen, die ihm seinen Künstlernamen gab und seine Karriere förderte."
In den 60-er Jahren erreichte Proby in England etliche Top-Plazierungen in den Charts, u.a. mit "Somewehre", "Hold me", "Together" (mit einem Guitarren-Solo, das eher einer in die Länge gezogenen Arschgeige ähnelt als einem virtuosen Lauf von Clapton, Lennon + Co), "Maria", "Let the water run down". 
Proby hat eine unverwechselbare (trotz Ähnlichkeit mit Elvis Presley) Stimme - zum Glück hat er höchst unterschiedliche Song-Typen im Repertoire: zwischen Schnulze, Soul und Rock.
Bevor Robert Plant, Jimmy Page + Co. als "Led Zeppelin" Ende der 60-er Jahre groß herauskamen, nahmen sie mit P.J. Proby die LP "Three week hero" auf. Ein Stück davon ist "Jim's Blues". Eine für mich sensationelle Neuigkeit, von der icb erst jetzt, 48 Jahre später, über Wikipedia erfuhr.
                                                                                                                                                       °°RS°°

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